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1 (1834) Phanerogamen
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Gemeine Eibe.

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einsehen **). Floren aufgeführt wird, so bedeulct, was die Ebene betrifft, das wohl nicht mehr als sein Er-scheinen in der Berliner Flora, in der er gewifs nicht heimisch ist. In den Gebirgen (.z.B. in den Pyre-näen nach Ranrond) dagegen steigt er auch hier so hoch wie die Weifstanne. Im Russischen Reiche soller sich, die Krimm und den Caucasus ausgenommen, gar nicht Cndcn < 3 ). Standort. Waldige Gegendender fruchtbarsten Gebirge (am liebsten auf der Mitternachtsseite), seltener des ebenen Landes. Blühe-zeit. März und April. Fruchtreife bei uns der Herbst.

Eigenschaften. Man hat sich über die Eigenschaften des Taxus lange nicht einigen können, dennwährend Viele, namentlich ältere Arzte und Naturforscher ')', behaupteten, alle Thcile des Baumes, sogarder Schalten desselben seien giftig, wollten Andere durchaus gar nichts von Giftigkeit der Eibe wissen.Auch hier liegt, wie gewöhnlich, die Wahrheit in der Mitte. Wahrscheinlich sind nur allein die Blättergiftig, aber diese sind es aueb ganz entschieden. Vielleicht liegt die Verschiedenheit in diesen Angaben ander bis jetzt noch nicht gehörig erforschten Verschiedenheit" der Individuen dieses Baums, nach Standort,Boden, Clima etc. So erinnern wir uns nn den bei Berlin wachsenden Exemplaren desselben keine auffallen-den Eigenschaften durch Geschmack und Gerucli wahrgenommen'zu haben, während die Bäume in Wörlilz,Dessau und am Harz sich durch Blätter auszeichneten, die bei längerem Kauen einen höchst unangenehmen, bitten»und selbst etwas scharfen Geschmack entwickelten. Dieser fehlt den Früchten, denn ihre fleischige Hülleschmeckt sülslich, wenngleich etwas widerlich', und hat dadurch schon öfters'Kinder züni'Genusse angelockt.

Die Wirkung der Taxusblätler wird von 'Orfila' 2 ) als eine narkotische bezeichnet. In kleinerGabe wirken sie bei Menschen unbedeutend, in gröfscrer dagegen erzeugen sie Schwindel, Beängstigung,Durst und Trockenheit im Halse;"'Übelkeit lind endlich Erbrechen. Ganz speeifrsek scheinen sie auf das Ner-ven- und Gefäfssystem des Unterleibes zu wirken, denn man hat auch Durchfall, Stuhlzwang, llarnstrengeund besonders bei Frauen eine Aufregung der Gebärmutter dadurch -entstehen geschert. Auf der Haut äufsertsich die Wirkung derselben öfters durch 'mannigfaltige Ausschläge. Der Tod erfolgt unter ("onvulsionen undLähmung, und die Leichen zeigen sehr schnell Verwesung. Überhaupt ist wohl die Ähnlichkeit in den Wir-kungen mit den, auch botanisch verwandten, Sadebaumhlällcrn, welche Hufeland ') annimmt, nicht zu ver-kennen. Auch bei Thiercn ist jetzt die entschiedene Giftigkeit anerkannt. Sie sollen sich anfangs wohldabei befinden und mit besonderer Begierde von den Blättern fressen.- Alsbald gerathen sie aber in Zuckun-gen und sterben in kurzer Zeit. Gmclin "*) führt schon Beispiele gering an. Uns selbst erzählte der HerrIlofgärtner Sclioch in Wörlitz, dafs in Dessau den Franzosen zweimal (im Jahre 1806 und dann wiederbei ihrem letzten Besuche) eine Menge Pferde gefallen seien. Die Tbiere wurden im Lustgarten, ungeachtetder Warnung der Bürger, an die Taxuslrccken gebunden, frassen von den jungen Zweigen, fielen nieder undblieben auf der Stelle todt. Wiederkäuenden Thiercn sollen sie nicht schaden (?). Nach Bor khausenfressen Schaafe, Ziegen und Kühe die Blätter gern und sollen sogar viel Milch danach geben. Indessen istdem nicht zu trauen, und es ist Pfeils EiTahning: dafs das Wild, welches sonst gern von Nadelhölzernnascht, das einladende Taxusgrün unberührt läfst 5 ). Auch 'in einer Anmerkung bei Orfila wird die vergif-tende Einwirkung auf Rindvieh durch Beispiele belegt. Ob auch die Früchte giftig wirken, ist noch nicht

so ausgemacht. Gmclin führt Fälle dafür und dawider an 6 ).

Herr Ho fg. Seh och,

in dessen Nähe vor

Dattph III. 815, - -) Smith Fl. Graec. F. II. p. 265. - ") Mirbel a. ,. O. SpSrW, von uns eingezogenenNachricht«*_ zufolge (J. H. Zig ra Tabell, Uebers. d. in d. mildern d. Ostsee-Provinzen befindlichen Baumarten)käme du. Erbe noch m verschiede,,,., Gegenden Kur- und LitfU-J. in ansehnlicher Stürke, sogar noch auD der Insel Oesel,doch bestimmt nicht mehr hei Petersburg vor.

') Z. B. Plinius II. ed. Bull. T. I. Lib. XVI. C. XX. [Sunt, um et taxica hinc adpellala dicant venena. ouaenunc toxica d.c.mus. Plin. /. e.]. - Dioscorid. L. IV. C. 80. - =) Übers, v. Kühn //. 169. - ») Pflanzengiftep. 495. -*) Annale» Bd. I.S.U9.- ") Sechstel« behauptet das Gcgentheil. *) tfÄ ÖorHansen ForiiU S 779.