Rlargarethen
.LI.
brecht ſy von irem gelauben. vnd ſprach zu ir.Das du edel biſt vnd Margaretha heyſt daszympt deiner ſchoͤn gar wol. aber dz du gelaubeſt an den gecreutzigten got das iſt ein groſſe torheit vn̄ iſt dir ſchad. Da ſprach ſant margaretha zuͦ Olibrio. Es iſt ein groſſes wund̓das du gelaubeſt das mein herr Ieſus criſtusgeliden hat. vnd getodt iſt worden. vnd dz dunit gelaubeſt dz er von dē tod widerumb aufferſtanden iſt. vnd darnach zu hymel gefarē iſtDa ward Olibrius zoring. vn̄ hieß die iunckfrawen in einen kercker legen vn̄ des anderntags da hieß er ſie fur in bringen vnnd ſprachzu ir. Margaretha volg mir vnd ſchon deineriugent. vnd bet meine abgoͤtter an vnd oppferin. Da ſprach ſant Margaretha. Ich wil denanbeten der des hymels vnd der erden gewaltig iſt wan̄ dem got hab ich mich ergeben vnddurch den wil ich mein leben geben. wan er iſtdurch vnſern willen tod. darūb das er vus vondem ewigen tod erloͤſte. Da ward der richterzornig vnd hieß ſy nackent außzyhen. vn̄ hießſy auff hencken. da hieß man ſy mit den hendēentporhencken vnd ſchlugen ſy mit gerten vn̄mit ſcharffen geyſeln das das blut von ir ranDa ſprach der richter. Margaretha erbarmdich vber dein ſchone. da ſprach ſy ich erbarmmich vber dy ſchoͤn meiner ſel. darumb das ichnit verließ das bild d̓ gottheit. Darnach legtman ſy in dē kercker. der daucht ſy ein liechterpalaſt. Da rufft ſy got an in dem kercker vndbat in das er ſy den veind ließ ſehen der Olibrio ſein hertz gegen ir entzundt het. vn̄ im alſo riet dz er ſy peyniget. Da ſah ſy eine tracken der tett einen weyten mund auff gegen ir.ſam er ſy verſchlicken wolt. da tet ſy dz heyligcreutz fur ſich. da verſchwand der veind.¶ Darnach kam der veind aber zu ir. da bekant ſy von den genaden gottes wol das es d̓veind was vnd nam den boſen geyſt vn̄ trucktin auff dy erden. vnd ſchlug in gar ſer. vn̄ trattin auff ſein haubt. Da ſchrey d̓ veind hoͤrauffwan̄ dein heylige demut peynmgt mich alſo ſervnd muß mich ymmerſchemē dz mir ein iunckfraw als vil leydes tuͦt. Da ſprach ſant Margareth. warumb tut ir den criſtē als vil leydesan. Da ſprach der veind. da haben wir dē groſſen neyd zu in. darumb das ſy die ſtat ſullē beſitzen da von wir verſtoſſen ſeind. vnnd mochtwir ſie des verhindern dz tet wir gern. vnd dai.
er ir geſagt was ſie wolt da ſprach ſant Hargareth. du magſt mir nit geſchaden. wann Ieſus criſtus iſt mein beſchirmer. vnd ſah da mitandacht gen hymel vn̄ ſprach. Herr almechtiger got. Ich bit dich durch dein guͤtte das dumich behuteſt. wann ich gelaub veſtigklich andich vn̄ volg deiner lere. vn̄ da ſie dz geſprachda erſcheyn ein liecht bey ir vnd in dem liechtſah ſy ein creutz das gieng gen hymel auff. vn̄ſaß ein taub darauff. Vnd da die iunckfrawdas geſahe da ward ſie gar fro vnnd dancketgot ſeiner genaden. vnnd ließ den veind ledig.Vnd an dem andern tag nam man ſie auß dēkercker vn̄ bracht ſy fur den richter. da ſpracher zu ir. d̓ goͤtter gedult iſt gar groß vber dich.Da ſprach ſant Wargareth. ir gedult iſt alſodas ſy weder ſinn noch vernufft haben. dz tetdē richter zorn vn̄ gebot dz man ſy ſer ſchluͦg.das teten dye diener. vnnd hielten ir brinnentfackeln an iren leib dz leyd ſy gedultigklichenvnd bat vnſern herren Ieſum criſtū dz er mitir wer vnnd ir ir kewſcheit behuttet. Darnachſetzt man ſy in ein heyſſes waſſerbade. da wzgot mit ir. vn̄ kam ein groſſer erdbidem vn̄ eingroſſer ſchawer. da loßte ſich als bald die bāddamit ſant Margareth gebundē wz. da giētdy iunckfraw geſundt herauß vn̄ lobet got inigklichen von gantzē hertzen. Vn̄ da dy menſchen das zeychen ſahen. da lieſſen ſich funfftauſent menſchen tauffen on weib vn̄ on kind.die ließ der richter alls toten.¶ Nuch dem ſprach d̓ richter zuͦ ſent Margarethen. d̓ mord iſt aller von dir kummen. dauon ſol man dich auch toͤtē. Da bracht man ſiean dy ſtat da man ſy enthaubten wolt. da ruftſy vnſern herren mit andacht an. vn̄ knyet nyd̓vnd ſprach. O herr Ieſu criſte. ich beuih dirmeinen geyſt in dein hend. vnd bit dich dz duallen dē vergebeſt die an meiner marter ſchuldig ſind. vn̄ bit dich auch dz du allē dē zuͦ hilffkūmeſt dy mich vn̄ mein marter eren. mit kirchgang mit liechtē vn̄ almuͦſen. in welcher not ſyſeind ſo foltu ſy durch meinē willē gewere. vn̄ſolt in ir ſund vergebē. vn̄ wer ein kirchē in mernem namē bawet dē gib das hymelreich darumb. vnd da ir bet ein end nam. da erſchal einſtym auß dem hymel die ſprach. Hargarethabiß fro. wan̄ dein gebet iſt erhoͤrt vor got. vndwil alle die geweren die dich eren vn̄ anruffenVō d̓ ſthym ward Margaretha ſererftet vn̄