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1 (1834) Phanerogamen
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Dapune Alpin

A.

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von einem dünnen, gelbbraunen Häutchen (der Analogie nach der von Treviranus beobachteten Entwickelungs-geschichte des Samens der Daphne Mezercum die äitfscrc und innere Samcnhaut) bedeckt. Eiweifs einenjeden Cotyledon in Form einer ziemlich dicken, weifsen Lage bedeckend. Cotylcdonen ziemlich entwickelt,aber auf der äufsern Fläche von Eiweifs bedeckt und daher platt. JVürzclchcn die Cotylcdonen überragend.Knöspchen undeutlich. Beim Keimen schiebt sich das Würzclchen slielrundlich hervor, die beiden Cotylc-donen schliefsen mit ihrem untersten, nach dem Würzelchen gekehrten Ende das kleine Blattfederchen ein.Die Samenhäute werden dabei durchbrochen und umfassen die Cotyledoncn nach unten und einen Thcil deaobern Theils des Würzelchcns scheidenartig, während die Testa bis über ihre Hälfte über dem Rücken derCotyledoncn in eine Längsspalte aufreifst.

Vaterland. Portugal'), Spanien 2 ), Frankreich'), England*), Schottland 5 ), Italien 6 ), die Schweiz'),Deutschland 8 ) [doch hier nur in den Gebirgen und zwar besonders im Süden, Baden 9 ), Baiern 10 ),Ostreich")], Siebenbürgen "), und Griechenland") (z. B. auf dem Olymp u. s. f.). Standort. Meistgebürgige Gegenden auf gutem Boden, in England an Hecken und Zäunen. In Frankreich (in den Pyrenäenvon 300 bis zu 2000 Fufs hinaufsteigend). In den Gärten gedeiht sie auf lehmigem, etwas mit Kalk ver-mischtem Boden, mufs aber etwas geschützt stehen. Die Vermehrung geschieht meist durch Ableger.Blühezeit. Februar, März und April. Fruchtreife. Juni bis August.

Eigenschaften. Der widrige, narkotische Geruch ist hier fast noch stärker, wie beim gemeinenKellerhals. Ähnliches gilt von den übrigen Eigenschaften.

Wirkung. Auch dieser hat, wie der gemeine Kcllerhals, in allen seinen Theilen eine bedeutendeSchärfe.") Gmclin") erzählt, dafs ein Mann nach dem Genuls von 1 Scr.. des in Fleischbrühe genom-menen Pulvers gestorben sei. Die Beeren sollen von den Fasanen gern und ohne Nachtheil gefressen wer-den "), erregen aber heim Menschen heftige Entzündung des Schlundes. ' T )

Anwendung. Sonst gebrauchte man auch von diesem in den Apotheken die Rinde, die Beerenund die Blätter (Corlc.v, Semina et Folia Mezerei s. Laureolae s. Thyinchtcae). Auch wird erstereda, wo der gemeine Kellcrhals fehlt (z. B. in Italien I8 ), angewendet. Als Semina Coccognidii können dieBeeren nicht gebraucht werden. Den Namen einer Zierpflanze verdient das Gewächs nicht.

Gegenmittel. Sic sind die schon bei den übrigen Kcllerhals-Arten angegebenen.

* *) Mit aclisel- und auch gipfelst ändigen Blumen. *)

DAPHNE ALPINA. Alpen-Seidelbast

Alpen-Seidelbast. Franz. Le Mezereon des Alpes. Italien. B Mezzereon alpcstre.Synonym. Daphne alpina. Linn. Spce. pl. cd. 2. p. 510. Syst. pl. cd. Reich.' P. II. />.19Lnoutt. Linn. Pßs. III. S. 466. Linn. Spcc. plant, cd. Willd. T. II. P. I. p. 418. Persoon Sy-

') Broter 17. p. 27. - =) Wikstr. diu. p. 3. 5 ) DC. Synops. p. 190.,- Villars Dauph. T. 1. p. 387. -*) Sibthorp Fl. Oxon. p. 125.; Smith FL brit. ed. Rom. p. 421. _ *) Lightfoot Fl. scot. I. p. 205. «) E.Mauri Flor. rom. prodr. p. 140.; Savi Fl. Pis. p. 3S8. 7 ) Gaudin Fl. Helu- III. p. 29. 8 ) Roth, Bluff,Hoffm. a. a. O. ») Gmcl. Fl. Bad. II. p. 158. I0 ) Schrank Bair. Fl. B. I. S. 654.«) Schult. Östr.Fl.; Host. Östr. Ft.; Jacquin u. s. f. I2 ) Baumgärtn. Enum. I. p. 334. ") Smith prodr. ß". graec. P. I.p.259. '*) Pauli quadripart. Botan. yfrgent. 1667. p.366.; Gazetee salutaire 1761. c. 22. Dec. n. 52.; v. SvvietenComment. I. p. 63S. //. p. 132. ' 5 ) a . a. O. ") Pernitzsch Flor. v. Deutschi. Wäldern. S. 210. I7 ) T .Swietcn a. a. O. I8 ) Mauri a. a. O.

*) Die Eintheiluug der Daphnen in Arten mit gipfelständigen und seitenständigen Blumen greift nicht durchdaher ist es wold hesser; die zwischen diesen beiden Modificationen des Blüthenstandes schwankenden Arten als Mittel-gruppe aufzustellen.

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