Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CXXXVr
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Ludwig

Mxxv-

Ant Ludwig wz einkunig von Frauckreich vnd hett eingelaubigē vater der hieß auch Ludwig vnd der iung Ludwig het got lieb vn̄ dienet im mit vleyß. vnd ſtreyt ſer wider dy ketzervnd vertreyb ir gar vil. vnd̓ was lang vnd̓ ſeyner muter pfleg. vnd het ein meyſter der pflagſein nach dem ratt der prediger vnd der barfuſen vnd leret in gut ſiten vnd goͤtliche kuunſtVnd da ſich der iungling als gar wol anließda ward ſein muter gar fro vn ſprach offt zuim allerliebſter ſun mein. Ee das ich wolt dasdu deinen ſchoͤpffer erzurnteſt mit einer todſund ich wolt ee dz du ſtuͤrbſt. dz wort mercket er als gar mit groſſem vleyß das er vō dergenad gottes beſchirmet ward das er in keyntodſund nye geuiel. Vnd da er zu ſeinen tagēkam da gab im ſein vater vnd muter ein frawen bey der het er ein kind dz zoch er als geyſt.lichen das alle menſchē wunder namē von ſeyner heyligkeit vnd von ſeinen guten ſiten. Derheylig herr ſant Ludwig trug ein herēs hemdan vnd keſtiget ſeinen leyb mit beten mit faſtēvnd mit wachen. vn̄ mit vil ander gutter vbūg.vnd an dem ſambſtag ſo wuſch er gewoͤnlichēarmen leuten ir fuͤß. vnd truͤcknet ins. vnd kuſſet ins mit ſeinē mund. vnd gab in gelt darzu.Vnd luͦd auch an etlichē tagen zweyhundertarmer menſchen vnd trug in ſelber zu eſſen eeer aß. vnd het gewoͤnlich etlich arm leut dy altvnd kranck waren dy ſpeyſt er von ſeiner ſchuͤſſel. vnd wen̄ ſy offt in dem eſſen geuraſt vn̄ geſtruͤt hetten. ſo hieß er ims dan wid̓ fürſetzenvnd aß dann ſelber darauß. vnd trug demutige kleyder an. vnd nyemant kund noch mochtvolgeſagen das groß mitleyden das er mit armen leuten het. Er machet ſpital vnnd dienetden auſſetzigen mit ſeinen hendē. vnd machetauch vil geyſtlicher heußer den gab er miltigklichen ſein almuͦſen. vn̄ kam offt zu den armevnd dienet in auff ſeinen knyen. Eyn cloſter was auff dē berg Albon. dashet er ſelber gebauet. darinn wz auch ein munich der het weder naſen noch augē. dem gaber auff ſeynen knyen zu eſſen. vnd het dz heyltumb vor allē dingen in groſſen eren. vn̄ bauetgar ein ſchoͤne Capellen in ſeinē balaſt darin̄behielt er dy durnen kron vnſers herren Ieſucriſti. vnd ein groß ſtuck des heyligē creutzes.mit groſſer wirdigkeyt vn̄ dz.Fen des heſſl

gen ſpers dz die ſeyten onſers herrē auffthet.Vnd er ſetzet dem heyltumb etlich tag daranman es begieng vnd eret. vnnd wen er vnſersherren fronleychna wolt nemen ſo ſtund er ineinē winckel in d̓ capellen. vn̄ gebot ſeiner diener einē dz er im ein ſeyl an ſein kelen leget. vijmuſt in fur den altar furē. ſo empfieng er dan̄vnſers herren leychnā mit groſſer forcht vndandacht. vnd es dorſt nyemant in d̓ kirchē mitim reden on groſſe notturfft dy weyl man dasampt begiēg. Der lieb herr ſant Ludwig weynet vil an ſeiner andacht. vn̄ wen̄ yemāt criſtengelauben ſchroechet dz mocht er nicht mer gehoͤren vn̄ hieß es ſchwerlich buſſen. Vn̄ einsmals da het ein burger zu Pariß bey got garleſterlichē geſchworē. da muſt ma im ſein lebſſen brenuen als er geſetzt het mit ſeinē kunigklichē gebot. Sant Ludwig wz als gerecht dzer dē arme als recht richtet als dē reychē. daran brufftē die furſtē wol dz die weyßheit gottes in im wz. vn̄ hettē in lieb vn̄ thetē im großere. Er ſaß alle wochen zwir zu gericht armenleuten. vnd weret allen wucher. vn̄ beſchirmetcriſtē gelaubē mit groſſem vleyß. Da ſich nunſant Ludwig vil iar in allen tugenden geubethet. da hoͤret er die zerſtoͤrung der criſten. Daward er mit großem ernſt entzuͦdet. vn̄ machetſich auff mit ſeinē zweyen ſuͤnen. vn̄ mit vil erſamen prelaten d̓ heyligē criſtenheit. vnd woltzu den vngelaubigen gefaren ſein. da ordnetgot von hymelreich ein beſſers. wann er wardſiech vnd wolt ſterben. Da empfalhe er ſeinemerſtgebornen ſun ſein geſcheffte vnnd gab imdas geſchribē. Vn̄ da er nun gar kranck wardda ſah er auff gen hymel vn̄ ſprach. Herr Ieſucriſte nun wil ich geen in dein hauß. vnd wil beten in deinē heyligen tēpel. vn̄ laß da die ſibenpſalm mit groſſer rew. vn̄ rufft dy heylige mitgroſſer andacht an vnd empfieng dy heyligēſacrament. vnd hieß da aſchen auff die erdenſtrewen vnd hieß ſich creutzlingen darauff legen dz thet man. vn̄ er ſprach. Herr ich beuilhdir mein geyſt in dein hend. vnd verſchied daſeligklichen mit den worten vnd fur ſein ſel zuden ewigen freuden. Da begrub man in an d̓ſtat daran er ſtarb mit eren. da thuͦt got groſſezeychē durch in. O heyliger herr ſant Ludwigerwirb vns auch vmb gott dye ewigen freudAmen.Von ſant Auguſtin