Wesel. z
hergestellt werden. Die Umschrift darum heißt: Dies VOerk M
seiner Ordnung^ zeige ahn Jahr, Maenc, woch, Tag undGrund, E» Jesu Christ du wollest gellen, daß wir einselig Uhr erleben. Auf dem Thurm bey dieser Kirche ist eine sehrgroße Glocke zu sehen, welche iZ Brabantische Ellen im Um.'kreis hat, und 17 bis 18000. Pfund wiegt. Der ehemalige könig-liche und fürstlich Münstersche Stück - und Glockengießer Johann
Schweis, welcher sie im Jahr 1757. wegen eines Risses, den sie
das Jahr zuvor bekommen, besichtigt, hielt sie für größer, als die
größten Glocken, die im Dom zu Kölln und Münster hangen. Sieist im Jahr iüzi. laut Aufschrift, von Hans Falk von Nürenberggegossen worden, und wird nur an hohen Festtagen, und wenn Brandeinsteht, geläutet. Zu den Zeiten Karl Martelö, um das Jahr Christi698. soll der heilige Willbrod an dem Orte, wo nun diese Kirchestehet, viele Ungläubige, die er zum christlichen Glauben gebracht,getauft haben. Daher man ihm denn zu Ehren daselbst erst eineKapelle, und nachgehend«; die Kirche gebauet, worin nun allein diercformirten Einwohner dieser Stadt ihren Gottesdienst halten.
z.) Die Marenafche - oder Gr. Nikolaus und Sr. An-rom'us Ackrche, welche ;we>^ nicht sd groß. als die eben erwähnteWillbrodi Kirche aber viel schöner gebaut ist, epistirt seit dem Jahre1429., und hat ihren Ursprung einer Kapelle der eben erwähntenzween Heiligen zn verdanken, worin besonders der heilige AntoniuSviele vorgebliche Wunder gethan, weswegen diese Kapelle auch starkbesucht und reichlich beschenkt wurde, so daß aus ihrem Schah end-lich diese Kirche konnte gebauet werden. Zur Zeit der Reformationder Stadt mußte das Bild des Heiligen, das von Holz verfertigetwar, unter den Braukessel marschiren. Allein das viele ins Holzgezogene Oel erregte eine solche Flamme, daß die ganze Bramrey inBrand gerierh und abbrannte, worüber der Aberglaube der Zeit seinebesondere Glossen machte. Die Neformirken und die hiesige Garni-son halten ihren Gottesdienst in dieser Kirche, und zwar letztere von9 bis ii Uhr. Im Jahr 177; ist, während des Gottesdienstesan einem Freyrage Morgen, ein Theil des Gewölbes eingestürzt, wo-
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