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Legenda aurea, deutsch
Seite
CXXIXv
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Von ſant

gar laut das es verr in der wuͤſt erhal vnd dieleut da mit erwecket. Da ſaget ſy dē traum eynem weyſen gelerte man̄. der leget ir dē traumauß vnd ſprach zuͦ ir. dz kind das du tregſt dzwirt ein groſſer lerer vnd wirt vil predigen. vn̄wirt mit ſeiner ſtym̄ die ſunder anruffen. vndwirt vnſers herren Ieſu chriſti ſchaff hutten.vnnd wirt auch manigen menſchen von demſchlaff der ſunden erwecken. der geren in denſunden wolt ligen vnd dz kind beieybt leuſchvn̄ reyn biß an ſeinen tod. Da nun ſant bernhart geborn ward vnd ein kleynes kind wz. daward im das haubt wee thun das wz der muter gar leyd vn̄ claget es da einer alten frawedie ſelbig wolt es darfuͤr geſegnet haben. daſchrey es vnnd thet gar vnwirdigklich dar zuwann im was gar leyd das im dy alt fraw alsnahent kam mit irr falſchē ertzney. da halff imvnſer herr IIeſus criſtus zuhand dz er geſundtward. Eines mals an einer Criſtnacht zu mettenda begert ſant Bernhart das er vnſern herrēIeſum criſtum ſolt ſehen. als er von ſeiner muter der wirdigen iunckfrawen Maria gebornward. da ſach er vnſern herren Ieſum criſtuman einem bild gemalt als er von ſeiner liebenmuter geboren ward. vnd das lieb kindlein hetſeiner zarten muter bruͤſtlein in ſeinem mundeVn̄ vnſer liebe frawrufft ſant Bernhart hinzu vnd ſprach zu im alſo. Gee zu mir vn̄ ſautmit meinē liebē kind ſo lernſt du alle kunſt. vn̄vnſer liebe fraw nam irē lieben kind dz bruͤſtlein auß ſeinem mund. vnd gab es ſant Bernhart irem lieben geſponßen vnd hieß in ſaugē

vnnd zehand kund er alle kunſt. Da gab vnſerliebe fraw irem lieben kind dz bruͤſtlein widerals es vor het gehabt. vnd von dem ſelben ſaugen empfieng d̓ lieb herr ſant Bernhart garals groſſe kunſt vnd weyßheyt das er die heyligē geſchrifft zemal wol lernet in ſeiner kindheyt. Vn̄ da er nun zu ſeinē tagē kam da kamer eines nachtes mit ſeinē geſellen an ein herberg. da was ein gar ſchoͤne fraw innen. d̓ geuiel ſant Bernhart gar wol. vnd ſy mercket dzbette da ſant Bernhart an ſchlaffen ſolt. vndſtund heymlich in der nacht auff vnd ſchleychzu ſeinem bett. Da ſant Bernhart dz mercketda erſchrack er gar ſer vnd ſchrey. ein dieb eindieb hye. da was der frawen gar leyd vn̄ giēgwider an ir bett. Da fur alles das auff das indem hauß was vnd ſuchten den dieb mit liechten vnd mit ſchwertern vn̄ mit andern waffen.ſy fundē aber nyemant wan̄ das boͤß weyb wzhin. Da legten ſy ſich wider nyd̓. da ſtund dasboͤß weyb zu dem andern mal wider auff. vndgiēg zu ſant Bernhart. Da ſchrey er aber wyvor. ein dieb ein dieb hie. Da ſtunden ſy all wider auff vnd ſuchten den dieb mit liechten vn̄mit ſchwerten vnd funden aber nyemant. wandas weyb was aber hin. da legten ſy ſich aberall nyder. Da kam die fraw zu dem dritte malzu im. Da ſchrey ſant Bernhart aber. hie diebhie dieb. da ſtunden dy leut aber in dem haußauff vnnd funden nyemant. Da ließ dye frarerſt da von. vnd da nun ſant Bernhart mit ſeynen geſellē hin weg fur. da ſprachē ſie zu ſantBernhart. wz hat dir heind getraumt von dēdieb. Da ſprach ſant Bernhart. vnſers wirts