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Legenda aurea, deutsch
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Von ſant

nyendert einen diener der mir dye botſchafftwurbe vn̄ der ſich in das lannd kundt verrichten. Da ſprach aber d̓ alt man vnd ſendeſt dutauſent man̄ dar die ertodtet ir vater all. Wan̄da ſie geborē ward da na er ſie auff dy ſchoß.vn̄ legt ir drey vinger auff ir haubt vn̄ ſchwurdrey eyd in heydniſcher ee das er ſie nymmermer keinem man̄ wolt gebē er gewuͤnne ſy dan̄im mit herten ſchwertes ſchlegen an. Da wasſant Oſwald gar leyd vnd weſt nit wie er tunſolt. Da ſprach aber d̓ alt man. Du haſt einenwolrededen raben an deinem hoff wol zwelfiar erzogē der erwirbt dir dy iunckfrawen furwar. Darnach hieß im der lieb herr ſant Oſwald den raben bringen da wolt er nit zu imfliegen. da was dem Runig aber gar leyd. Daſprach d̓ alt man gehab dich wol got d̓ ſchicket dir in gar ſchier herwider. vnd als bald daflog der rab fur den alten man auff den tiſch.vn̄ ſprach zu im dz er ſeinē herren gar got wilkummen wer. Da ſprach ſant oſwald nun habich dich zwelff iar gehabt dz ich dich nye alsmenſchlich hab hoͤren reden damit verſchwādder alt man. Da ſchreyb der lieb herr ſant Oſwald die zwelff ſtuck chriſtenlichs gelaubensan ein brieff lein vn̄ neet dem vogel den brieffvnder ſein gefider vn̄ ein vingerlein darzu. vn̄beualhe im das er der iunckfrawen dz brechtdes kuniges tochter vnd beualh im auch dz erir ſaget das er ſie lieber het dann keyn andereiunckfrawen oder keynen menſchen auff erdtrich damit nam der rab vrlaub. Da empf alhin ſant Oſwald vnſerm herrē vnd vnſer liebēfrawen. da ſchwang ſich der rab auff vn̄ flogvnd kam an dem neunzehenden tag zu des kuniges Gaudon buͤrg. vnd flog vber des kuniges tiſch vnd neyget im vnd der iungen kunigin vn̄ ſprach. herr gebt mir vrlaub mit ewernhuͤlden etwas zureden vnd frid biß ich vō hynnen kum̄ durch got vn̄ durch aller frawen willen. Da der kunig hoͤrt das der rab alſo redet.da nam in groß wunder ab ſeiner red vnnd abſeiner geberd. vn̄ ſprach zu im. du haſt als garſchoͤn frid vnnd vrlaub genummen das ich dirnichtz verſagen mag. nun red was du wilt. Daſprach der rab. Hich hat mein herr ſant Oſwald der kunig von Engellandt her geſandt.vnnd bit euch vleyſſig das ir im ewer tochtergebt das iſt gottes wille vnd ſeiner lieben muter marie thut ir das ſo werd ir ſelig. da das d̓

kunig hoͤrt das der rab got vnd mariā ſein liebe muter nat da ward er gar zornig vnj̄ ſprachman ſolt in durch gott vn̄ marie willē vahē vn̄ſolt in toͤtten. Vnd da die iunckfraw die botſchafft hoͤret die ir ſant Oſwald embotē hetda gewan ſy als bald ein groſſe lieb zu im. vn̄was ir leyd vmb den raben vn̄ ſprach zu iremvater. vn̄ toͤttet man den vogel ſo mag ich nymmer froͤlich werden. Nun haſt du im doch vrlaub geben vn̄ frid zu reden dz du dz brecheſtdas ſtund dir zumal vbel an. da ſprach der vater. liebe tochter gehab dich wol vnnd hab dirdē vogel vn̄ thu da mit wz du wilt. da ward dyiunckfraw gar ſer fro vnd nam den vogel vndtrug in mit ir in ir kamer vn̄ halſet in vn̄ kuſſetin vn̄ trucket in lieblichē an ir bruͤſt. vn̄ ſprachzu im lieber rab ſag mir mer von deinē herrenſant Oſwald. Da ſprach er nempt mir einenbrieff vnd ein guldins vingerlein auß meinemgefider das hat euch mein herr geſandt vnndhat euch bey mir embotē dz er euch lieber habdan̄ kein andre iunckfrawen oder frawē aufferdtrich. vnd da ſie an dem brieff gelaß dz ſieda von ſelig wurd hie vn̄ dort ſo ſy die zwelfſtuck gelaubet des heyligē gelaubēs. da wardir hertz als bald erzundet vō dē heyligē geyſtdas ſy das gentzlich gelaubet. vnd ſchreyb imeinen brieff hinwider vnd neet den brieff demraben vnder ſein gefider vnd nam ein vingerlein darzu vn̄ ſprach zu dem raben. das bringdeinem herren vnnd ſag im mer darzu das ichkeynen menſchen lieber hab dan̄ in. vnd ſprichdas er got bitt das alles dz geſchech zwiſchēvns beyden das er an dem brieff geſchribenfind. vnd ſprich das er mich auff den negſtenſumer hol mit zweyvndſibentzig kylen. vnd dzer zu yeglichem kyelnem tauſent man̄ vnd ritter dy kuͤn ſeind. vnnd das ſy zu in nemen auffacht iar eſſen vnnd trincken. vnnd das er dichauch zu im nem anders er kund mich nymmermer auß der heydenſchafft bringen. Da flocder rab von dannen. vnd ſie empfalh in got vn̄ſeiner lieben muter maria. An dē neunten tagda was der rab vntz vber meer geflogen. Dawas als ein groſſer wind das im der brieff vn̄das vingerlein in das meer viel. vnd das verſchland als bald ein viſch. da was im gar leydvnd er ſaß auff ein ſteyn. da fand er eine gutēeinſydel ſitzen. d̓ ſprach zu dem raben. ſag mitetwas von deinem herren ſant Oſwald. Da