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1 (1834) Phanerogamen
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Alpen-Seidelbast.

nops P. I. p. 434. Spreng. Syst. vcg. Vol. IL p. 237. Hayne dendr. Fl. S. 50. Willd. Baumz.S. 124. Decand. ß. franc. Schult. Östr. fl. B. I. Roth Enum. P. I. scct. 2. p. 172. SturmDeutschi. Fl. I. faselt. Host Synops. />.214. Vcst manualc /j.628. Wulfen in Jacq. Collect. 3.p. 6. Lamarck Encycl. III. p. 421. Gouan Hl 27. Thymelaea foliis cllipticis etc. Hall. hei*, n1026. Thymelaea Candida. Scop, Carn. 2. n. 465. Chamelaea alpina incana Lobel Icon. I. p. 370.

Wesentlicher Character. Blätter jährig, lanzettförmig oder umgekehrt-cirund-lauzettförmig, unter-halb filzig. Blumen in wenigblumigen Büscheln. GeschlechUhülle mit seidenartig - weichhaariger Röhre undsehr spitzigen Zipfeln.

Beschreibung. Wurzel holzig, ästig. Stamm kleinstrauchig, einen bis anderthalb Fufs hoch,aufrecht, Tielästig, die Aste mit grau-gelb-brauner, fein querrissiger und längsrissiger, stcllcnwcis mit kleinenbräunlich - schwarzen Höckern versehener Oberhaut bedeckt. Knospen zerstreut, gipfelstäudig, dreieckig,am obern Ende stumpf, die Schuppen fast eiförmig - gewölbt, dachziegclförmig, je drei und drei in einer Reihe,seidenartig - filzig, entweder Blätter und Blumen zugleich, oder nur blätterbringend. Blattnarben, halbmondför-mig, fast wie bei D. Mczereum. -»» Blätter jährig, an den Enden der Zweige zerstreut, wechseis weisstehend,umgekehrt eirund, fast spat eiförmig, und dann zuweilen an der Spitze ausgerandet oder umgekehrt - eirund-lanzettförmig, und an der Spitze zugerundet, oder lanzettförmig, zugespitzt, ganz, ganzrandig, ziemlich kurzgestielt, die altern auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite filzig, |"lj" lang, die Jüngern auf beidenSeiten filzig - weichhaarig. Blattgefüge wie beim gemeinen Kellcrhals. Blumen in Büscheln. Büschelmeist vier-, zuweilen drei-., auch fünf-, seltener mehrblumig, an den Spitzen der Zweige, oder fast an denSpitzen der Zweige zur Seite der jungen Triebe, fast mit den Blättern zugleich hervortretend. Geschlcchts-hülle kurz gestielt, einblättrig, aus dem Trichterförmigen zum Präsentirtellcrförmigen hinneigend, gelblich-weifsoder weifs, wohlriechend, die Röhre walzenförmig, seidenartig-weichhaarig, Zipfel lanzettförmig, zugespitzt.Staubgefäfse acht, in doppelter Reihe: Staubfäden sehr kurz. StaubhbJbchcn länglich, zweifächrig.Stempel: Fruchtknoten länglich, kurz gestielt, halb so lang als die Geschlechtshülle, einfächrig, eineiig.IS'arbe kopfförmig. Frucht: Steinfrucht rundlich, sehr kurz gestielt, an der Spiize eingedrückt, miteinem kleinen, schwarzen Höckerchen, dem Reste des Griffels, fleischig, etwa 3'" hoch, scharlachroth, glän-zend, oben aber mit bräunlichen, seidenartigen Härchen. J\nfs einzeln, fast eiförmig, am obern Ende sehrstark zugespitzt, mitten in der Frucht, etwa 2"' lang, hängend, mit gelblich - grüner Schaalc. Cotylcdonendick, blättrig. JVürzclchcn nach oben gerichtet. Knöspchen klein.

Vaterland. Frankreich 1 ), die Schweiz"), Ostreich [Kärnlhcn, Friaul, Kroatien '), Siebenbürgen*)],und Griechenland 5 ) (auf dem Olymp, Parnafs und auf Kreta). Standort. Felsen, besonders Felsen-ritzen. Blühezeit. April und Mai. Fruchtreife. Juli und August.

Eigenschaften. Der Geruch und der Geschmack der Rinde ist nicht so betäubend und scharf, wiebei den übrigen Arten, besonders ist der Geruch, wenn man die Oberhaut abschabt, schwächer und auch inso fem verändert, dafs er sich dem des Hollunder-Bastes mehr nähert. In der Rinde, so wie auch in denBlättern und Blumen derselben, entdeckte Vauquclin 6 ) zuerst das Daphnin. Aufserdcm ist darin noch ent-halten: scharfes Principe sehr scharfes, grünes Weichharz; röthlich-brauner Bitterstoff; stickstoffhaltiger Schleimund Holzfaser. In den Blättern und Blumen ist aber weniger scharfer Stoff und weniger Daphnin. Gmelinfand in der Rinde auch Äpfelsäure. Beiläufig gesagt, soll sich in Daphnc Gnidium gar kein Daphnin finden.

Wir-

') Decand. Synops. p. 190. a ) Gaudin Helv. III. p. 28. ') Host austr. p. 476.; Wikstr. diss. p. 7.

Baurag. En. I. p.334. s ) Smith prodr. Fl. graec, P. I. p. 261. 6 ) Ann. d. Chim. T.84. Gmelin Hand-el. A m.~ _ n __

buch d. Chem. II.