Machabea
.XCIII.
vnnd ward ſein gedirm geſtreuet das man eskaum zuſammē kundt geleſen dz man es zu d̓erden brecht. Ir ſult wiſſen dz man dye hochzeyt d̓ heyligen frawen Sapietia mit ire toͤchtern begeet in der criſtēheit an ſant peters tagals er in den banden herodis lag. vnd heyſſerman den tag der ketten feyer. wan an dē ſelbētag ſeind dy liebē iunckfrawe gemartert wor
den durch dē namē vnſers herrē Ieſu chriſti.Nun bittē wir dy heyligē toͤchter Fides ſpesvn̄ Raritas. dz ſy vns genad vmb dē almechtigen got erwerbē dz wir hie in dyſer zeyt nachſeine willen leben alſo dz wir von im nymmergeſchyden werden Amen.Von ſant Machaben
Oden zeyten da Antiochus kunig was da aͤchtet er dyeOcriſten gar ſer. vnd vieng ſy vnd martert ſy vn̄ toͤttet ſy auch wo er ſy ankam. dauonverlaugnetē vil mēſchē criſten gelaubē. Iu dēſelbē zeyten da was ein fraw dy hieß Machabea dy het ſyben ſun dy waren alle criſten vnddy muter auch vnd heten got lieb. dz ward dēkeyſer geſaget. da hieß er dy muter vnd ir ſuͤnall vahen vnd hieß ſy fur in bringen. vn̄ da ſiefur in kamen da ſprach der ſuͤn einer zu im. wzwilt du vnſer. du ſolt wiſſen dz wir bereyt ſeinvmb criſten gelauben zeſterben. Da ward derkeyſer zornig vnd hieß ein groſſe pfannen bereyten. vnd hieß dy gluent machen vn̄ hieß dēſein zungen außſchneydē d̓ des erſten geredthet. vnd hieß im dy zungē oben auff dz haubtzwicken. vnd hieß in da in dy gluende pfannenſetzen vnd ließ es ſein muter ſehen. darumb dzſy iren gelauben deſter ee ließ. vnnd hieß in dain der heyſſen pfannen hin vnd her walge alslang biß er ſtarb. da fur ſein ſel zu den ewigenfreuden. Da ſtercket dy muter dy andern ſun.vnd dy ſuͤn dy muter vnd ſprachen. Wir ſullenveſtiglich beſteen vnd ſullen vmb criſtē gelauben ſterben. wann got der dy ewig warheit iſt
der hilfft vns des ſallen wir vns troͤſten. vnndredt die muter gar weyßlich mit iren ſuͤnen vn̄ſprach. Ich weyß nit wy ir in meinē leyb kumēſeyt. ich hab euch das leben nit gegebē es hatder ſchoͤpffer aller dyſer welt gethan vnd deralle menſchen beſchaffen hat der mag euch dzewig leben gebē ſeind ir durch in verſchmechtſeyt. Die red tet de kunig zorn. Da der erſteſun ſein leben geendet het. da nam man dē andern ſun her vnd zoch im ſein haut miteinand̓ab vnd ſprach da zu im das er dy haut eſſe ſowolt man in dan̄ darnach martern an allē ſeynen gelydern. Da ſprach er wan̄ man mich mitvil leydēs toͤttet ſo mag man mich doch nit geſcheyden von dem ewigen leben. aber der Runig aller dyſer welt der erkwickt dy in dē ewigen leben die ir ſel durch ſeinen willen auffgeben vnd ſtarb alſo. da fur ſein ſel zu dē ewigēfrewden. Darnach zoch man dem drittē auchſein haut ab vnd martert in yemmerlichē. dasleyd er gedultigklichen durch got. vnnd recketſein hend froͤlich auff des wundert den kunigvnd alles ſein volck gar ſer das der ſunglngein als veſt gemuͤt hett. vn̄ der peyn als wenigachtet vnd gab alſo ſeinen heyligen geyſt auffvnd fur ſein heylige ſel zu den ewigen frende.