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Am dreyzehenden Aonntag naD Pfingsten.
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(^ui iieterunt ä lonZe. l^uc. 17.
Welche in der Ferne gestanden.
Ein FermGlas / darmit künfstiges Gut und Böß zu erkennen.
Eutige Aussätzige seyndrn der Lern gestanden/und haben ihre Stimmerhebend geruffen: Mlu
?rcecepror milerere no-üri : IEsu / UeberMeister erbarme
vico unjcr! ^osepbo s klanll in seinem ^rs-riii Lv-MZ. Dom. I z. polt penr.vermeinet/sie hatten wegen ihres Nutzens von fernezu Christo um Barmhertzigkeit geruffen /unzweifflende / mit solcher Weiß zu bitten /machten sie sich fähiger erhört zu werden/und Gnad zu empfahen/ weil GOtt selbst
gesagt II». 66./^ä quem respiciam, niil »6pgupenculum 8 c conrrirum spiriru ? Aufwem werde ich sehen / als aufden Armen /und aufden zerschlagenen vom Geist? DerH.!ic>,u>v.dLi M.4 >n KLc Oom. vermeinet/sie seyen aus Demuth ur der Lern stehenblieben/nach dem Exempel des ?ublicsnen18. welcher ln der Lern stehend sichnicht getraute / seine Augen gen Himmel zuerheben / sbndern auf seine Brust geschla-gen/sprechend : GDrr seye mir Sündergnädig! über welches die 6IcM schreibt:IvnZö llsns sscuc kumilis non auöer ap-propinguare.uc Oeusac! iplum sppropin-guer : In der Lerne stehend wie ein De-mütiger /gerrauer er sich nichr hinzuzu nahen / damit sich GDcr zu ihmenah?. Dieses fern stehen wäre dann inheutigem Aussätzigen sehr löblich! Aber nitjener entfernen von Christo: nachdem sievondem Aussatz gereiniget worden / seyndsie fern von ihme blieben/ haben die schuldi-ge Dancksagung bey ihme nisht abgelegt /ausser einem eintzigen / worüber sich derHeylandbeklaget/ sprechend: Nonne 6e-
cem murMsri lunr? 8 c novem ubi tunc:Geynd ihrer nichr zehen gereinigetworden ? wo seynd dann die neun ? l)i-äscus 8 reIIa in k.l. vermeinet/sie seyen auchim Glauben fern von Christo geblieben /die Priester hatten sie verführet und fälsch-lich beredet/nicht zu glauben / daß sie vonChristo wären gereiniget worden / sondernvon GOtt wegen Haltung des Ersatzes.Aber sollten sie sich dann von JEsu so weit
enrfeener haben/ daß er nichts mehr vonihnen gesehen noch gewust / indeme er fra-get: Lr novem ubi tunr 8cc. UugoLsrcl.in d. l. sagt: dlvn guTric ex ignorsmiä,rzuis omnia snrcgusm linr novic; teci boeiplo myüicöi'nlinum, guis ingraros igno-ros repurac: Er fraget nicht aus Unwis.sinheir / als wüst« er nicht / wo dieneun wären / dann er weiß alles zu,vor/sondern er will durch diese Lraganzeigen/ die Undanckbare halte er fürUnbekannte / er erkenne sie nichr: La-tz ero wäre diese Entfernung von Christoihnen sehr schädlich / und wird eben soschädlich seyn allen Sündern / welche sichvon Gott durch die Sünd entfernen / undsich ihme gleichsam unbekandr machen/seitemahlen kein klärers Zeichen der ewigenVerwerffungist/ als wann GOtt unsereSeelen nicht kennen will/wie jene thorrech-te Jungfrauen i^crb. 2 s. /^men clico vo-bis. nelcio vos warlich sage ich euch /ich kenne euch nichr. Also wird er allenGottlosen in dem letzten Gericht vorwerf-fenausdem6.?s düungu3mnovivos,cii-sceäireä meomnes.gm operamlni inigui-rsrem: Ich habe euch mcmal gekenner/weicher alle von mir / die ihr Böststhue ! Damit aber E. L. u. A. nicht auch indiesen Schaden kommen / will ich ihnen einLern-Glas aufstecken / wordurch sie daskünfftige Unheyl mögen sehen/und sich dar,von Huten / welches über diejenige kommenwird / die sich von GOtt durch die Sündentfernen ; Dieses Fern - Glas aber sollnichts änderst seyn / als das Wörtlein Ion -Zü. fern/ welches künffriges Gur undund Böses anzeiget / wie ich in vorhaben-der Predig erklären will zu ihren Nutzen.^rren6ice.
Dieses Wörtlein longö Lern sprichtkiLksvienlis in seinem Dich mor. v.s.on-5 e, bedeutet so wohl den Stand der GnadGOttes/in welcher sich ein Gerechter be-findet / als den Stand der göttlichen Un-gnad/in welchem ein Sünder lebt; WollteGOtt lalle Menschen erkennten den sehrüblen Stand des Sünders / so wurden siesich gewiß besser hüten vor der schwehrenSs z Sund: