Oſwald dem Runig
.CI.
vnd reynigkeit lebt vntz an ir erd. Sant dominicus ſel kund nichtz dan̄ got lieb haben. wan̄ſy was engliſcher artt vnnd was vol goͤtlicherlieb vnd ſein hertz ward nye betruͤbt von toͤdlichen ſunden vnd ſein hertz wz auch frewdēreych vnd wz all zeyt minigklich geſtalt. Nun
helff vns ſant dominicus auch zu den ewigenfrewden da er iſt. Amen.¶ Von ſant Oſwalddem kunig.
Er lieb herr ſant Oſwald was ein guter criſten vnd wastugentlich vnnd frum vnd hett gottlieb vnd gab vil almuſen vnd beſchirmet witben vnd weyſen vnd eret vnd furdert dy pfofen vnd was hert wider die vngelaubigen. dauon furſah in got vnd wolt in zuͦ einem kunighaben vn̄ da man in zu kunig wolt weyhen dazeran des Creſems das was gottes will. wanes kam ein rab von hymel vnd bracht ein guldene buchßen mit Creſem in dē ſchnabel datzu vnd dem raben hieng ein brieff an dē halßVnd der brieff was verſigelt mit einem gulden creutz vnd der rab kund latein reden. vndſprach. Ich bring den Ereſem von hymel. Dalaſen ſie den brieff daran ſtund geſchriben dzin ſant Peter ſelber geſegnet hett. vn̄ der rabbeleyb darnach in ſant O ſwalds hoff. Da ernun kunig ward da lebet er aber ſeligklicherdenn vor vnd ſtreyt gewonlichē wider die heyden vmb criſten gelauben. vnd bezwang auchherren vnd ſtet das ſie im zinſen muſte. vnd erward auch alſo mechtig das im alle tag dreyzehen kunigreich dienten vnd neuͤn Ebtey vndzwelff biſtumb vnd ein groß volck dz im dientDer herſchafft vbernam er ſich mt vnd was
demutig vnd het got vor augen. vnd dient imtag vnd nacht mit groſſem vleyß dauon wasgot mit im. Es muſten auch Runig hertzogengrafen vnd freyen buͤrg vnd laund von im empfahen. Vnd da er nun als tugentlich lebt vn̄als ſeligklichen gegen got vnd dem menſchenda meynten dy herren er ſolt ein iunckfrawennemen. Wann ſturb er on erben ſo beſeß einerſein gut vnnd reich dem es nye ſauer wer worden vnd dyſen ratt het er von zwelff kunigen.Nun kam als bald ein alter man von dem willen gottes der hett einen langen groen bart d̓trug ein palm vnd ein ftab in ſeiner handt. Inethlichen buchern ſtet geſchriben es wer eynengel der ſtellet ſich ſam er eyn waller wer. daempfieng in ſant O ſwald gar gutlichen vndfurt in in ſeinen palaſt. Da ſprach der olt manIch bin ein weyſſag vnd ſeind mir zweyundſibentzig land bekant vnd thu dir kundt vō gotdas du ſolt ein iunckfrawen nemen die iſt eynes heydniſchen Runiges tochter der heyſſetGaudon vnd die iunckfrawheyſt Pia. vnd iſtzumal ſchoͤn vnnd iſt gottes will das du darumb ſtreyteſt. vnd ſie zu dē heyligē criſten gelauben bringeſt darzu hat ſie got furſehen. daſprach d̓ ieb herr ſant Oſwald. Nun kab ich