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Legenda aurea, deutsch
Seite
XCIXr
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Bominico prediger ordens

dCV.

furē mit engliſchē geſang zu des hymels tronvnd als bald ſchloß ſich der hymel wid̓ zu. vn̄da der prior erwacht da fur er zu Bonony vn̄wolt beſehen ob es der bruder ſant Dominicus wer geweſen den er auff dem ſtul het geſehen. da ſagten in dy bruder dz er zu der ſelbēzeyt tod were. Iu der zeyt da waren zwen prediger d̓ eynhieß Cancret vnd der ander Rao. da bat bruder Cancret rao das er meß ſprech. Wan̄ ſieweſten wol das ſant dominicus ſiech lag dauon wolten ſy fur in bitten. Da ſprach bruderRao meß vnd da er daran kam das man d̓ lebentigen gedencket. da tet im got ſein genadvnd ließ in ſant dominicū ſehen das er zu bononia auß der ſtat giēg wol gekront mit einergulden krone vnd mit ſchneweyſſen cleydern.vnd gieng mit engliſcher geſelſchafft in groſſen freuden. da bekant der bruder wol das ertod was vnd das got ſeinē diener belonet hetDa ſprach er die meſß auß vn̄ hoͤret darnachdas er vmb dy zeyt tod was. Es tet auch vnſer herr vil zeychen vn̄ wund̓durch ſeines dieners willen. Da ſprachen dyemenſchen es wer wol billichen das man in erhuͦb vmb ſein heyligkeit. da kamen vil pfaffenvnd burger zu pfingſten zuſamen da hettē dieprediger ir hoches capitel zu bononia. vnd waren vil prediger dar kūmen. da trachtetē weltlich vnd geyſtlich wie ſie in moͤchten erheben.Da kam gar ein ſchoͤner man fur ſy gegangē.der ſprach. Es iſt gottes ſegen vber in gethandamit verſchwād er. Des morges kame funffbiſchoff darzu vnd vil ritter dys ſtunden vmbdas grab vnd behutten es dz des heyltumbsnyemant hin zucket. vn̄ ſtundē dy biſchoff vnd.die prediger auch darzu vn̄ ſungen loblichē. vn̄da man dz grab auffgewan. da gieng ein garals ſuͤſſer edler geſchmack darauß als der allapotecken auff het getan dy vberal weren. davon wurden die menſchen alle krefftig. Wan̄dyſer acker ſant Dominicus het ſein tag ſuͤſſeweynpluͤd getragen. das iſt das heylig gotteswort. vnd lyligen der maget hort. vnd roſen zuwilliger armut. veyhel in rechter geduld. demut in weyſſen roſen in volkummenheit allertugent. Den geſchmack der von ſant Dominicus gieng den hett auch die erden vn̄ dy ſteyn.dz ire die leut vil mit in heym trugen. Welchehend dz heyltumb anruͤrtē dy ſchmeckten ma-

nigen tag darnach. Vnd es warē auch vil ſiecher menſchen zu dem grabe kummē dy wurden all geſundt von ſeiner groſſen heyligkeit.Da erhub man in mit wirdigkeit vnd mit andacht vn̄ legten in in einē mermelſteyne ſarchder was gar loblichen auſſen vnd innen. vndſein heyligs leben iſt darein ergraben. vn̄ wermit andacht dar kumpt vnd in aurufft dem geſchicht groſſe genad vn̄ kumpt on troſt von imnit. Da der lieb herr ſant Dominicus erhabenward. da bracht man ſeines heyltumbs in daslannd Iinilay da ward das land alles gar froda ſie hoͤrten die zeychē die bey ſeinē grab geſchehē warē. da hub ſich ein edler reicher manauff vnd ſein fraw die hetten einē eynigē ſunder was in gar lieb dē furtē ſy mit in. vn̄ wolten gen den heyligen geen. Da ſtarb in ir lieber ſun. da ward vater vnd muter ſer betrubt.vnd̓ brachken den ſun zu dē heyligen mit groſſein leydivnd rufften in an gar mit groſſer andacht vn̄ mit groſſem ernſt. Der vater ſprach.Herr ſant Dominice ich bin verr mit meinemkind zu dir kummen das hat mir gott genummen ich fuͦr froͤlichen her zu dir. dir zu lobe vn̄zu eren wie wol iſt mir nun gelonet vnd ſprachHerre gott gib mir wider die frewde meineshertzen vnd laß vns nicht in dyſer betkubnußvon dir ſcheydē. Dy clag triben ſy beyd biß indy uacht vntz der han kreet da ſtund das kindlebentig auff vnd wolgeſundt. vnd ſprach gotwil ſein freund eren. Es was ein brobſt in Engellanndt d̓ wasden predigern gar veynd vnd betrubet ſie garſer wo er kundt oder mocht. da gieng er einesmals in iren kor. darumb ob er icht ſehe oderhoͤret vō in das er ſie geſchendē mocht. vn̄ daer lang wartet vnnd nichts ſah da ſchicket erſein geſind von im vnnd verbarg ſich in einenwinckel vnd meynet er wolt nit vō dannē kummen er ſehe dan̄ etwas damit er ſie geſchēdēmocht. Vnd die weil die bruͤder aſſen vnd vilerber leut mit in die ſie geladen hettē. da giēgd̓ broͤbſt vberal in dem cloſter hiu vnd her. daſah er vberal nichtz vnnd meynet er muſt ſichdes verbegen. vnd gieng da auff das ſchlaffhauß vnd ſah hin vnnd her. Da ſah er in einesmuniches bett ein ſchoͤne iūckfrawen ſitzē diemacht einē ſchappler gar von gutem tuch. daward er fro vn̄ ſprach. Nun hab ich ein gutevrſach den orden zu ſchenden vnd ſprach zu d̓