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Agnes Bernauerin : Ein vaterländisches Trauerspiel
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mal Opfer; ich kann ja dich nicht immer lieben. — -—Aber Tod! Tod! — >— oder sollte dieser schauervolleOrt meine Wohnung werden? mein lebendiges Grab?— Auch das! (küßt ihre Ketten) So seyd ihr mein Braut:schmuck! bey euch schwöre ich sie wieder, die ewige Lie-be. O nicht schwer, wie ihr, aber eisern, fester nochsind die Bande unserer Liebe; kann ich doch euch nichtbrechen. (Pause. Sie weint) Aber verdient hab ich dochKerker und Fesseln nicht! nicht den Tod! — O meinVater! deine Weissagung! — daß du mir doch voran-gegangen wärest!-und du, ohne den ich mir kein

Leben denken kann, du, mein Einziger! mein Albrecht!wenn du er wüßtest! — warum ahndete es dir nichtauch? — (steht auf) Wenn er's erführe! wenn seinmächtiger Arm mich rettete! -—> O ja! dein guter En-gel wird dich mahnen; dein Herz wird ängstlich dirklopfen, dein innerer Schauder wird dir sagen: Agnesist fort, zum Tode; rette sie! rette sie!

sLie Lhrür des Kerker» ösnet ein Waffenknecht, erscblieir sie vvm Stuhle los und sagt: )N)affcnkncchr. Folget zum Gericht! (Er hält siebey den Ketten) (ab)

Agnes. (ringt mühsam die Hände zum Himmel undbeugt ein Knie) Sprich du mein Urtheil, Allmächtiger! (ab)

Dritter Auftritt.

GcrichkSsaal.

vicedom von Srraubing. 4 Bürgermeister.

(Dbcrrichrcr. 11 Rüthoherrcn.

(Sie sitzen in Ordnung aus beyden Seilen, der Vircdomoben an, bey Lichtern) vicedom.