148 Ueber die Pflichten für den Leib.
mir Ehrfurcht einflößen. Was ist das Auge,was das Ohr, was alle meine ^Sinnen, dieder gröste Namrkündiger bey allen neuenBeobachtungen und Untersuchungen immervon neuen anstaunt l Schon als Werk derAllmacht und unergründlichen Weisheit Got-tes erfordert er meine Aufmerksamkeit undweisen gmen Gebrauch aller meiner Glieder.Und wie viele Güte leuchtet aus seiner Ein-richtung hervor! Wie viele unschuldige, reine, iund edle Vergnügungen führe er meinemGeiste durch die Sinne zu? Wie viele schöne,herrliche und auf ewig erfreuende Handlun-gen/ Geschäfte und Werke kan ich durch ^ihn verrichten? durch ihn sehe, empfinde,und genieße ich die Schönheiten der Natur,und preise sie andern an, und durch ihn werdeich denn gleichsam selbst ein Schöpfer groserWerke und Thaten. In Mutterleibe berei,me er ihn, und von Mutterleibe an bewi-si erdie rreuesie Fürsorge auch für diesen geringemTheil von mir selbst. Für seine Erhaltung,Bewahrung , Gesundheit har er mir so vielMittel gegeben / und sein stets wachsames
Auge