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Legenda aurea, deutsch
Seite
CIIIv
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Voſf faſſt

lag in groſſer kranekheit. da er das hoͤrt vnndſah da ſaget er in wie ſein pf erd an der ſtat geſundt wer wordē. da ſy das hoͤrten da baten ſyden ritter dz er mit in an dy ſtat ryt dz thet er.da furten ſy die iunckfrawen an die ſtat da dzzeychen geſchehen was. da entſchlieff ſye vndda ſye ein weil gelag da machet ſye ſant Oſwaldt geſundt. da erwacht ſy vnnd ſtund froͤlichen auff vnd dancket got ſeiner genadē. vn̄fur mit iren freunden wider heym. vnd ſagtendas zeychen vberal. Darnach kame gar vil mēſchen an die ſtat vnd wurden geſundt von ſeyner heyligkeit. Iu der zeyt da kamen etlich man̄ von Brittama auch an die ſelben ſtat da ſant Oſwaldbegraben ward vnnd ſahen das der ſelb fleckda ſant O ſwald lag gar ſchoͤn vnd gruͤn wasDa was ein weyſer man vnder in der ſprach.dz d̓ anger als gruͤn iſt wider das ander feld.das iſt ye ein zeychen das ein heyliger menſchda erſchlagen vnd begraben iſt. vnnd grub daſant Oſwald gebeyn ein teyl auß vnd thet esin ein tuch vnd gedacht im ich wil vil menſchēgeſundt machen da mit. vnnd kam darnach zueiner groſſen wirtſchafft da warē vil menſchēdie aſſen vnd truncken vn̄ empfiengē in ſchonvnd luden in das er mit in aͤſſe. da hieng er dzgebeyn in dem tuch an die wand vnd aß mit invnd da ſie alſo aſſen vnd truncken da ward dzhauß als ſer brinnen das dz fewer hoch vberdas hauß auffſchlug. wan̄ es was huͤltzin. vn̄da ſie das innen wurdē da erſchracken ſie garſer vnd fluhen auß dem hauß. vnd da es allesgar verbran da funden ſy dennoch ſant Oſwalds gebeyn in dem tuch vnuerſeret. vnd daſie das groß zeychē ſahen da erforſtē ſy vberal wer an der ſtat erſchlagen wer worden vnderforſten das der lieb herr ſant Oſwald da erſchlagen vnd begraben was wordē. Da ſagtēſye das zeychē vberal. da kamē gar vil ſiechermenſchen auff ſeinē troſt dar. vn̄ wer ichtz vōim begert des ward er gewert. Nun hoͤrt einman auch von der ſtat da ſant Oſwald begraben was vnd von den zeychen dy er tet. vnd erkam eines nachtes dar vn̄ gedacht im ich wilbeſehen ob icht krafft vnd wunders von demhymel bey dem grab woͤllgeſchehē. vnd da erdar kummen was da fandt er zuhand ſant oſwalds heyliges gebeyn auff dem grab ligen.da ward er gar frovnd nam das gebeyn mit

groſſer andacht vnnd gab es der kunigin vonOſterreich die was des lieben heyligen ſantOſwalds bruders tochter. dy nā es mit groſſen frewden vnd furt es heym. vnd ließ eynenreylichen ſarch darzu machen. darein leget ſiedas wirdig heyltumb mit groſſen eren vn̄ furtes in das lannd Lindiſſino darinnen was eincloſter vnd ein munfter. vnnd het die Runiginvn̄ der herr die munich in dem cloſter garlieb.vnd wolten ires oͤhems heyliges gebeyn in dēſelbigen munſter haben. Vnd in der ſelbigennacht da die kunigin vnd ir geſind zu dē ſarchgiengen. da ſahen ſy ein ſchoͤne weyſſe taubenvon ſant Oſwalds heyltumb auff gen hymelfaren. vnd herwider ab. Da waren ſy des zeychens gar fro vnnd ſagten es den bruͤdern indem cloſter die freweten ſich des heyltumbsgar ſere. Darnach kam ein liecht vō hymel herab dz ſcheyn auff ſant oſwalds gebeyn. Nunwas ein menſch bey dem ſarche das was behafft mit dem boͤßen geyſt das ward zuhandledig vn̄ loß von ſeiner heyligkeit. da ward esgar fro vnd dancket got vnd dem heyligen irrgenaden. Vnd da die bruͤder die zeychen ſahen da beſtaten ſy das heyltumb mit groſſerandacht in dem munſter.Iu den zeyten da kam ein blinder man derhoͤrt die zeychen dy got durch ſant Oſwaldswillen thet. vnd kam zu ſeinem grab vnd namder erden vnd beſtreych da mit ſeine augen vn̄bat in mit groſſem ernſt dz er im vmb got erwurb das er ſehend wurd. da ward er zuhandgeſehent vnnd was gar fro vnnd dancket gotvnd ſant Oſwald ſeiner genaden. An der ſtatda ſant Oſwald von den kunigen erſchlagenward da hieß er ein creutz auff ſtecken. Darnach kamen etlich menſchen zu dem creutz vn̄ſchnytē ſpen da von. vnd legten dy in dz waſſer vnd trenckten das viech vn̄ die ſiechē menſchen darab. da wurden ſy geſundt von d̓ genad gottes. Vnnd dye ſtat heyſt in engliſcherſprach hymelf eld. vnd heyſt in der latein Celeſtis. das bedent dz an d̓ ſtat ein hymliſch zeychen ſolt auff gericht werden vnd geſchehen.Mſlach vil zeyten da kamē die munich vō demcloſter Ageſtaden alle iar dar von d̓ ſele heyl.vn̄ baten fur alle die dy da erſchlagē warē. vn̄lobten got mit pſalmen vnd mit dem heyligenopffer vnd hetten vil meſß da vn̄ da man denbruͤdern ſaut Oſwalds gebeyn bracht vnnd.