Reyſer Heinrich
LXII.
hilff mir das ich ſie bring zu crſtenlichem gelauben vnd das ſy dem romiſchen reich vndertenig werden.¶ Da ſamelt ſich ein groß her gegen dē Reyſer. das ward im geſagt. da gieng er an ſein gebet als er angſt het. wan das andechtig gebethilfft mer zu dem ſtreyt denn alle waffen. vndrufft vnſern herren an mit groſſer andacht vn̄ermant in ſeiner genaden vn̄ bat in das er mitden ſeinen allen were. vnd rufft ſant Lorentzēan des das biſtumb was vnd bat ſant Iorgenvnd ſant Adrianū das ſy mit im weren. vn̄ troͤſtet ſich vnd alles ſein volck vnd ſprach. das ſyſich wolgehabten. got wolt mit in ſein. vn̄ ritenda an den ſtreyt. da rufft der Reyſer aber vnſern herren an. vnd ſprach. Herr mein beſchirmer hilff vns allen deinen kuechtē das wir geſigen in deinem namen. Da kamen ſye zu irenveinden. da geſchach bald ein zeychen. vn̄ gottoffnet dem keyſer ſeine augen vnd ſah dz ſantLorentz vnd ſant Iorg vn̄ ſant Adrianus vn̄die engel vor im fuͤr ſy ſtryten vnd ſchlugē andy veind das ſy fluchtig wurden. vnd alſo geſiget der keyſer vnd alle die ſeinen mit der hilffgottes vnd der lieben heyligen. vnd wurden d̓veind vil erſchlagen vnd der criſten belag nyekeiner. vnd alſo wurden ſie dem reich vndertenig vnd zynſten im vnd muſten ire land vō imentphahen Behem Polen vn̄ Merhern landwann die ſtet waren all wider den keyſer geweſen. darumb lobet der keyſer gott vnd hub ſeinhend auff vnd ſeine augen vnd ſah zu gott vn̄ſprach. Herr Ieſu criſte. du biſt ein kunig hymels vnnd der erden. Den hoffertigen widerſteeſt du vnd den demuͤtigen tuͦſt du dein genad. du haſt die woll geeret die dich lieb habēVnd da nun dem keyſer als glucklich vnd ſeligklichen ergangen was. vnnd das das reichals wol bey im ſtund da trachteten die herrenwie von dem keyſer ein gut geſchlecht kem dauon die welt getroͤſt wurd. vnd baten den keyſer das er im ein frawen neme. darumb lagē ſyim an. das was im ſchweer. wann er het im vnſern herren außerkoren zu einē erbē des weſtēſy nit. vnd ſprachen aber zu dem keyſer. es zymet deine reich nit das du es allein hetteſt. vn̄wer auch nit gewōheit. vn̄ tet er es nit. ſo muſter irn vnwillē habē. Da troſt ſich d̓ keyſer gottes vnd gelobet im ſein keuſcheit biß an ſeinerod vn̄ ſprach da zu den herren. das ſy im enm
da wurden die herren all fro. ¶ Nun ſaß einedler mechtiger Pfaltzgraff bey dē Reyn. d̓hieß Seyfrid vnd ſein fraw hieß heydwig dyhetten ein reyne tochter die wz tugentlich vn̄keuſch vn̄ het got licb. vn̄ hieß Rungund vmbdie ſelben iunckfrawen wurben die herren dēkeyſer. Da das ſant kungund hort. da ward ſyſer betrubt. Da nun ir vater vnnd ir muter todwas. da gabē ſie ire freund wid̓ iren willen dēkeyſer. da befalh̓ ſy ſich got vnd dienet im mitvleyß. Nun kamē gar vil herren zu d̓ hochzeitvnd vil biſchoff vn̄ teten ir dē braut ſegen. Daman ſie nun an dz brautbett bracht. da ſprachd̓ keyſer zu d̓ kunigin. ir ſolt wiſſen dz ich meinkeuſcheit meinē got vn̄ meinē ſchoͤpfer gelobthab vnd wil der eelichen werck nit pflegen alsman hie in der welt pfligt. da dz ſant Rungūderhort. da ward ſy gar fro. vn̄ ſprach. Dar furnē ich nit manig kunigreich. wan̄ ich hab meinkeuſch got gelobt. vn̄ wer darwid̓ tet. d̓ verdienet damit gottes zoren. Da ſprach der herr.Fraw ir ſolt wiſſē dz got mit vns iſt. wan̄ wirſein in ſeinē namen geſamelt. d̓ muß auch allzeit mit vns ſein. Da ſprach die lieb fraw ſantRungund. das werd war Amen. Da nam derkeyſer ir hend in ſein hend vnnd ſprach. Liebefraw ich gelob dir das ich keuſchlichen lebenwill dz ſelb ſolt du mir auch geloben. vnnd wirſullen vns got beyde ergeben. So wil ich dichin allen trewen vnd eren behalten als mich ſelber. vnd als ein gewaltige keyſerin. vnd vnſerbeyder keuſch ſol heymlich ſein. da danckt ſiegot das er ſy als veterlichen verſehen het. vndalſo hielt der keyſer dy frawen in groſſen erenvnd was ſy wolt das muſt geſchehen.¶ Darnach ſatzt im der keyſer fur. dz er gotvn̄ ſein heyligen zu erbē wolt machē vn̄ ſtifftet das biſtumb zu Bamberg das wz in demſechſtē iar nach dē als er keyſer ward. dz ſtifftet er mit groſſer reicheit. vnd zuͦ dem ſtifft vn̄zu allen ſtifftē halff im ſant kungūd mit groſſem ernſt. Darnach ſtifftet er den munchbergDarnach ſtifftet ſant tunguūd ein munſter dzheyſt zu ſant ſteffan. Da gaben ſy auch großgut zu vn̄ ſtifftet da eins in vnſer frawe eren.vnnd ſtifftet da eins das heiſt zu ſant Iacob.das was dz funfft munſter. da gaben ſie aucherb vn̄ eygē zu. das es in wirden vn̄ eren ſteet.Nun het keyſer Hemrich vnd ſant kungund