Europäische Erdscheibe.
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noch viel heftigere Stoffe (Scammonium, Euphorbium u. s. f.) kamen, und die man als eröffnendes und zer-theilendes Mittel gegen Verstopfungen, Wassersucht und Menostasien in den Unterleib einrieb *).
Gegenmittel. Die Behandlung einer etwauigen Vergiftung wird ganz den in der Einleitung s.S. 9. bei den scharfen oder entzündenden .Giften angegebenen Grundsätzen gemäfs eingerichtet werden müssen.
Erklärung der elften Kupfertafcl.
Das blühende, ganze Gewächs mit der Wurzel. — Fig. 1, 2. Blumen in verschiedenen Richtungenvon oben gesehen, besonders dargestellt (nat. Gr.). — 3. Ein Thcil einer Blumenkrone mit zwei derselbeneingefügten Staubgefäfsen (vergr.) — 4. Ein vom Kelch noch umgebener Fruchtknoten mit dem Griffel(vergr.) — 5. Ein Fruchtknoten ohne Griffel, der Länge, und 6. der Quere nach durchschnitten (vergr.). —7. Mehrere Eichen besonders dargestellt (vergr.). — 8. Ein unaufgcßprungcncs Slaubgefäfs von der innern,und 9. von der äufsern Seite gesehen (vergr.). — 10. Ein aufgesprungenes Staubkölbchen von der äufsern(vergr.), und 11. von der innern Seite gesehen (noch stärker vergr.). — 12. Ein Staubkölbchen der Längenacli, und 13. der Quere nacli durchschnitten (stark vergr.). — 14. Der Bcfruchtungsstaub (stark vergr.). —15. Eine reife, aufgesprungene Capsel. — 16. Die auf dem Samenlrägcr aufsitzenden Samen, unten noch voneinem Theile des Samengehäuses umgeben, und 17. Der Samenträger (vergr.). — 18. Zwei einzelne Samen(stark vergr.). — 19. Ein der Länge nach durchschnittener Same mit dem Embryo. — 20. Ein anderer(stark vergr.). — 21, 22. Zwei Embryonen (stark vergr.). — 23. Ein keimender Same, woran a. am Wur-zelende der sich bildende Knollen, und b. das theilweise noch im Samen (c) steckende Cotyledon-Ende zusehen ist. — 24. Ein junges Pflänzchen, woran der Cotyledon bereits aus dem Samen getreten, aber et-was nieder gebogen ist, das zweite Blatt hat sich etwas vergrößert — 25. Ein ähnliches mit aufrechtem Co-tyledon (die letzten 6 Figuren nach Mir bei in Ann. d. Mus. u. a. O.)
SCROPHULARINAE s. SCROFULARINAE R. Br.PERSONATAE Linn. SCROPIIULARIAE und PEDICULARES Juss. zum Theil.
Blumen zwitterlich. — Geschlechts hülle nnterständig, doppelt: Aujscrc: Kelch 4- — 5-spaltig oder 4------5-theilig, bleibend; Innere: Blumenkrone, einblättrig, unrcgclmäfsig, meist lippig, ab-fallend. — Staubgcfäfsc meist vier, seltener zwei oder fünf, meist von ungleicher Länge. — Frucht-knoten zweifächrig, selten scheinbar vierfächrig, vieleiig. — Griffel 1. — Narbe meist zweilappig. —Frucht meist eine zweifächrige, durch 2 — 4 Klappen oder durch Löcher aufspringende Kapsel, sehrselten eine Beere. Die Scheidewände der Kapsel entweder aus den nach innen gebogenen Klappenränderngebildet und dann aus doppelten Wänden, oder nur aus einer Wand bestehend, und entweder mit den Klap-pen parallel, oder denselben entgegen stehend nnd zweitheilig. — Samenträger meist axenständig, entwe-der mit der Scheidewand verwachsen oder bei der Fruchtreifc sich lösend. — Samen zahlreich; Ehveifsreichlich; Embryo gerade, mitten im Eiweifskörper. — Blätter oft gegenüberstehend. Blüthenstand ver-schieden. — Zeigen in chemischer Hinsicht keine Übereinstimmung, einige enthalten ein scharfes (Gratiola)oder narkotisches Prinzip (Digitalis), andere wirken adstringirend.
A. TET11ANTHEREAE.
Vier Staubgefäfsc Staubbeutel tragend.
*) Übet Anwendung s. auch Tabcrnacmontan. Kräiuerb. S. 452; Trajus a. a. O. und Matthiol. Comm.z. Diosc.