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[Dominicale] (1721)
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2zs Äm Sechsten Sonntag nach Ostern.

daraufihme dasDanck-Opffer solle geopf-fert werden / daß er sich gewürdiget mit unsarmen sündigen Menschen einen Bund derFreundschafft zu machen. So leere drchselbsten aus / und mache dich leer vondem Giffr weltlicher Dingen/ nemlichvon allen Sünden: Alsdann hast du Hoff-nung / daß der Heil. Geist sein Einkehr beydir nehmen werde. Die Heil. Aposteln leg-ten denen Samaritanen die Hände auf/als-dann empfingen sie den Heil. Geist. ^6-8-Aber warum legten sie ihnen die Hände auf?/Z.ä.VorZeiten legten diePriesterdieHändauf das Opffer / so geschlachtet-sollte wer-den / und war die Hand-Afiegung ein Zei-chen des Tods. Also wollen die Apostelndurch ihre Hand - Auflegung sagen/wann sie den Heil. Geist und seine Gnad /welche das geistliche Leben der Seelen ist/wolten empfangen / mästen sie zuvor geistli-cher Weis sterben / und absterben allen bö-sen Affecten/wie^lvyüusl^ v»nnus dieMei-nung derAposteln gar wol crkenet/sprechend:

wori noxii« gstettibus lui?quo pglkic»mbu8öebet. imo Li übi.gui Lpiriru o implerur,auocleincepsnon vivItsibilecl Oeo. Der-jenige muß denen schädlichen/ bösenAnmurbungen und sinen kaMonen, jasich selbsten absterben/welcher mir demHeil. Geist erfüllet wird / durch wel-chen er hinführe» mehr sich / sondernGÖrr allein lebec.

Woblan dann Geliebte / weilen dieIchwehre Sünden uns machen zu FeindenGOttes/ uns berauben der Gnad GQttes/ja des ewigen Heyls / so lasset uns allen mög-lichen Fleiß daran wenden/selbige völlig zuvertilgen/und nimmermehr zu begehen! Ge,dencket doch / was für einen grund-gütigenGOtt wir haben / der/wie wohl von unshöchstens beleydiget / wiewohl wir dessenZorn aufewig verdienet / wiewohl wir seineFeind und ärgste Verfolger gewesen/jedochzu uns seinen H. Geist / als einen Gesandten

schicket / mirram Vobis 2 ? 2 kre 8pirilum Ve-

rittlis, lasset uns seine Freundschafft widerantragen/will mit uns einenmachen/ein ällizn-aufrichten / wir sollen nur unsereSünden bereüen / würdige Büß darüberthun/ hinführe» meyden / so soll alle Feind-schafft aufgehoben / hingegen die Freund-schafft erneuert seyn; per kocnitenrism Komarenovsrur sci äivinsm ^micirism guL siiergcgmissz per culpsm, sagt oben 5. Longv. O un-beschreibliche Varmhertzigkeit GOttes?schreyet hierüber auf der heilige LKrylolio-musbom. z.tuper ^Istkk. ante 6n«m, dieje-nige so seine Feind/ so unendlich von ih-me emlegen/die er aufunendlicheweis

in allen übertrifft/eben diese macheer zu Freunden/und nennet sieFrcund.

O Sünder du bist dir sechsten Feind / wanndu nicht jetzt gleich anfangest aus innersterReu alle deine Sünden zu vermaledeyen/und zu vertilgen / und aus dem Grund dei-nes zerknirschtenHertzens zuGOtt zu ruffen:O Vatter derBarmhertzigkeitverzeihe mir!ach verzeche mir! daß ich dich grundgütig-sienGOtk so schwerlich bishero beleydigethabe/ach verzeche mir/es solle nicht mehr ge-schehen !feind sage ich bist du dir sechstenÖSünder! dann mit solcher Reu treibest duvon dir alle Feind GOttes und erhaltest sei-ne Freundschafft; Oi ving gmicilis Zcguiricurper gKiAionem verre kccnicenri°e, spricht 3.Lonrv. tuprs cir. Die göttliche Freund-schaffr erlangt mau durch dreGrceng«heir einer wahren Büß. Was könnteuns armen Sündern tröstlichers gesagtwerden / als daß wir noch angenehmeFreund GOttes können werden? fort dann/hinaus/hinaus aus dem Hertzen alle schweh-re Sünden / welche uns allein von derFreundschafft GOttes abhalten / nibil p,or-

tus kc sb Amicikiä Del gliensbir, nig peccgcocontenrias, spricht der Griechische l.ucic>vicuzLlotius in 8pec.8pirr. c. ö.circa nicci. LT^ichrs

wird dich der Freundsch.iffr GOrresberauben / wann du zur Günd nichteinwilligest; Fort/fort dann alle schwehreSünden / nicht mehr sündigen / sondernGOtt allein wollen wir anhangen/ihne al-lein lieben/ seine Feind verlassen und Haffen.Dieses O Sünder seynd die rechtensris zu den Friedens-l'r.iÜZten / zu der vor-habenden H.lli 2 nr; wann demnachder himm-lische Gesandte durch seme innerliche Ein-sprechung sich anmeldet/ die VorgemeldtenPuncten zu halten vorleget / so unterschreibesie gleich mit einem gutwilligem ja / bekraff«tige den Bund der göttlichen Freundschafft/und wann du nicht weist wie ? so höre denheiligen August. weicher Kam. r. injo. ,s.

in me6. sagt i msnäsrorum Oei Obse^vsciagmicitiL est constrmglio, die Haltung der

GeborcenGOrresistdleBrstärkigungderFceundschaffr: Wirst du die Gebotbeständig halten / so wirst du beständig einFreund Gottes bleiben/ weil wir aber zu die-sen von nöthen haben den Beystand des H.Geistes / wie 8. meldet: Lpirimm 8.

nist sigbcsmus , msnclst» tervzre non pollu-mus. wann wir den Heiligen Geistnicht haben / so können wie die Gebornicht halten : so bete jeder andächtig :Romm Heiliger Geist rc.

Amen.

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