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Selbstprüfung und fromme Entschliesungen : ein Selbstgespräch
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Ueber die Pflichten für den Leib. 147

sind', ach warum wachte ich Nicht sorgfältigerüber sie? Bimich Christ, fa bin ich nur wei-ser vernünftiger Mensch , so lange ich nichtmeines Muthes Herr bin? Zu welchen Grau«rln, Schandthaten, Lastern und Sündenwerde ich doch hingerissen werden , wenn ichnicht vor allen Dingen und mir allem Ernstemeine Begierden bezähme!

Ueber die Pflichten für den Leib.

Mein Geist wohnet hier in einem Leibe,und steht Mit ihm in einer so genauen Verbin-dung, daß er durch und von ihm die erstenEindrücke und Empfindungen erhält, und dieserLeib wieder das Werkzeug meiner Seele wird,wodurch sie geschäftig und thätig ist. WelcherVan! wieviele Geheimnisse der anbetungs-würdigen Weißheir eindeckt hier mein Auge»So mancherley Theile, so künstliche Zusam-menfügung derselben, so viele Zwecke, nichtsumsonst oder vergeblich, oder überflüssig, alles.so vortrefiich, so schön, so wundervoll!Schon als das herrlichste bewundernswür-digste Kunststück meines Schöpfers muß erK 2 mir