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1 (1834) Phanerogamen
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Cynanchum Vincetoxicum.

Ausdünstung, und eine andere nach dem Genüsse von Braten gestorben sein, der an einem aus Oleanderholzbereiteten Bratspiefs gebraten wurde*)

Anwendung. Der Oleander wird in der Heilkunde wenig gebraucht. Dioscorides empfahl ihnmit Raute gegen den Schlangenbifs. In Italien bedient man sich noch jetzt der Abkochung als Waschmittelgegen die Krätze.

Gegenmittel. Da der Oleander seinen Wirkungen nach zu den narkotisch-scharfen Mitteln ge-hört, so wird auch die Behandlung einer Vergiftung damit darnach eingerichtet werden müssen.

Erklärung der zwanzigsten Kupfertafel.

Ein blühender Zweig des Gewächses in natürlicher Gröfse. Fig. 1. Ein Kelch (etwas vergr.).2. Eine Blumenkrone ausgebreitet mit den Staubgefäfsen (nat. Gr.). 3. Ein Staubgefäfs von der hintern,und 4. von der vordem Seite gesehen, und 5. ein aufgesprungenes (vergröfsert). Ein Staubgefäfs von derSeite gesehen, mit dem Häkchen (a) (etwas vergr.). 7. Ein Staubkölbchen der Quere nach durch-schnitten. 8. Der Stempel mit vier in natürlicher Lage sich befindenden Staubgefäfsen umgeben (etwasvergr.) 9. Der Stempel noch stärker vergröfsert, mit einem Staubgefäfs, welches mit seinem Häkchender ringförmigen Vertiefung der Narbe anliegt. 10. Die Narbe halb von oben gesehen. 11. Der Fruchtknotender Länge, und 12. der Quere nach durchschnitten (vergr.). 13. Der Blumenstaub (vergr.). 14. Eineunaufgesprungene, unreife, und 15. eine aufgesprungene, reife Balgkapsel (nat. Gr.).' 16. Ein Saame(vergr.). 17. Ein der Quere, und 18. ein der Länge nach durchschnittener Saame (vergr.). 19. DerEmbryo (nat. Gr.) und 20. derselbe vergröfsert. 21. Ein keimender Saame. 22. Ein junges Pilänzchcnblofs noch mit den Cotyledonen, und 23. ein Pflänzchen mit den Cotyledonen und den ersten Blättern(natürliche Gröfse).

ASCLEPIADEAE. R.Brown.Asclepiadeen.

Kelch (äufsere Geschlechtshüllc) 6-theilig, unterständig, bleibend. Blumenkrone einblättrig, rc-gelmäfsig, 5-tbeilig, mit meist ziegeldachförmiger Ästivation. Staubgefäfse 5, auf der Blumenkrone ste-hend, mit den Zipfeln derselben wechselsweis. Staubbeutel meist 2-fächrig, seltener fast 4-fäcbrig. DieBlumcnstaubmassen an die 5 Fortsätze der Narbe geheftet. Fruchtknoten 2. Griffel 2. Narbe

beiden Griffeln gemeinschaftlich, erweitert, fünfeckig, die Ecken derselben eigene Körperchen tragend. __

Frucht: Balgkapscl 2 oder durch Fehlschlagen 1. Saamcn zahlreich, hängend, am Nabclende oft miteinem Haarscbopfe. Eiweifs dünn. Embryo gerade. Cotyledonen blättrig. TVürzelchcn nach obengerichtet.

C Y N A N C II U M. Schwalbenwurz.

(PENTANDRIA DIGYNIA.)

Blumenkrone radförmig, fünftheilig. Staubgefäfskranz einblättrig, 6____20-lappig. __

Staubbeutel am Ende häutig. Staubmassen hängend. Saamcn mit einem Haarschopf.

*) Ähnliche Wirkungen wie der Oleander soll das ebenfalls in Gärten, doch seltener, vorkommende IVeriumodorum haben. Es unterscheidet sich vom gewöhnlichen Oleander durch die wohlriechenden Blumen, deren Nobcn-kronenblätter vielspaltig sind und an den Spitzen fadenförmig enden.