12
Wesel.
tzie Erben zurückfällt. Bey diesem Hause stehet immer ein Predigeroder Kandidat, der SomuagS daselbst prediget»
9. ) Das Hallkindcrhaus war aufuiglich mit dem eben er-wähnten Hospital verbunden, ist aber jcht davon getrennt. Es wer-den Kinder von ganz armen Bürgern, wenn Vater oder Mutter todtist, zuweilen auch wenn beyde noch leben, aber unvermögend sind,dieselben zu ernähren, darauf aufgenommen, ernähret und zur Schuleund Handwerkern angehalten» Es wird für die Kinder eine beson-dere Schule gehalten»
10. ) Das NOaisenhaus, eine ziemlich wohlhabende Stiftungfür Kinder, deren Eltern beyde todt, und von gutem altem bürger-lichen Geschlechte sind. Das StiftungSJahr ist eigentlich nicht be-kannt, fällt aber zwischen die Jahre 1562. und i;8c>»
i r.) Die noch übrigen Stiftungen sind: Die Armemnägde-stifrung, die Leproscnstiftung, die Fundariou für Studen-ten in "der Theologie ^ die predigerwirrwen und XVaisenfun-darion, verschiedene kleine Gasthäuser sowohl für Männer alsFrauen, lind noch einige andere kleine Fnn^nrionen lind Viearien,welche alle hier der Reihe nach herzuschen, und davon insbesonderezu reden, zu weirläufrig, seyn würde. Viele sind zu unwichtig undvon einigen fehlen die Nachrichten. Indessen sind sie alle für diereformirtcn Einwohner dieser Stadt.
Was übrigens das Armcnwesen in der Stadt bctrift, so wird,ausser den gewöhnlichen Kollekten, welche bey den GotteSdienstlicheuVersammlungen gehoben werden, und jeder ReligionS - Parthey ins-besondere gehören, des Sonntags eine Gcneralkollckte von der refor-rnirten Diakome gehalten, und davon den Hausarmen von allen dreyReligionS - Partheyen verhältnißmäßig mitgetheilet»
Von