fass auch einen unnützen Dunst vor Auren -emacht haben. Und nun kommt eg auf t'ttnS hin.iuzob man t pox° v Rad/ oder t p$x ov ^ cn ^ a,, t mit 45cinfTne/ cßroti»« und andern lese.
Doch ist et besser, da» gewöhnliche rpoyov, Rad/ ju behalten; indem doch beydcs der Zun-gen im verblümten Sinn znkommt, und das Wort entzünde,, ^Aoyt'^wja und qAoyi^o-fx'm überaus schön von einem Rave pesaget wird, das durch heftige Bewegung in Hitze undBrand, ja unterweilen bev den Olympischen und andern Rennspielen in lichten Flammen ge.raihen, wie wir hernach kürtzlich anzeigcn wollen.
xi. Nach dieser Erklärung nun siebet ein jeder, daß die Worte a-ör tqoxov t?? ymmax;allerdings nach der Eigenschaft unserer Sprache müssen übersetzet werden, nicht das Rad derGebührt / sondern das angedohrnc oder natürliche Rad, welches die Zunge hat, bas ist,ihre natürliche und angebohrne Schnell,eit. Zum Deweiß dieser, wie ich meine, gleichfalß na.türlichcn und daher besten und unstreitigen Erklärung dienet erstlich, daß nun ein jeder sichet,wie das Wörtgen darum in den meisten Eremplaren gar nicht gefunden wird; indem e»auch in der Thai diesen Sinn verdorben, die Ausleser auf Abwege gebracht, und darauf bishererhalten. Dan wan ein Fronomen oder Vorwort nöthjg wäre , müste ei heissen <rov r£o%pvT»fc ymamc, du r k; oder ww?5, das natürliche Rad der Zungen selber, nicht yiviatuQ »uüv ,unser Rad/ oder das Rad unserer Gebührt/ welches letztere so viel Dunckelheit und nn.richtige Auslegung verurfachct hat. Zweytens, ist zu mercken, baß eben diese Redarten, wor.in der Zungen ein Rad/ und ein Lauf zugeschrieben wird, den Alten, so wohl Brichischen altLateinischen Scribenlen gantz nicht ungewöhnlich sind. Ich will der Ikürtze halber nur einigeBeyspiele anführen, die solches gnug bescheinigen.
xu. So Nennet plmrachus im Leben des pericles paz. m.die Zunge dieses hiyi«Hen Mannes, von dem die Alten sagten, daß er im Reden bonnette und blitzete, tw yA5>oaa*
tuTQO^ov ix T(i> laAiytS'at xai ra%i7iLV, linguam in dicendo rotatilem & volnbilem ,
eine gleichsahm mit einem guten und geschmierten Rade versehene, eine läuffige und schnelleZunge. Euripjde. i» 8accK. ir. idg. e/'’ tur^oyo\< fx\v yA&aaar, eJ( tpQovSv,das ist, du hast eine lauffende, oder mit einem Rade wohl »ersehene Zunge, daß man meinenjolte, daß du weiß wärest. Dan eben so schreibet auch der Großvater aller Dichter AomeruoIliad. 0 *. 418 und M. f. ;8 und Q. t. iso>jtpo^o» cl^ucl oder a,ua£av, t>a* ist, cur.rum puUhus rotas habrntem, oder volubiiem . wie bald so , bald anders übersetzet wird, oder.«inen Wagen, der gute Räder hat, und sehr schnell ist. Eine solche schnelle Zunge, die plnrtarchus und Euripides yAutacm turpc%pi nennen, wir wir gesehen haben, heisset Theo-phrastus in Charaderib. eip. VI. $6fJUt iuAuJov CIO wohl gclösetes Maul, das wie ein tol»les Pferd in vollen Lauf geräth und nicht länger kan gezähmct und gebändiget werden; welcheBeschreibung dam drittens hier auch der Apostel selber von der Zungen gebrauchet, wie so wohlvorher als hernach zu sehen ist. Die Lateiner reden eben so. Sidonius Apollinaris Libr. ix.Epift. rj Rotas Maroni* arte fedaos comparl. Das ist, den grossen Ubcrßllß bet Vikgllia.Nischen Rede mit gleicher .chunst nachahmend. Ausonius Froless. 8nrdjzaIens.carm.I V. Ba-drina nulji tanta in illo tempore, Cursusqjie tot Fandi ac Rota-, Woselbst Elias X?irtCStue und Jacob. Toliius / der auch vormahlt diese llniviersität gezieret hat, kan nachgeschenwerden, welcher letztere in seinen Anmerckungc» twen gleichlautende Erempel aus dem S«lrpicius Severns anfuhret. und eben daher schreiben jurenahs Sat. I. und sidonin* Apoiiin.Uhr. I. Epift. einer hitzigen Zunge oder Rede auch Pferde zu; welches Savaro/ Gran,gäus/ Laldennus und andere Gelehrte erläuteret haben. Hiernnymus Epiftoi. lxi. adPamachium, Oper. Tom. II. p. uz. Repertus eit feculis noftris haud grandis homunculus,qui de cundis Ecdefiae quaeftionibus Uno Lingvo rotatii clariut coruscaket. Wd JU*
gleich das Wort corulcarel tu mercken, welcher vv» Feuer und Flammen gjgentiich gesagetwird.
XIH,