14 Wesel.
zu sehen. Oben an der Fronte in einem gewölbtem Bogen liefet manfolgende Überschrift:
llrbir et /Lrcis klunimenta
^ ?ri6erica V^ilkelmo LleäLore Lrancienbur^ico fulceptn,
^ brläerico Imo, Le^e Lttrulftse et Lleüerre örancienbur^ico«kill» kri^erici ^Vilkelmi ampliata^ siri6erico ^Vilkelmo lie^e Lorullise et Lleüore sirsnäenbur-ßico, kilio kri6erici Imo, !4e^ote siriäerici LVil-kelmi perfeÄa.
Olgnz re^io nrunisicentia nomine.
U.V.LL.XXH.
Oben auf dem Thore ist ein Gefängniß, und nicht weil davon istder eigentliche Thurm für Gefangene.
Von der Anzahl der Einwohner und ihremNahrungsbetrieb.
Nach der oben erwähnten Aufnahme von 1784 . beläuft sich dieAnzahl der Tmwohner ver Stadt, die Garnison abgerechnet, auf4409. Seelen, welche theils von der Handlung, theils von demAckerbau und der Viehzucht, theils aber auch von Handwerkern le-ben. Die Handlung ist im ganzen genommen von keiner grossenWichtigkeit, den Wein - und Ochsenhandel ausgenommen, der nocheinigermassen beträchtlich ist. Ersterer wird nach Münster, nach Hol-land und einige andere Gegenden geführt, das Vieh aber stark nachKölln und Holland getrieben, «nd auch vieles im Lande selbst verkauft.Man holte das Vieh ehemals meistens von auswärts, weidete es imLande fett und verkaufte es wieder. Jetzt wird es aber meistens imLande gezogen, da die Bauern klüger geworden, und sich mehr alssonst auf die Viehzucht legen. Und dieser Nahrungszweig ist fürsie, den den schönen Weiden, allerdings sehr wichtig.
Beson-