224 Am Zwölffteri Sonntag nach Pfingsten.
rch durstete/ und ihr habe mich nichtgerränckr/dann ich wäre nackend/undrhr habt mich nicht bekleidet/ dann ichwäre ein Fremdling / und ihr habtmich nicht beherberget ; Kein Lieb wärein euch/ihr seyd zu wilden Thieren worden/fon jetzo mie euch zu den Höll-Hunden / indie ewige Verdammnuß; Ach HErr! wer-den diese armseelige Tropffen sagen / achHErr! wann hast du einmal etwas an unsbegehrt? wer müst so Gottloß gewesenseyn/dir was abzuschlagen / es seynd nurMenschen zu uns kommen: ist eben recht/wird GOtt sagen / O ihr schalckhaffteKnecht/ihr wilde kettie» mit dem könnt ihreuch gar nicht entschuldigen / habe ich nichtbey Matth. am 2s. gesagt : HZusmäiu leci-
Iki's um LX bis 5racribu8 mei'8 mimml8, mitu' feciüi8 : Warltchsage ich euch / wasihr gethan habt einen unter diesenmeinen geringsten Brüdern/ das habeihr mir gethan. Diese Entschuldigunggilt nicht / und weilen ihr sie dann veracht/habt ihrauch mich veracht/ clilceäire ergo,so gkhet dann hin ihr wilde kettle» undGesbenst/indasewigeFeuer.
O diese erschröckliche / unwidersprech-licheWort/geredt von dergöttlichenWar-heit selbst / bedunckt mich / erschrocken janicht wenig solche lieblose/ solche verstallte-te wilde Thier/ja bitten mich/ ich solle ihnenalsbald mein versprochenen Balsam ge-ben/ daßsie sich dessen gebrauchen / anstrei-chen/ damit sie bald wiederum zu rechtenMenschen werden können/ damit sie dochdiesen erschröcklichen 8emenr noch entflie-hen mögen; Bin dessen zu frieden: ist dahe-ro zum Beschluß dieser bewahrte Balsamnichts anders/ als jene schöne Wort klart,.22. OiIlAe8 proxi'muln ruum , iicur re t-plum : Hinfüro liebe deinen Nächsten/wie dich selbst / so wirst du schon wiederein rechter Mensch werden / und sehet/diesen Balsam hat euch geordnet ChristusJEsus der beste Seelen - Artzt selbsten;Nun wie liebst du dich dann selbsten? schöngiebt die Antwort der H. ^uguttinu8 tteverä keligiolie c. 46. Oc czu» bsmo vulc
irbi dons provenire, es proximo velic, 8cguc> libi scciclere msls non vulr, Lc illi no-tic. Siehe! du willst dir nichts Böses/sondern laurer Gutes / also thue dannauch deinem Nächsten; In der Nothhast du gern/daß man dir beyspringe/ alsothue auch deinem Nächsten; Wann dichhungert/issest du gern/dursiet dich/ muckestdu gern/bist du nackend/ siehest gern/ wannman dich bekleidet / also thue dann auch dei-nem Nächsten / die Durstige träncke / dieNackende bekleide / die Betrübte tröste;Ey wann du das thuest/so ist gar keinZweif-fel/daß du aus einer verstallten wilden ke-üis, Gespenst und Wechselbalg ein w«h.rer Mensch / ein wahres Kind deinerMutter der Erden werden wirst: üvc iu-
per ommscrAo ciitcsr ttomo, ex bocett komo, schreyet aufder H. LtirvlottvMU8! Dahero lerne/ O Mensch vorallen d»e Lieb / die Lieb gegen GOtt unddeinem Nächsten/ die Merck der Barm-hertzigkeit / dann da« ist ein rechterMensch seyn/ ja ein solcher Mensch wirdnicht allein den vor angedeuten erschröckli-chcn i>emen2 in seinen Tods - Bett nicht zufürchten haben / sondern mit unaussprech-lichen Seelen-Trost wird er von ChristoJEsu nicht als einen strengen Richter/ M-dern barmhertzigen GOtt hören / was ge-schrieben ist klscrt,. 2s. Mich har ge-hungert / und »hr habt mich in meinenArmen gespeist/ mich har gedurst / ihrhabt mich gerrancke/ich war narkem/und ihr habt mich bekleidet / ich warein Gast/ und »hr habt mich beherber-get; Venice ergo benecii'Qi kscr!8 mei,pottittere parskum vobi8 rcßnum ^ con-ttirurione muncii: So komme dann her/anjeyo unverhinderlich zu mir ihrGe«benedeyre meines Varrees / besitzt dar-für das Reich/ so euch bereuter ist vonAnbegieng der welr ; Empfanget denverdienten Lohn / dann ihr seyd rechteMenschen/ und für gerechte Menschenist der Himmel erschaffen / so geniest den-selben von nun an biß in Ewigkeit /AMEN.