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Selbstprüfung und fromme Entschliesungen : ein Selbstgespräch
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Emschliesung zur wahren Demrrch. 415

Zur wahren Demuth.

Mich im Glücke zu erheben , und stolzauf meinen niedrigen Nächsten hinsehen, wel-cher Unsinn, welche Thorheit wäre das ! Ge-siezt ich wäre weiser, klüger, gelehrter^ ichwäre bester, tugendhafter und redlicher; ichhätte mehr Verdienste um die Welt, als an-dere? so würde ich mich besten mit Zufrieden-heit bewußt seyn, es würde die Summe mei-nes wahren Glücks erhöhen, und mich mirmehrerer Dankbarkeit gegen Gott , der mirTalente gab, meine Seele zur wahren Weiß-heit bildete, und nach seiner gütigen Regie-rung die Umstände meines Lebens so väterlichlenkte, daß sie Meinen Verstand und meinHerz besserten, erfüllen. Es wäre nichtsals Beobachtung meiner Pflicht, und ach wieoft gar zu unvollkommene Beobachtung unddabey allein Gottes Gnade! Und über das,worüber ich demüthig vor Gott in den Staubfallen, wobey ich den wenigen und nur allzufeh-lerhaften Gebrauch seiner Gaben und Kräfte be-suchen ; und für alles Gnre ihm allein danken

solce,

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