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Legenda aurea, deutsch
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des heyligen Creutzes

.CI.X.

keyt den dy do volherten. du biſt alles dz gutdas man gedencken vnd geſprechen mag. vn̄es wirt griſtus an dir gelobt der an dir gecreutziget ward. Gegruſſet ſeyſt du gottes creutzdu biſt ein liecht vnd ein ere der menſchen. vn̄ein wares lob vn̄ eī clares liecht. vn̄ ein krafftvnſer vernufft. wan̄ d̓ keyſer vnd d̓ kunig criſtus hat die welt an dir verſunet mit got demvater. O du wunderlichs creutz. o du erberscreutz. O du edles creutz. dich hat got außerwelt. vnd wolt die werck d̓ miltigkeit volbringen durch dich vn̄ der gerecht wolt an dir getoͤttet werden darumb dz er dy ſunder von dētod erloſet. vn̄ dz leben wolt an dir vertrucktwerden das er dy toͤtten widerbrecht. vnd derheyler wolt an dir ertoͤdt werden. darumb dzer die verdāptē behielt. O du heyliges creutzdurch dich iſt die hell beraubt worden. vn̄ dyboͤßen geyſt ſeind erſchrocken. vnd durch dichiſt die welt erneuet worden. vnnd hat die warheyt erleucht. durch dich iſt die mēſchlich natur wid̓bracht in dy ſtat des hymels. Dz heylige creutz Eriſti dz vberwindt vn̄ vertreybtalle ſund vnd ligt all vnſer ere daran. du geſegnetes creutz an dir hat geſiget d̓ kung derengel. wan̄ ſein heyliges fleyſch iſt an dir gehangen. vnd hat ſein wirdigs blut an dir vergoſſen vnd iſt an dir waſſer vn̄ blut herab gefloſſen von ſeiner heylige ſeyten dz mag vnswaſchen von allen vnſern ſunden. O du koſpers creutz du biſt allein hoͤher dan̄ all zederbaum. wan̄ an dir iſt gehāgē d̓ lon d̓ welt mitaußgeſpanten armen. Da hatt er alle ding anſich gezogen O du getrewes creutz. vnd̓ allēbaumen biſt du der edelſt vnd der wirdigeſt.keyn waldt bringt als vil wirdiger fruͤcht alsdu haſt gebracht. O du ſuſſes holtz. vn̄ ir ſuſſen negel wie gar ſuſſe frucht vn̄ burd habt irgetragen O du heyliges holtz du wareſt allein wirdig zutragen den lon d̓ welt. Gegruſſet ſeyeſt du heyliges creutz wir betē dich an.du lebentiges vnd ſuſſes holtz vn̄ zyrd d̓ weltdurch dich ſo ſey wir frey worden von allē vnſern ſunden. vnd durch dich wirt vns dz ewigleben gegeben. O du heyliges creutz du haſtvus gelert dy wundē criſti da vō ſeind wir geheylt vnd behalten worden. durch das heyligcreutz iſt frid vnd freud kummen in alle dyſewelt. An dem iungſten tag wen̄ got kumpt zuyrteylen vber lebentig vn̄ vber totten. vn̄ ſitzt

auf den fluͦſener maeſtat. ſo eſcheyet dzzeychen des heyligen creutzes an dem hymel.vnd iſt den dy behaltē werdē ein ewige freudvnd den verdampten ein ewige peyn.Eins mals was ein falſcher zaubrer. dermacht das ein ſchreyber zu dē teufel kam vndwolt gut von im nemen vnd wolt gottes verlaugnen vnd giengen beyd miteināder an einſtat. vnd ſahen den veind in einer geſtalt einesſchwartzen moren hoch auff eine tron ſitzen.vnd ſahē ſeiner knecht vil bey im ſitzen dy waren auch als ſchwartz als dy morē. vn̄ d̓ zaubrer vn̄ d̓ ſchreyber giengē fur den furſten derveind. da ſprach d̓ teufel zu dē zaubrer. Sagmir wer d̓ iūgling ſey d̓ mit dir her iſt kummeDa ſprach er. herr er wer gern ewer knecht vn̄wil tun wz euch lieb iſt. da ſprach d̓ boͤß geyſtzu dē ſchreyber. wilt du mich anbetten ſo wid̓ſag deine got ſo ſolt du mir dann zu d̓ rechtenhand in dē tron ſitzē. da bedacht ſich d̓ ſchreyber. vn̄ verſchmahet im dē veind zuͦ einē herrēvnd thet das zeychē des heylige creutzes furſich. vnj̄ ſprach. wolhin du boͤßer geyſt du biſtmir nit gut zu einē herren. ich wil furbas meinē herren Ieſu criſto dienen dz iſt billich. Daverſchwand der veind vn̄ alles ſein heer. Darnach kam d̓ ſchreyber mit ſeinē herren in ſantSophie munſter fur ein crucifix vnd betetenbeyd da vor. da ſah vnd mercket d̓ herre dz dzbild ſeine augen ymmermer zu dem ſchreyberkeret. Da hieß in der herr an dy andern ſeytēſteen. da ſah das bild aber zu im. da hieß er inhinwiderumb ſtan. da ſah das bild aber gegēim. das nam den herre groß wund̓. vn̄ ſprachzu im. ſag mir wz tugēt du haſt. ich ſih dz dichdz bild nur wil anſehē. Da ſprach er. ich weyßnichts dan̄ da ich bey dē boͤßen geyſt was dagelobt er mir groſſe ere vnd gut dz ich criſtūverlaugnet. Da bedacht ich mich rechtē. vnndwolt ſein nicht thun.Sant Gregorus ſchreybt dz ein Iud ſpatin dy ſtat kam zu Rom vnd ſah vmb wo er eingemach fuͤnd. da er dye nacht belib. da ſah ereinen Tempel darin was der heyden abgottAppollo. da ward er gar fro vnd gieng in dentempel. da graußet im gar ſer. Da gedacht erdaran dz ſich dy criſten mit dē heylige creutzſegnete vn̄ er thet auch ein zeychē des creutzes fur ſich vnd zu mitternacht warff er dy augen auff da ſah er vil boͤßer geyſt in den tem-