Druckschrift 
1 (1834) Phanerogamen
Entstehung
Seite
82
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

82

Solanum Nigbujt.

pin.p. 166. S. sativum prlmum. Tabern. Kräuterb. S. 973. ß) villosum (e) die zottige M. u. K.).S. villosum. Hayne Arzn. IL no. 41. Roth Enum. I. 1. S. 688. Schlecht. Bcrol I. 139.Brandt Bcrol. p. 83. Spreng. Syst. vcg. I. 680. S. officinarum acinis luteis. C. Bauh. pin.p. 166. S. ramis teretibus, foliis et flor. villosis, baccis luteis. Zinn Goett. p. 262. S. annuum,hirsutius, baccis luteis. Hall. Goctt.p. 212. 7) melanocerasum (ß) die stachelicht -höckerige M. u. K.).S. melanocerasum. Hayne a. a. O. S. Judaicum (?). Roth Enum. I. 1. S. 687. no. 3. SchuttesOcstr. Fl. 2. no. 869. Link Enum. hört. Berol. 1. 183. 6) miniatum (7) die rothbecrigeN. u. K.)S. miniatum. Hayne a. a. O. Roth Enum. I. 1. 689. S. flavum. Spreng. Syst. Feg. I. 680.S. rubrum. Lumuitz. Fl. Poson. n. 226. Bernh. in Willd. Enum. I. p. 236. Schultes Oestr.Fl. 2. no. 872." e) humile (s) die gelb - grünbecrige M. u. K.). S. humilc. Hayne a. a. O. Bernh.in Willd. Enum. 236. Roth Enum. I. 1. 688. no. 5. Schultes Ocstr. Fl. 2. no. 873. STqvxvotfiaviv.oq. Dioscorid. *)

Wesentlicher Character. Stengel unbewaffnet, kraulartig. Blätter gezähnt - eckig, eirund. Trau-ben doldenartig, lang gestielt, vielblumig.

Beschreibung. Wurzel senkrecht, oder anfangs schief, alsdann senkrecht, gelblich - braun, meh-rere Äste und sehr viele Wurzclfasern austreibend. Stengel krautartig, aufrecht, oder, wie bei e) ge-streckt, ästig, fast bräunlich-grün; Aste zweischneidig -stielrund, glatt, kahl, oder, wie bei ß), stielrund kurz-haarig, oder, wie bei <y) und t) eckig, stachlicht-höckerig, fast kahl, oder, wie bei s) eckig, stachlicbt, hök~kerig, gestriegelt - weichhaarig. Blätter gestielt, wechsclsweis, den jungen Ästchen gegenüberstehend,eirund, gezähnt - eckig, kahl oder fast kahl, oder, wie bei ß), zottig-weichhaarig, oder wie bei s) ausgeschweift,ziemlich kahl, oder, wie bei e) die untern ausgeschweift, die obern ganzrandig. Blumen in überhangenden,lauggestielten, bald einzeln am Stengel, bald zwischen den Blattachseln stehenden, fast doldenartigen, vierscchsblumigcn Trauben. Kelch einblättrig, fünfspaltig, bleibend mit spitzigen Zipfeln. Blumenkroneeinblättrig, radförmig. Röhre sehr kurz, gelblich. Rand tief fünfspaltig, flach ausgebreitet, weifs, mit lan-zettförmigen, spitzigen, am Rande fein gewimperten, etwas zurückgeschlagenen Zipfeln. Staubgcfäfsefünf, in einem Cylinder aneinanderliegend und den Stempel umgebend, kürzer als die Blumenkronenzipfelund mit denselben wechselsweis stehend. Staubfäden am obern Rande der Röhre befestigt, breit, kaumhalb so lang wie die Staubkölbchen, zottig. Staubkölbchen gelb, länglich, am untern Ende mit drei abge-rundeten, kleinen Spitzen, auf der Aufsenfläche mit einer schwach vertieften, mittleren Längsfurche, auf derInnenfläche mit einer ähnlichen, aber tieferen, an deren unteren Ende sich der Staubfaden einschiebt, undmit zwei seillichen, etwas erhabnen Nähten, welche oben bis ein Viertel ihrer Länge aufreifsen und so zweibirnförmige Löcher bilden. Bcfruchtungsstaub fast kugelrund. Stempel: Fruchtknoten rundlich, glatt,mit zwei undeutlichen Längsfurchen. Griffel fadenförmig, fast doppelt so lang wie der Fruchtknoten, ander untern Hälfte bauchig, zottig. Narbe rundlich, mit einem seitlichen Einschnitt, chagrinirt. Frucht:Beere fleischig, kugelrund, mit einem Punkte, der Spur des Griffels, gekrönt, zweifächrig, vielsamig, schwarz,oder, wie bei ß), saffrangclb, oder, wie bei 0) roth, oder, wie bei e) gelblich - grün. Fleisch mit wäfsri-gem Safte Samen fast eiförmig, zusammengedrückt, glatt, weifs, unterhalb der Spitze mit einer kleinen

*)Dafs die angeführten Varietäten wirklich nur Varietäten sind, beweisen die Übergänge von der einen zur andern(s. besonders Mcrtens u. Koch a. a. O.), denn Schlecht cndal (Fl. Bcrol I. 140J fand die Villosität nach dembessern oder schlechtem Boden abändernd, und der Moschusgeruch, welchen Link an S. melanocerasum beobachtete,ist von Schlcchtendal auch an S. nigra., und von Hayne (a. a. O. no. 41.) nicht allein an S. villosum, sondernauch an S. miniatum bemerkt worden. Die Farbe der Beeren ist so veränderlich, dafs sie Hagenbach (.Flor. Basil.I. 1-jO.) an einer und derselben Pflauze roth und schwarz fand. Gelblich-gTÜne Beeren sahen wir selbst an der Var. a),wclclie gewöhnlich schwarze Beeren bat.