Solanum NiGRUjr. Schwarzer Nachtschatten.
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jene Art zugestutzte wahre Alraunwurzeln verkauft, sondern Wurzeln von Zaunrüben u. s. f. — Die Hexenrieben sich eine aus inehrern narkotischen Kräutern bereitete Salbe, worunter auch Alraun war, ein, um sichin einen aufgeregten Zustand zu versetzen. In Indien soll man sich des Alrauns zu Bähungen und als nar-kotischen Mittels bedienen *) ').
Gegenmittel**). Da das Gewächs zu den narkotisch - scharfen Giften gehört, so wird auch bei Ver-giftungsfällen ein dafür geeignetes Verfahren einzuleiten sein.
Erklärung der achtzehnten Kupfertafel.
Fig. A. Ein kleineres Individuum des ganzen Gewächses aus den Gewächshäusern des Herrn Bouche,(nat. Gr.), und Fig. B. der untere Theil der Hauptwurzel desselben. — Fig. C. Ein einjähriges Pflänzchen.1. Eine ausgebreitete Blumenkrone mit den aufgesprungenen Staubgefäfsen und dem auf dem obern Theil desBlumenstiels (a) sitzenden Stempel. — 2. Die Lage der Staubgefäfse und des Stempels in der Knospe. —3. Der Kelch ausgebreitet. — 4. Ein unaufgesprungenes Staubgefäfs von der hintern, 5. und 6. zwei aufge-sprungene von der vordem Seite gesehen, (etwas vergr.). — 7. Ein Staubbeutel quer durchschnitten, (vergr.). —8. Blumenstaub, (stark vergr.). — 9. Die Narbe mit dem obern Ende des Griffels, (vergr.). — 10. Ein Frucht-knoten längs u. 11. quer durchschnitten, (vergr.). — 12. Mehrere einzelne Eichen, (vergr.). — Sammtlichcvorige Figuren nach der Natur gezeichnet. — Fig. 13. Die reife Beere, fast um die Hälfte verkleinert. —14. Dieselbe quer durchschnitten. — 15. 16. Zwei Samen von verschiedenen Seiten, so wie 17. einer derselbender Quere, und 18. der Lauge nach durchschnitten. Die letztern von Fig. 13. an, nach Gaertncr a. a. O.
Solanum. Nachtschatten.
Blumenkronc radförmig.Loche aufspringend,
Beere: zwei-
SOLANUM
(PE3NTANDRIA MONOGYNIA).
Staubbeutel fast zusammengewachsen, an der Spitze jederseits mit einem-vierfächrig, vielsamig. Samen glatt.
Schwarzer Nachtschatten.
Nachtschatten, gemeiner oder schwarzer Nachtschatten, Gartennachtschatten, Saukraut, Morsche, Bcr-
stebeer, Alpkraut. — HoJld. Zwarte nagtschade. — Dan. Soobär. — Schwcd. Hanslctsgräs. — Engl.
black nightschade. — Pohl. Psinki zele. Kiauluge. — Ungr. Eb Szölö. — Malabar. Nelen tsjunda. —
Japan. Tenka. — Franz. Morelle, Morelle, Morelle ä fruit noir, Morelle des jardins. — Jtal. Solano,
Solatro ncro. — Span. Hierba mora.
Synonym. Solanum nigram. Linn. Spec, plant, ed. 2. I. p. 266. — Linn. syst. pl. cd. Reich.
P. I. p. 514. — Houtt. Linn. Pfls. V. 684. — Willd. spec. pl. T. I. P. II. p. 1035. — Pers. Syn.
I. 224. — Roth Flor. germ. T. I. p. 95. T. H. P. I. p. 244. — Mert. u. Koch Deutschi. Fl. B. II.
S. 230. — Gaudin Fl. lieh. T. II. p. 130. — Wahlenberg Fl Succ. p. 142. — <x) vulgalum, (<*)
Die gemeine Mert. u. Koch). Solanum nigrum. Hayne Arzn. II. no. 40. — RothEnum. I. 1. .£686.—
Schlechtend. Fl. Der. I. 139. — Brandt. Fl. Ber. — Spreng. Syst. veg. I. 680. — Solanum foliis an-
gulosis undulatis, caule laevi. Hall. Goctting. p. 212. — Solanum officinarum acinis nigricanlibus. C. Bauh.
*) Über Anwd. s. Diose. a. a. O. Dodon a. a. O. Matthiol. a. a. O. Dalei Pliarmac. p. 170. Herbe-loth Bibl. Orient, p. 17. — Bocrli. Bist, plant, p. 511. — Casp. Hoffm. de medicam. Off. L. II. p. 140. undTabernaemont. a. a. O. Murray App. Med. Über die Mandragora überhaupt s. M. J. Thomasius de Man-dragora, von der Alraunwurzel. Leipz. 1655. 4.
') Mat. med. o/. Indostan by Wintelaw Ainslie; Journ. d. Chim. med. I. 296; Geig. Mag. XIII. 29.
**) Die Dudeim der Bibel (1. Mos. 30, 14), die man früher wohl ohne Grund für Mandragora hielt, sollnach Celsius (Hierobot. P. I. p. 20) Lotus cyrenaica (Rhamuus Lotus) [?] gewesen sein.