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Tuchs. Was der Rath beschloßt, was die Gesetzegebieten, so wiil's der Herzog; dafür ist dem Staateeuer Amt, vielleicht Albrechtcu euer Kops verpfändet,stolzer Mann! das sagt euch der Bürger, der eureObrigkeit ist. Ich gehe, ich darf nicht bleiben; drin-get auf Landesverweisung, oder verbergen in ein Klo-ster, das ist dem Staate genug; fließt Blut, so wi-verströme es auf die, so es vergießen: ich bin un-schuldig daran.
Diccdoin. Man kann sterben, ohne Blut zn ver-gießen. Lebt wohl! morgen hat der Herzog Nachrichtvon mir.
Tuchs. Wohl eher; denn wißt, daß er in Mallcr-storf weilet; das sey euch Warnung. sbeydc ab^
Zweiter Auftritt.
Kerker. Nacht.
Achtes, sin schweren Ketten, angeschmiedet an einenStuhl. Es brennt eine Lampe. Eine stumme Scene derinnigsten Wchmuth^ Wo bist du, mein Albrecht! wo?— Du reistest dich von Ketten los, die dich nicht ban-den, und deine Agnes halten eiserne Zentner an Todund Abwesenheit geschmiedet! „Morgen wieder! Mor-„ gen wieder!" Ach! für mich kein Morgen mehr,denn da oben ist'» immer ein Tag; <— aber die Nachtvor dem Tage gräßlich! erschrecklich! Nein, nichtgräßlich, mein 'Albrecht! hat dies Hc>;z dich liebenkönnen! hat's das Bürgcrmädchcn gewagt: jo wird sieauch sterben können. — Ich muß ja; es ist nicht ein-mal