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1 (1834) Phanerogamen
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Oenantiie Fistulosa.

wie dem meisten Hornvieh und Schweinen, ein Gift, dagegen sollen ihn die Ziegen, und namentlich dieSchaafe, ohne Nachlhcil fressen *).

Anwendung. Für die Heilkunde ist der Schierling, obgleich Manche sich gegen seine Anwendungaufgelehnt haben, nicht unwichtig. Man hat ihn mit Erfolg innerlich im Pulver zu 4 6 Gr. und im Extracteu l2 Gr. und mehr, und in Form des ausgeprefsten Saftes Theelöffel- bis Efslöffelweise gegen Skrofeln,Verhärtungen, Drüsengeschwülste, selbst bei Krebs, bei hartnäckiger Gicht und beim Stickhusten, und äufser-lich in Form von Umschlägen, Bädern, Pflastern und Kräuterkissen gegen ähnliche Uebel gebraucht.

Gegenmittel. Als solche gelten die bei der Behandlung der narkotischen Vergiftungen im Allge-meinen angeführten Mittel (s. S. 7.).

Erklärung der fünf und zwanzigsten Kupfertafel

Ein oberer Zweig, ein Wurzelblatt und eine Wurzel, in nat. Gr. Fig. 1. Eine ausgebreiteteZwitter-, und 2. Eine ausgebreitete' weibliche Blume, vergröfsert. 3. Ein unaufgesprungenes Slaubgcfäfsvon der hintern, und 4. von der vordem Seile, so wie 5. von der Seite gesehen, und 6. eines mit aufge-sprungenem Staubbeutel von der Seite gesehen. 7. Ein Stempel mit der Honigdrüse. 8. Derselbe derLänge nach durchschnitten. 9. Die beiden Fruchtknoten (a. a.) der Länge nach durchschnitten, woran6chon der Embryo (b. b.) ausgebildet ist. 10. Die beiden Achcnen noch am Sainenträgcr hängend (nat.Gr.). 11. Der Samenträger mit einer Achene (vergr). 12. Eine Achene besonders dargestellt, vonder Fugenseite. 13. Dieselbe der Quere nach durchschnitten. 14. 15. Zwei keimende Samen, wo dieCotyledonen noch in der nach der Länge gespaltenen Achene sitzen. 16. Ein junges Pilänzcken mit denbeiden Cotyledonen. 17. Ein Pflänzcken mit den Cotyledonen und den beiden ersten Blättern.

OENANTUE. Rebendolde.

(PENTANDRIA DIGYNIA.)

Frucht (Doppelachene) oval-länglich oder krciselförmig, mit dem bleibenden Kelche und den Grif-feln gekrönt. Achcnen ovallänglich, halbkreiselförmig, an der Spitze gezähnt. Scitenreifcn randständig.Fruchthalt er fehlend. {Hülle wenigblättrig oder fehlend. Blumen oft strahlend.)

OENANTUE FISTULOSA. Rührige Rebendolde.

Wasserfilipendel, Tropfvvurz, Wassersteinbrech, Drüswurz. I/ölJ. Druivebloem. Dan. Tand-steenbrek. Engl. The watcr-drop-worl; wild parsley. Iranz. Oenanthc; Filipcndule aquatique,Persil de marais.

Synon. Oenanthc fistulosa. Linn. Spec. plant, cd. 2. I. p. 365. Willd. spec. plant. T. I.

P. II. p. 1440. Spreng. Syst, vegetab. Vol. I. p. 889. Römer et Schultes Syst. veg.

Vol. VI. p- 418. Hayne und Dreves Bilderbuch Bd. III. tab. 26. Roth Flor. Germ.

T. II. P. I. P- 326. Roth Enum. P. I. sect. 1. p. 948. Mert. und Koch Deutschi. Fl. Bd. II.

S. 413. Gmclin Bad. I. p. 675. Host Synopsis p. 159. Pollich Palat. n. 390. Schultes

Oestr. Fl. II. n. 1094. Schkuhr Handb. I. p. 208. tab. 70. Vest Manuale p. 811. Fl. Dan.

tab. 846. Oenanlhe. Rivin. Pentap. irreg. tab. 66. Oenanthe aquatica repens. Camerar. Epit.

p, 611. Oenanthe aquatica. Lobel Icon. I. pag. 731. fig. int.; Ejusd. hist. p. 421. Oenanthe sive

von den andern einheimischen auf dem Lande wachsenden Dolden, wie Aethusa Cjnapium, Chcterophyllum sylvestr*Chaerophyllum bulbosum, Chaerophyllum temulum unterscheiden.

) TJcber d. Wirkung s. besonders Richter Arzneimittell. Bd. IL S.761. Gmelin Gesch. d. Pflanzeng. J.598.