Jahrgang 
Vierzehnter Band. 1900
Seite
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Herzog Gerhard von Jülich-Berg und sein Marschall etc. 23

ihm der Richter von Ratingen zugesprochen, genommenhabe. Wie zu Bensberg und Burg, hatte man auch zuAngerort die Kammer seines Burggrafen aufgebrochen, ihmaus der Kiste 18 G. sowie die Rechnungspapiere genom-men. Von den Feldern des Hauses „zum Haus" warenihm durch den Richter und Kellner von Angermund an16 Wagen Korn gepfändet worden. Die Bürger vonRatingen hatten nicht nur auf seinen Gütern Pferde undKühe wegen rückständiger Steuern gepfändet und verkauft,sondern auch die Lehnleute des Hauses „zum Haus" unddie Einwohner der auf dortiger Mühle mahlpflichtigenHonnschaften gezwungen, auf ihrer Stadtmühle mahlen zulassen. In Huckingen waren seinem Halfmann durch denKellner von Angermund 30 Morgen Roggen und 18 MalterHafer aus dem Felde gepfändet worden; auch den Anteilan den Holzbrüchten der dortigen Mark hatte man ihmentzogen.

Noch 1488 schwebten Verhandlungen zwischen Johannvom Haus und den herzoglichen Räten über eine Ent-schädigung. Er bat sie am 18. März 1492, beim HerzogWilhelm für ihn zu sprechen, „damit er armer Mann zudem Seinigen gütlich käme". Ob seine Hoffnung sich er-füllt hat, wissen wir nicht; das Jahr 1497 hat er nichtüberlebt.