Druckschrift 
1 (1834) Phanerogamen
Entstehung
Seite
29
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Paris Quadrifolia. Vierblättrige Einbeere.

29

Umständen auch örtliche Blutentziehung, zu rathen. Hahnemann empfiehlt schwarzen Kaffee zum Getränkund Clystire als kräftigstes Gegenmittel. Thomson 1 ) räth erweichende Clystire, Campfer u. s. f.

Erklärung der fünften Kupfertafel.

Fig. A, B. Der untere und der obere Theil des blühenden Gewächses, zum Theil nach frischen, zumTheil nacli trocknen Exemplaren (nat. Gr.). Fig. C. Die Endtraube der grünblumigen Varietät, nach trock-nen Exemplaren aus den Sudeten (nat. Gr.). F. (s. zur rechten Seite der Wurzel von Fig. A.) Ein Quer-durchschnitt am oberen Tbeile des VVurzelstockes. 2. Eine Zwitterblume, 3. eine männliche Blume, und

4. eine Knospe mit dem Ncbcnblättchcn (nat. Gr.). a. Ein einzelnes Blatt der Gcschlechtshülle (vergr.).

5. Ein Fruchtknoten der Länge nach durchschnitten, um die Anheftung der Samen zu zeigen (nat. Gr.).

6. Samcncapseln, welche kürzer und dicker, und 7. welche länger und dünner sind, beide von derselbenVarietät (nat. Gr.). 8. Eine einzelne Capsel von Fig. 7. gesondert. 9. Ein einzelner Same mit der Sa-mendecke (nat. Gr.). 10. Derselbe der Länge nach durchschnitten (vergr.). b. Der Same ohne Samendecke(nat. Gr.). 11. Ein keimender Same mit hervortretendem Würzelchen, der Länge nach durchschnitten,und 12. derselbe mit schon vollendeter Würzclchcn-Blldung, so wie 13. ein zweijähriges Pflänzchen (nat. Gr.),sämmtlich von der weifsblumigen Varietät. 14. Eine männliche Blume von der grünblumigen Varietät.15. Die Fruchtknoten gleich nach dem Verblühen, und 16. dieselben querdurchschnitten. 17. Der obereTheil eines Staubgefäfses mit aufgesprungenem Staubkülbchcn von der Vorderseite, und 18. von der Hinter-seite gesehen (stark vergr.). 19. Ein Staubkölbchen mit halber Daraufsicht (vergr.). 20. Die Staubgcfäfseaus einer männlichen Blume, vor ihrem Aufspringen (vergr.). 21. Eines der äufseren, und 22. eines derinneren Blätter der Geschlcchtshülle. 23. Der Blumenstaub vor der Befeuchtung mit Wasser, und 24.nach derselben (vergr.).

D. SMILACEAE R. Br. u. Vent. Smilaxälinliche.

ASPARAGI Jufs. u. SARMENTACEAE Spreng, z. Theil.

Geschlcchtshülle unterständig, meist sechstheilig, zuweilen vier- und achttheilig. Staubgefäfsevon der Zahl der Zipfel der Geschlechtshüllc (meist 6, auch 4 oder 8). Griffel 1. Narben 3, zuweilen 4.Frucht: Beere kuglig, 3- oder 4-fächrig. Samen mit häutiger äufsercr Haut. Eiweifs fleischig-knorplig. Kräuter oder Sträucher, oft mit zweihäusigen Blumen. In allen Erdtheilen, besonders aber inNordamerika, Europa und Ost-Asien (China, Japan). Beeren giftig, oder wenigstens Brechen erregend.

PARIS. Einbeere.

(OCTANDRIA TETRAGYNIA.)

Geschlechtshülle doppelt: äufsere (Kelch} 4-blättrig; innere 4-blättrig, kronenblattähnlich.Beere 4-fächrig.

PARIS QUADRIFOLIA. Vierblättrige Einbeere.

Wolfsbccrc, Einbeerkraut, Sternkraut, Parisbeere, Schweinsauge, Sauauge, Pariskraut. Franz. Raisin derenard. Italien. Uva diVolpc, L'Erba Paris. Engl. Herb Paris, True - love, Oneberry. Holland. Wolfsbegie,Spinne Koppen. Schwed. Trolbär, Hällbär, Schlügen. PoTn. Czworolit, Jcdna jajoda.Synonym. Paris quadrifolia. Linn. Spcc. pl. ed. III. p. 527.. Syst. pl. ed. Reich. P. II.p. 221. Houttuyn Linn. Pflst. VI. S. 4G4. Linn. Spec. plant, cd. Willd. T. H. p. 471. Willd.Enum. hört. bot. Her. p. 433. Persoon Sxnops. P. I. p. 446. Roth Flor. germ. T. I. p. 175.,T. IL P. I. p. 457. Enum. P. I. sect. 2. p. 192. Iloffm. Deutschi. Fl. P. J. p. 140. Spreng.

') Mat. med. p. 148.