Gemeine Schwalbenwurz.CYNANCHUM VINCETOXICUM. Gemeine Schwalbenwurz.
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Gift wende, Gift würz, St. Lorenzkraut, Deutsche Contrayerve — Franz. Le dompte-venin; TherbeSt. Laurent. — Engl. The common, white-flowering swallow-wort. — Ital. Vintossico. — Span. Ven-cetosigo. — Port. Vincetoxico. — Holl. Tegen giftige Zydevougt, Zwaluw - Wortel.
Synonym. Cynanchum Vincetoxicum. R. Brown Transact. of the IVerneriaii Society I.p. 47. — Ait. Hort. Kern. cd. 2. Fol. II. p. 77. — Hayne Arzneigew. Bd. VI. n. 30. t. 30. — Römeret Schult. Syst. Feg. Vol. VI. p. 102. — Roth Enum. P. I. sect. I. p. 679. — Mert. u. KochDeutscht. FL Bd. II. S. 290. — Spreng. Syst. veg. Vol. I. p. 852. — Vincetoxicum vulgare. BesserGalic. n. 292. — Schult. Östr. Fl. I. (cd. 2.J p. 437. — Vincetoxicum officinale. Mönch method.p. 714. — Asclepias Vincetoxicum. Linn. Syst. veg. cd. II. p. 314. — Willd. Spec. plant. T. I. P. II.p. 1268. — Gmelin Bad. n. 363. — Pollich palat. n. 242. — Schkuhr Handb. I. p. 169. tob. 55. —Scop. Carn. 2. n. 275. — Sturm Deutscht. Fl. I. fasc. 9. — Asclepias. Tabernaemont. Kraut erb.v. 1105. — Vincetoxicum. Dodon. Pcmpt. p. 407. — Vincetoxicum multis floribus albicantibus.J. Bauh. Ilist. 2. p. 138.
Wesentlicher Charakter. Stengel aufrecht. Blumenkrone unbärtig. Die einzelnen Blumenstiel-chen der einfachen Dolden dreimal länger als der Hauptblumenstiel. Die Nebenkrone 5-lappig.
Beschreibung. Wurzel mehrjährig, fast mehr oder weniger senkrecht. TVurzclstocl: höckerig,fast abgebissen. JVurzelfasern zahlreich, verschieden gebogen, fast wagerecht. — Stengel krautartig, auf-recht, einfach, slielrund, fast kahl oder schwach weichhaarig, 1 — 2' und darüber hoch; die Jüngern weich-haarig. — Blätter gegenüberstehend, ziemlich kurz gestielt, an der Basis herzförmig, eirund, herzförmig-eirund, oder, namentlich die untersten, herzförmig, am Rande fein-wimperig, oberhalb kahl, unterhalb blasser,an den Blattstielen und Mittelrippen fein-weiehhaarig. — Blumen nach Honigwaben riechend, in blattachsel-und blaüachselgipfelsländigen, langgestieltcn, wechselswcis stehenden, einzelnen oder gepaarten, einfachen,meist sprossenden Dolden, kürzer als die Blätter. — Kelch einblättrig, fünftheilig, bleibend, kahl. Zipfellanzettförmig, spitzig, f so lang als die Kronenzipfel. — Blumenkroue einblättrig, fast radförmig, zuweilenstatt 5-, 4 - theilig, gclblichweifs; Zipfel eirund-länglich, stumpflich. — Nebenkrone (Nectarium der mei-sten Schriftsteller) ein 5-lappiger, an der Basis Honig absondernder, gelblich-weifser Kranz; die Lappenoben abgerundet, stumpf-zugespitzt, auf der Innenseite gewölbt, auf der äufsern fast eben. — Staubgc-fäfsc. Staubfäden 5, an der Basis unter sich und mit der Nebenkrone verwachsen, ziemlich breit, überder Basis frei, mit ihrer gekrümmten, häutig gesäumten Spitze über der Narbe liegend, Staubbeutel häutig,länglich, gedoppelt, den Staubfäden an der Seite angeheftet, am Rande schwach gesäumt. Staubmassenlänglich, schon in den Knospen je zwei von zwei verschiedenen, nebeneinander liegenden Slaubfäden mitihrem obern Ende einem, an einem schwarzbraunen, knorpligen, zweigeteilten, länglichen, der Ecke der Narbeanhängenden Körperchen befestigten, fadenförmigen Fortsatz sich anheftend, und aus einem auf der Aufscnflächegyrirlen, die Pollcnkörperchen (Blumonstaub) enthaltenden Schlauche bestehend. — Blumenstaub *) anfangs,(bei der Knospe) oval, aber später (in der aufgeblühten oder aufblühenden Blume) noch in der Antbere nachdem Zerreifsen seiner äufseren Haut (?)an dem die eigentlichen Pollcnkörnchen enthaltendem Ende (Fig. 11**a.)verdickt, am andern geschwänzt und verdünnt. — Stempel. Fruchtknoten 2, eiförmig, cinfächrig, viel-ciig. Eichen an einem wandständigen Träger. Griffel 2, pfriemförmig, einander genähert. Narbe beidenGriffeln gemeinschaftlich, schildförmig, fünfeckig, im Mittelpunkte genabelt, von den gesäumten Spitzen derStaubfäden theilweis bedeckt, so dafs sie als 5-shahligcr Stern erscheint, an dessen Enden die braunen
*) Über den Blumenstaub der Äsclepiadeen s. d. schönen Beobachtungen v. Ehrenberg, Linnaea Bd. IV. P- M.