Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CLXv
Einzelbild herunterladen
 

Von ſant

pelkummeſ. vnd erten all einen der wz ein kunig vnder in. vn̄ ſatzten in in̄ die mitte. da rechnet der kunig ir arbeyt mit in allen. da kam einer vnder in der ſprach. ich hab groß krieg gemacht. vnd ſein vil menſchen erſchlagen worden. Da ſprach d̓ kunig ſathanas zuͦ im. wieuil tag haſt du darzu gehabt. Da ſprach er.dreyſſig tag. Da ſprach er. du falſcher knechtdu haſt dy zeyt vbel angelegt. vnd hieß in ſerſchlahen. Da trat aber einer fur den kunig vn̄ſprach. Ich was auff dem meere vnd machetein groß ſturmwetter das vil ſchiff vnd̓giengen. vnd ertruncken die menſchen. Da ſpracher. wieril tag biſt du dar mit vmbgangen. Daſprach er. zweyntzig tag. da ſprach er du biſteīboͤſer knecht. vn̄ hieß in auch ſer ſchlahē. dakam der drit für in vnd ſprach. es wz ein groſſe hochzeyt. da macht ich dz ſy ſich miteinand̓kriegten vn̄ ſich miteinand̓ raufften. vn̄ zugēmeſſer vnd ſchwert auß. vnd ward d̓ preutigāerſchlagē. dz thet ich in zehen tagē. da ſprachd̓ kunig du biſt faul geweſen. vn̄ hieß in auchſer ſchlahen vnd da trat aber einer fur in. vndſprach. ich het mir einē keuſchen munich furgenumen. da bin ich yetzund wol viertzig iarmit vmbgangen. vnd hab in heint mit meinerler zu vnkeuſch bracht. da ſprang d̓ kunig gegen im auff vnd ſatzt im ſein kron auff. vnndſprach zu m. dein werck iſt groß geweſen vndbiſt mir ein nutzer knecht gereeſen. Da tradtaber einer fur in vn̄ ſprach. Ich bin in des biſchoff Endres hoff geweſen vn̄ hab in zu einer nunnen gereytzt das ſy im gar wol gefeltvnd er ſiht ſy offt an vnd ich macht nechtē dzer ſy an einen backen ſchlug. da ſprach der kunig. Eya helt ſchuͤr vaſt zu vn̄ mach im luſt vn̄als ſuſſe rue dz er fallen muß darnnb ſolt dugroſſen lon von mir empfahē. wan̄ ich bin yevnd ye den keuſchen menſchen veind geweſenVnd da das capitell ein end het. da ſprach d̓teufel kunig. Eya nun beſehet wer der ſey derdort ligt. das hoͤrt der iud vnd forcht im garſer. da was das zeychē des creutzes ob im beliben vnd beſchirmet in dz im dy veind nichtzgethun mochtē. vnd da ſy warnamē wer erwzvnd das creutz ſahen da ſchreyen ſy. O we esligt ein lereß vaß hie dz iſt on maſſen wol verſigelt vnd furē damnt auß dē tempel. da bekeret ſich der Iud zu got vn̄ kam zuͦ dē biſchoff

vnd was er gehoͤrt het. da wz dē biſchoff garleyd. vnd entſchlug ſich der nunnen.Eines mals da gieng ein nun in einē garten. vn̄ ſahe ein lactucken vor ir ſtan der luſtetſy. vnd brach ſy ab vnd aß ſy vnd vergaß deszeychens des heyligen creutzes. da ward ſiebehafft mit dē boͤßen geyſt d̓ muet ſy gar ſer.vnd ſchrey ouiß ir. da gieg ein heyliger man zuir der hieß Equicius vnd ſprach zu dē boͤßengeyſt. du verfluchter geyſt warumb peynigeſtdu die creatur vnnd dy geſchoͤpff gottes. Daſprach der veind auß ir. O we wz hab ich derNunnen getan das ſy mich in ſich verſchlunden hat. Ich ſaß auff eiuer lactucken. da kamſy zu mir vn̄ beyß mich ab. Da ſprach der gutman ſein gebet zu got. vnd vertreyb den veinddarumb ſollen wir des zeychens des heyligencreutzes nit vergeſſen. In d̓ ſtat Coͤſtantinopel da wz ein iud d̓ gieng eins mals in ſantSophie muͤnſter da wz nyemant darinnē. vn̄er gieng zu dē crucifix vnd da er ſahe dz nyemant in d̓ kirchen was. da nam er ein ſchwertvnd ſtach das bild in den hals. zuhand giengbuͦt herauß von d̓ wundē vn̄ floß im vnd̓ ſeinalgen vnnd beſprengt in allenthalben. da erſchrack er gar ſer vnd forcht dy criſten wurdēſem innen vnd wurden im ein ſchmacheyt darumb thun. das er vnſerm herren dye groſſenſchmacheyt het getan. vnd nam das bild vndtrug es auß der kirchen. vnd warff es m einēbrunnen nahent bey der kirchen. vn̄ da er hiuweg wolt geen da begegnet im ein criſte derſah das er blutig was vnd bleych vnd das erfloch. da fragt in d̓ criſt von wannen er giengvn̄ ſprach zu im. du haſt ein mordt getan. wandas blut klebt an dir. da ſprach er. ich bin ſeinvnſchuldig. Da ſprach d̓ criſten. ich wil ye wiſſen was du getan haſt wan̄ du biſt vmb ſunſtnit als bleych. Da was dē iuden ſein hertz einteyl erleucht worden. vnd ſprach zu dem criſtēwerlichen der criſten got iſt groß. vn̄ ir gelaubiſt gerecht. heylig vn̄ gut. vn̄ ich wil mich tauffen laſſen durch das groſſe wunder das urfeſchehen iſt. vnd ſaget dem criſten wy es imergangen was mit dem bild. vnnd er het es inden brunnen geworffen. Da kamen vil criſtenvnd huben das bilde auß dē brunnē. vnd ſahēdy warheyt als in d̓ iud geſaget het. alſo hatdas bild noch heut dy wunde an dem hals. vn̄d̓ iud empffiengden tauf