Druckschrift 
Herrn Georg De La Faye Ehemaligen Wundarztes der königlich-französischen Kriegsheere, vor itzo aber Hochberühmten Vorstehers und öffentlichen Lehrers auf der königlichen hohen Schule der Wundarzeneykunst zu Paris ... Anfangsgründe Der Wundarzeneykunst : Wegen Ihrer besondern Vortrefflichkeit aus dem Französischen übersetzt
Entstehung
Seite
478
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

478

Chirurgia.

Fall ist das Aderlässen eine Handanlegung, durchwelche man Geblüt aus einem Gefäße vermittelst einerOeffnung i so mit einem schneidenden Werkzeug indasselbe gemacht worden, heraus lasset.

Der Ursprung des Aderlassens ist sehr dunkel. Erist älter als Hippocrates. Galenus erzehlet, daß ei-ne Geis, so einer Entzündung der Augen sehr unter-worfen war, nachdem sie sich an einem Ast von ei-nem Baum verletzet, und viel Geblüt vergossen, durchdieses Mittel davon seye befrcyet worden. Wann mandem Plinio Glauben bcymissel, gehet das See-Pferd,wann es sich zu vollblütig befindet, in den gtrlsiuß undreibet seinen Leib an den von frisch abgeschnittenenRohren übergebliebenen Spitzen, und wann die Ge-fäße sattsam geleeret» wälzet es sich in dem Schlammherum, um die Wunden, so es sich gemacht, zuzu.stopfen.

Was es auch immer sey, lieget es wenig daran fdaß man wisse wenn man diese so nützliche Handan.legung, deren Wirkung, so eben so vortrefflich, alsihr Ursprung dunkel ist, zu danken have.

Um sie zu verrichten, muß man i. die Gefasstkennen, die man eröffnen soll. 2. Die Werkzeuge,mit welchen man sie zu eröffnen habe. >-us was füreine Art man sie öffnen muß. Was man vor, un-ter, und nach der Handauieguug zn verrichten habe»

$. I.

Von den Gefäßen so man eröffnen soll.

Es gibt zweyerley Gattungen Gefäße so manöffnen kann, nemlich die Schlag, und Blut. Adern.Die Oeffnung der Schlagader nennet man Scvlag»aderläste, und der Blutadern Aderlässe.

Die «Ochlagaderlässe verrichtet man sehr selten undnur an der äußern Schlafschlagader; weil man die.

stGee

-

r IIJ.W'

*

i** 1 “®.

«K» iN™'. 15

" »ii»n

31

jttjjhit

’ 5)« tritt ß fiSi! 0

IN Ar KMttffl&tmlatts,ijüil W 1WsciM ttiiMinima toij(ii raitfec.DttMiidt

!(t W Mut MtAm töp®;

ilflifl

Wtitr, jnf f:,.;

;! MVj !{■«r'Wttyn