Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
XXXVIv
Einzelbild herunterladen
 

Von ſant

ſaget im ſant Peter von criſtē gelauben vnndſprach. wer an criſtū gelaubt kumbt nach dyſem lebē in das ewig lebē. dauon ſoltu gedecken an das kurtz leben das hie iſt. vnd ſolt nachden ewigen freudē werben. wan̄ wer hie abgoͤttern dienet muß dort ewig peyn leyden.dauon ſoltu dich laſſen tauffen vn̄ ſolt anwaren got gelauben. ſo wirt dein tochter geſunt. wan̄ ſy was mit boͤßen geyſt beſeſſenDa ſprach Archennus zu im. Nun magſt dudich auß den banden ſelber nit geloͤſen. Wiemochteſtu den̄ mein tochter von boͤßen genſten erloͤſen. Da ſprach Petrus. der almechticgot hulff mir auß kercker wen̄ ich wolt. ichlig aber gern darinj. Wann ich wil gern durchgot gemartert werden vmb die ewigen kron.die ich in ewigē lebē alzeit hab. Da nun vetrus Archenno ais vil von got geſagt hett. Daſprach archennus. Ich wil heym geen. vnd wildich in den bandē laſſen vn̄ hilfft dir got darauß vnd hilfft mir auch das mein tochter vonden boͤßē geyſtē erlediget wirt. ſo wil ich michgern laſſen tauffen. vn̄ wil an deinē got gelauben. vn̄ kam heym zu ſeiner frawen. vn̄ ſaget irwie Petrus mit im geredt het von got dz wasim gar ein ſchimpff. da gieng Petrus zehandzu im ein vn̄ trug ein creutz. da erkant in archēnus zehand vn̄ viel im zu fuſſen. Da hub in petrus wid̓auff vn̄ gieng zu ſeiner tochter vn̄ erlediget ſy von den boͤßen geyſtē. da wurden ſygar fro vn̄ dancktē got ſeiner genadē vnd ſantpeter. Vn̄ da archēnus dy wund̓ vn̄ die zeichēgeſehen het. da ließ er ſich vn̄ ſein tochterdida tauffen vn̄ dreuhundert menſchē. vn̄ ſantPeter mit marcellino taufftē die mēſchē alle.Darnach ließ archennus alle die gefangēcriſten ledig die im enpfolhen waren. dz ward richter Sereno geſagt. dz thet im gar zornvnd ſandt nach archenno vnd ſprach zu im. waſeind vnſer gefangē all. Da ſprach archennusIch hab ſie ledig laſſen. wann man tut in vnrecht. wan̄ ſie haben einē rechten gelauben an ware got. des diener ich bin. vn̄ rewet michdz ich als lang gebittē hab. doch hat mich gotdurch ſein krafft ſein guͤtt laſſen ſehē. Darūbſey er ewigklich gelobt. Da das richter Serenus hort dz thet im gar zorn. vn̄ hieß archēnu vn̄ ſeine prieſter marcellū gar ſeer mit knutteln ſchlahē. dz lyttē ſy gedultigklichen durchgot. Darnach leget ſie in einē kercker. wz

geſtreuet mit gleſſerē ſcherbē alſo nacket. Dafreueten ſie ſich dz ſie durch got da ſolten leyden. da legt man ſant peter auch in ein kercker wz mit eyſen als eng gemacht dz er wed̓ geſitzen noch geligē mocht vn̄ muͦſt nur ſteen vn̄in nacht da kam engel gottes zu Marcellino vn̄ bracht im ſein gewāt vn̄ erloſt in außkercker. vn̄ ſprach zu im. gee mit mir. Da legeter ſein gewāt an vn̄ giēg engel nach. giēgzu ſant peter vn̄ erloͤſet in auch auß kerckervn̄ furt ſy beyd in ein hauß da warē criſtē inn.da ſprach der engel zu in. die mēſchē ſolt ir ancriſtē gelaubē ſterckē vn̄ beleibet viertzig tagbei in. dz tetē ſie vn̄ lertē ſie mit groſſem vleiß warē criſtē gelaubē. Vn̄ des morgēs ward richter geſagt ſant Peter wer hin. vn̄ kercker wer noch verſpert. da erſchrack richterſerenus gar ſere. vn̄ tet im zorn. vn̄ hieß archē frage wa marcellinus kūmē wer. da ſpracharchēnus. Ein engel gottes bracht im ſein gewant vn̄ hieß in mit im auß kercker geen.kercker ward aber nit auffgetā. da dz richterhoͤrt da ſprach er auff mein aͤyd ich verſperr irkeinē nīmermer. vn̄ hieß da archēno ſein haubtabſchlahē. da fur ſein ſel zu den ewigē freudē.Darnach na ein heyd archēnus tochterdidā. die ſant Peter dem boͤſen geyſt erloͤſſhet. vn̄ ſtieß ſy in ein grubē. vn̄ wurffen dy hey als lang ſteyn auff ſy biß dz ſie mit groſſermarter ſtarb. da fur ir ſel zu ewigen freudēDa hoͤrtē die criſtē vnd die freund gottes dieengel ſuſſigklich ſingē. darnach hieß richterſaut Peter vn Marcellinū ſuchē. Da warē nudie viertzig tag hin. die ſy engel in haußhieß ſein. da giengē ſy herauß vn̄ lertē criſtengelauben als vor. wan̄ ſy forchten kein marternoch kein traw. da vand man ſie zuhād. da gebot richter dz man in ire haubt abſchlug. dafurē ir ſelē zu ewigē freudē. da ſach man irbeyd̓ ſel auß irē mūde geen recht als die ſchoͤ meydlein die ware mit gold ſchoͤn gekleyd.Bye ſahē auch vn̄ hoͤrtē dz die engel dye zwuſelē mit ſuſſem geſang gen hymel furtē. da bekantē die heydē ir heyligkeit. vn̄ ſagten das zurom. dz ſy geſehē vn̄ gehoͤrt hetē groß wunderVon zeychē bekertē ſich vil mēſchē zu criſtē gelaubē. vn̄ namē die criſtē die leychna. vn̄begruben ſy gar erlichen. got zu lob vn̄ den lieben heyligen mertrern zu eren Amen.