Vierblättrige Einbeere.
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Hellbraun, sehr fein chagrinirt, auf dem dem Nabclende entgegengesetzten Eudc mit einem dunkler gefärbten,rundlichen, Wäi-^clicn (Opcrculum Horkel) das in der Mille eine kleine Vertiefung (Mikropylc) hat. Samenhäutczwei, äufserc stärker mit der innern verwachsen. Eiweifs (Nucleus lLBr.?) reichlich, weifs. Embryo klein, eirund,zugespitzt, in der Nähe des Keimloches liegend, doch so dafs zwischen ihm und der innern Samenhaut nocheine mehr oder weniger dünne Eiweifsschicht (Nucleus?) bleibt. — Beim Keimen vergröfsert sich der Embryoansehnlich, der Cotyledonarkörper verlängert sieh als grünliche, semiconvexe Masse fast bis zum cnlgcgenge-setzlen Ende des Samens und verdickt sich ansehnlich, während das Wurzelende am Mikropyleende die Sa-menhäutc sprengt und sie franzenartig zerreifst, wobei die Mykropylcwarze mit den Franzen in die Höhegeschoben wird und noch eine "Zeitlang zur Seile der Öffnung bleibt. Das Cotylcdonaremle zeigt sich alslänglicher, semicouvoxer. bei Querdurchschnitt einfacher, nicht zweigeteilter Körper (also monocolyledonisch).Das hervorgetreten«, wenn der Embryo noch im Samen liegt, schon abgeschnürte Wurzelendc ist oben dünnerals in der Mitlc und treibt aus dem mittlem und iinlcm Theilc jedersoits mehrere weifse, zarte, denen einesSchimmels ähnliche Würzelchen. Über der stärkeren Anschwellung sieht man einen kleinen Höcker. Daserste Blatt ist lang gestielt, länglich -elliptisch, zugespitzt und am Grunde gcschcidcl. Unter dem letzternfindet sich ein dreieckiger Höcker. Das Würzelchen ist lang und einfach.
Vaterland. Italien 1 ), Frankreich 2 ), England 5 ), Schottland * ), die Schweiz, Deutschland ') (z. B.bei Frankfurt a. M. 6 ), Baden"), Würtcinbcrg " ), Ostreich 9 ), Baiern 10 ), Böhmen "), Brandenburg 12 ),Pommern 13 ), Prcufsen 14 ), Meklcnburg ,s ), Dänemark' 6 ), Lappland I7 ), Siebenbürgen 18 ), Ungarn,Pohlen "), und einige Thcile Rufslands. 20 ) Im Caucasus und Tauricn scheint sie durch Paris incompletaersetzt. — Standort. Feuchte Waldungen, Hecken und Wald Länder, auf gutem Boden, besonders unterGesträuchen und an Baumstämmen, truppweis. Auf den Carpatcn steigt sie nach Wahlcuberg bis zur Taii-nenregion. — 151 ühezeit: Mai bis Juni. — Fruchtreife: Juli bis August.
Eigenschaften. Der Geruch des Gewächses ist weder zur Zeil, der Blüthc, noch zur Zeit derFruchlreife sehr auffallend, inufs indessen eher unangenehm, etwas narcotisch, als einladend genannt werden.Die Blätter schmecken etwas fade und biltcr, die Beere schleimig und widerlich.
Wirkung. Dafs der Gcnufs der Beeren nicht gleichgültig sei, weifs man schon längst, docli kenntman die cigenthümlichen Wirkungen noch nicht gehörig. Burghard*) sähe nach dem Genüsse Magen-schmerzen und Brechen erfolgen. Gesner 2 ') nahm 1 Dr. von dem sogleich zu nennenden Antidotum Sa-xonicutn und schwitzte reichlich danach; auch empfand er eine gewisse Trockenheit im Schlünde; heftigerenWirkungen scheint er dadurch vorgebeugt zu haben, dafs er das Mittel mit Wein und Essig vermischt nahm.Von zwei Hunden, denen man Krähen-Augen gegeben halte, starb der eine, und der andere, dem er balddas Kraut der Einbeere gab, wurde besser. Auch Lobel rettete mit dem Pulver der Beeren einem Hundedas Leben, welcher viel Arsenik und Sublimat bekommen halte; (also ein Gegengift?). In Gaben von 35 —50 Gr. soll die Wurzel so sicher Brechen erregen, wie Ipccacuanha. = 2 ) Die Erfahrungen Anderer, dafs ihr
') Balbis JF7. Tic. — 2 ) De Cand. Synops. plant, p. 134.; Merat nouv. FL d. envir. d. Paris') Smith ß. angl. 1. p. .532.; Sibthorp Fi. Oxon. p. 131. — ♦•) Lighlfoot Flor. Scot. I. p. 202. —Roth u. s. w. — ') Becker Fl. d. Geg. u. Frank/, a. M. B. I. S. 137. — ") Gmel. Bad. 11. p. 185. —JJ urceb. I. p. 431. — ») Schult, a. a. O.; Host a. a. O. — I0 ) Schrank Bair. Fl. 13. 11. S. 10S. —
ic Fl. d. Mittchn.imm Fl. mcg. prdr.Sn. stirp. Transylv. I') Besser Enum. pl. Volhyniae, Podol. etc. p. IC — 20 ) Mart. prodr. Fl. Mosq. p.7$*) Landecker Bad. S. 58.
2I ) Epist. medicinalium Lib. IL p. 53. L. III. p. 99. liguri 1577. 8. — ss ) Coste et Villemetlet plantet indigenes p. 12. — Linn. Flor. Lappon. p. 117.
JJ urceb. I. p. 431. — 9 ) Schult, a. a. O.; Host n. a. O. — I0 ) Schrank Bair. Fl.Fl. Cechica p. 87. — Schlcchtend. Berol. I. p. 228.; Brandt Berol. p. 149.; Ruthe") Rostkav. Fl. Sed. p. 178. — •♦) Uagcn Preu.fi. Pfl. B. I. S. 313. — IS ) Tim,6 ) Fl. dan. a. a, O. — I7 ) Linn. Fl. Läpp. ed. Sm.'p. 124. — la ) Baumgärtn. En.
p. 154. —
! ) Mert,
8 ) Heller
"j Presl.
S. 31ö. —
p. 2S3. —
p. 345.—
Essais sur