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1 (1834) Phanerogamen
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Sumpf-Porst.

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In Sibirien bis Kamtschatka ist er gleichfalls 1 ). Standort. Sümpfe und Brüche, besonders Torfmoore.wo er ganze Gebüsche bildet. Blühe zeit. Mai und Juni.

Eigenschaften. Alle Thcile des Gewächses zeigen einen cigcnthümlichen, widerlichen,' betäuben-den Geruch, besonders zur Blüthezeit, und eigenlhümlichen, etwas bittern Geschmack, der von einemätherischen Öl und dem Harz abzuhängen scheint. Die Bestandteile der Blätter sind nach Meifsner.*):ätherisches Öl 7.80; Chlorophyll 57,00; Hartharz 37,50; eisengrünender Gerbestoff mit saurem-äpfelsauremund essigsaurem Kali und Kalk 21,00; unkrystallisirbarer Zucker 15,00; brauner Färbestoff mit saurem -äpfel-saurem Kali und Kalk 23,00; Gummi (durch Wasser ausgezogen) 30,50; Gummi (durch Ätzlauge erhalten)156,00; Extractivstoff 34,00; Ulmin 20,00; Faser 55,00; Feuchtigkeit 30,00.

Wirkung. Der Kienpost ergreift besonders das Nervensystem und erregt alle Zufälle einer narko-tischen Vergiftung, namentlich Kopfweh, Schwindel, Betäubung, Übelkeit und sogar Erweiterung der Pu-pille *) ^ as Rindvieh und die Ziegen verschmähen ihn. Auch von Wanzen, Läusen und Flöhen wird ernicht vertragen und kann daher zu ihrer Vertreibung benutzt werden. Die Bienen dagegen sollen ihn liebenund in die Körbe gehen, wenn man sie mit Porst eingerieben hat. Dem Biere thcilt er eine sehr berau-schende Kraft mit, doch entstehen nach dem anhaltenden Genüsse eines solchen Bieres nachtheilige Folgen.

Anwendung. Linne und Westring«) brachten ihn in Schweden als Heilmittel in Ruf. Man kannihn im Pulver zu 5 8 Gran und im Aufgufs zu \ Dr. reichen. Innerlich hat man ihn gegen Keuch-husten, Wechselfieber, chronische Hautausschläge, selbst Aussatz und gegen atonische Gicht; äufserlich (inWaschungen) gegen Hautausschläge empfohlen. Die Russen sollen aus den mit Birkenrinde vermischtenBlättern einen Theer bereiten, womit sie die Juchten bestreichen.

Gegenmittel. Es wird keine andere geben können als die, welcher man sich gegen narkotischeVergiftungen überhaupt bedient.

Erklärung

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i und zwanzigsten Kupfertafel.

Das ganze Gewächs. Fig. 1. Eine ausgebreitete Blumenkrone (etwas vergr.). 2. Der Kelch mitden Staubgefäfscn und dem Stempel (nat. Gr.). 3, Der Stempel mit dem Kelche und der Honigdrüse (a)(vergr.). 4. Der obere Theil des Griffels mit der Narbe (stark vergr.). 5. Der Fruchtknoten der Quereund 6. der Länge nach durchschnitten (vergr.). 7. Der obere Theil eines unaufgesprungenen Staubgelafsesvon der hintern, und 8. von der vordem Seite gesehen. 9. Ein ganzes Staubgefäfs mit aufgesprungenemStaubbeutel. 10. Eine unaufgesprungene Kapsel (nat. Gr.). 11. Eine aufgesprungene Kapsel (sehr starkvergr ). 12. Eine Kapsel der Quere nach durchschnitten (stark vergr.). 13. Die Saamenträgcr mit ei-nigen darauf sitzenden Saamen und dem Kelche. 14. Ein einzelner Saamenträgcr. 15. Mehrere Eichen vonverschiedener Gröfsc. 16. Zwei Saamen in nat. Gr. 17. Ein Saamc (vergr.). 18. Ein Saame (micro-skopisch vergr.). 19. Derselbe der Quere, und 20. der Länge nach durchschnitten, mit dem Embryo (a).

COMPOSITAE Juss. und aller Schriftsteller.Zusammengesetztblumige.

Blumen meist mehrere auf einem gemeinschaftlichen Befruchtungsboden und von einer mehrblättrigenoder aus mehreren Schuppen bestehenden Hülle eingeschlossen. Hauptnerven der Röhrenblumen mit den Kro-nenzipfeln wcchselsweis. - Kelch überständig, aus Zähnchen, Haaren oder Schuppen bestehend oder 0. Staub-

M Pall Reh III S 287; Gmel. Fl. Üb. T. IV. p. 127. - *) Berlin. Jahrb. d. Pharm. Jahrg. XXVIII.' ' U 23. H. 2. S. 500. - 3 ) Jacq. Collect. Bot. Bd. IL S. 45. -) Dissert . dt

Abth. 2. S. 170; Brande» Jrch. BdLedo. Upsal. 1776.

de

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