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Ledum Palustre.LEDUM PALUSTRE. Sumpf-Porst.
Porsch, Sumpfporsch, Post, Postkraut, Tannenpost, Kienpost, Kienrost, Kiriepost, Kühnpost, wilderRosmarin, weifse Heide, Hartheide, Bienenheide, Bienkraut, Heidebienenkraut, Heidmisch, Bienenkraut,Zeitbeide, Schwabenkraut, Mottenkraut, Wanzenkraut, Läusekraut, Mutterkraut, Gränze, Saugrünze,Sautanne, Gichttanne, Moorrosmarin, Bauerkraut, Schweinepost, Postkraut. — Franz. Lcdicr de marais.Ital. Ledo. Engl. The marsh ledum, tlie wild rosemary. Schrved. Squatram.
Synonym. Ledum palustre. Linn. Syst. veg. ed. IL p. 561. — Linn. Syst. pl. ed. Reich.P. II. p. 289. — Houtt. Linn. Pßs. III. p. 552. — Fl. Läpp. p. 160. — Fl. Suec. II. n. 340. — Willd.Spee. plant. T. II. p. 602. — Hayne Arzn. III. n. 21. — Ilayne, Brandt, Ratzeburg Darstellungd. Pflanzen d. neuen Prcufs. Pharmac. Lp. 28. — Spreng. Syst. veg. Vol. IL p. 315. — Roth Fl.Germ. T. I. p. 182. T. IL P. L p. 465. — Hoffm. Deutschl. Flor. P. I. p. 142. — Ledum Rosmarinifolio. Buxb. Halcns. p. 182. — Rupp. Jen. p. 126. — Cistus Ledon foliis Rosmarini ferrugineis. C. Bauh.pin. p. 467. — Rosmarinus sylvestris quorundam. J. Bauh. liist. 2. p. 23. — Rosmarinuni sylvestre.Ca ine rar. epit. p. 546.
Wesentlicher Charakter. Blätter lanzett-linicnförmig, am Rande zurückgerollt, auf der Unter-seite rostfarbig - filzig.
Beschreibung. Wurzel ästig, holzig, mit mehreren Wurzelfasern, rothbraun. — Stengel strauch-artig, 2 — 4' hoch, verschwindend, unten zwei- oder dreilheilig, alsdann sprossend, mit einem rothbraunen,später ins Graue übergehenden Oberhautchen. — Blätter kurz gestielt, zerstreut, lederartig, immergrün,lanzett-linienförmig, stumpf, am Rande zurückgerollt, adrig, auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite rost-farbig-filzig. — Blumen lang gestielt, vor und nach dem Blühen überhangend, während des lilühens auf-recht, in einer gipfelstäudigen, vielblumigcn, einfachen Doldentraube. Blumenstiele fadenförmig, zottig. —Kelch 5-spaltig, klein, bleibend, mit stumpflichen Zipfeln. — Blumenkrone fünfblättrig, weifs. Kronen-blätter umgekehrt - eirund und umgekehrt - eirund • länglich, ausgebreitet, in der Mitte etwas vertieft, amRande, besonders gegen die Spitze hin, sehr schwach und ungleich gekerbt. — Staubgefäfse 10. Staub-fäden fadenförmig, abwärtsstehend, etwas länger als die Blumenkrone, abwechselnd kürzer, am Grunde et-was breiter und fein gewimpert. Staubbeutel länglich, aufrecht, zweifächrig, an der Spitze durch zweiLöcher aufspringend. — Stempel: Fruchtknoten fast rundlich, oben stumpf-spitzig, und sowohl gegen dieSpitze als gegen die Basis etwas eingezogen; an der Basis von einem drüsigen Ringe (Fig. 3a.) umgeben,auf der Oberfläche mit kleinen Drüsenhöckcrchen besetzt, fünffächerig, vieleiig. Eichen länglich. Griffelfadenförmig, etwas schief, kürzer als die Staubgefäfse. Narbe stumpf, zuweilen fast unvollkommen fünf-lappig, nur wenig den Griffel überragend. — Frucht: Kapsel länglich, in der Mitte etwas bauchig, fünf-fäclirig, fiinfklappig, von der Basis aufspringend. Scheidewände von den nach innen geschlagenen Klappen-rändern gebildet und daher sich in zwei Theile trennend. — Saamen klein, zahlreich, walzenförmig-länglich,stumpf-zugespitzt, von einer häutigen, netzförmig-adrigen Saamendccke eingeschlossen. Saamcntrüger 5,an einem mittelständigcn Säulchen mittelst eines häutigen Plättchens befestigt, aber nur bis etwas über dieMitte des Säulchens sich erstreckend. Eiweifs reichlich. Embryo mitten im Eiwcifskörper.
Vaterland. Der Kienpost findet sich in den südlichem Ländern Europas nicht, selbst nicht in derSchweiz, zunächst trifft man ihn einzeln im Elsafs') und Baden 2 ), dann in manchen anderen GegendenDeutschlands, Böhmens, Schlesiens ') und Dänemarks 4 ). Häufig ist er in Schweden und geht bis Lappland 5 )-
In
') Duty Botan. Gall. p. 319. — ') Gmcl. Bad. 11. p. 202. — ') Host. Fl. Justr. p. 492.; Haenke inJacq. Coli. II. p. 4-2. — ♦) Fl. Van. a. a. O. — 5 ) Hartm. Scandin. Fl. 167.; Wahlenb. Lavp. v. 103.