Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCLXVIv
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Eines mals da was em gute fraw in einēCloſter die hieß Fulalia. die het vnſer frawēgar lieb vnd dienet ir mit groſßem vleyß. vndeines mals da lag ſie an ire gebet. da erſchynir vnſer liebe fraw vnnd ſprach zu ir. Fulaliamein tochter ſchleffeſt du. Da erkannt ſy zuhandt das ſie vnſer fraw was. vnnd ſprach.Mein allerliebſte fraw ich ſchlaff nicht. waswilt du das du zuͦ mir kummen biſt ich groſſeſund̓in. da ſprach vnſer liebe fraw zu ir. meintochter furcht dein gutte muter nicht der duſtetiglichen dienſt. wilt du aber das mir deindienſt genem ſey dē du alle tag thuſt. vn̄ dz erdir nuͤtzer werde. ſo ſprich das Aue maria nitals bald vnd nym dir baß der weyl. vnd wiſſwen̄ du mich da mit gruͤſßeſt das es mir eyngroſße freud iſt. vnnd ſunderlichen wenn duſpricheſt. der herr mit dir. Das ſprich langkſam vnnd mit groſßer andacht. vnnd was ichfreuden da von hab dz kan mit wortē nyemataußgeſprechen. wan mich duncket zu der ſelben zeyt wie mein ſun in mir ſey als er in mirwas da er warer got vn̄ menſch menſchlichenatur anſich nam vnd von mir geborn ward.vnd als groſße freud ich het da mir der engeldē gruß bracht. als groſße freud hab ich wen̄man ſpricht der herr mit dir. Da das dy frawhort da was ſy von gantzem hertzen fko. vnddancket vnſer lieben frawen dz ſiß ir tochterhet geheyſßen vnnd vnſer liebe fraw fur wid̓gen hymel mit groſßer klarheyt. da behielt fulalia gar vleyſhiglichē. dz ſy vnſer liebe frawgelert het. wan̄ ſie het alle tag als vil Aue maria geſprochen als vil pſalm in̄ dem pſalter iſtvnd darumb dz ſy die zal erfult vn̄ volbrechtſo eylet ſie deſter mer. aber hinnach ließ ſy dyzwey teyl vnderwegen vnd betet nuͦr dz drittteyl das ſeind ſechßvndfunfftzig. die ſprachſie gar mit groſßem vleyß vnd andacht.Iu einem mal da was ein menſch der hettgroſßer leyden dreu. Das erſt das er gott erzurnet het gar mit groſßen ſunden. Das and̓das er gar groß leydē hett von ſeiner freund.wegen. Das dritt das er gar groſße ſuͤcht vn̄ſchmertzen het an ſeinem leyb vnd keyn hilfvon keinem menſchen het. Da ruͤfft er dy muter d̓ barmhertzigkeyt an mit groſßem erſtnd bat ſie das ſie im zuhilff koͤm vnnd geloder ir er wolt ir alle tag ein Aue Waria ſprechen mit andacht biß an ſeinen tod. da erloͤſe.

in vrſer liebe fraro von allen ſeinen noͤtten. daward er gar fro. vnd bat vnſer frawen das ſyim zu erkennē geb wie er das Aue maria ſprechen ſolt dz es ir allerloblichſt wer. da ſprachvnſer liebe fraw in̄ dē geyſt zu im. Mein kindich hab dich von dreyerley leyden erloͤſet. darumb ſolt du dreyerley andacht habē ſo magſtdu mir der genade wol dancken die ich dir gethan hab. vnd magſt auch wol vil ſeligkeyt erwerben an ſel vnnd auch an leyb. Sprich deserſten. Aue Maria du hochgelobte Iunckfraw Maria reyne magt ein Runigin hymelreychs vn̄ erdtrichs biß ermanet das d̓ grußAue dy nacht vn̄ die vinſternuß vertreyb desewigen todes. darein Adams val biß an dyſeſtund alle menſchen gebracht hett. vnnd wasfreuden du da von empfiengſt. Alſo bit ichdich dz du die vinſternuß vertreybeſt vn̄ meinſel erleuchteſt mit dem liecht deiner guͤte. vn̄nach meiner notdurfft. Vn̄ ſprich auch. AueMaria gottes muter. ich ermane dich reynēmagt das du von dem gruß on alle meyl vndverſuchnuß belybeſt. vnnd bit dich dz du mirhelffeſt das ich on alles meyl vnd on alle anfechtung von dyſer welt ſcheyde. Zu dē dritten mal ſo ſprich. Aue Waria du reyne magtich erman dich das du von dem gruß mit ſteter liebreycher begierd on arbeyt empfiēgſt.trugſt vnd gebarſt vnd erzugſt. hilff mir dasich mit groſßer begirde dz kind aller tugentvnd guter werck empfah vnd geber. vn̄ weyßlich behalt biß an meinen todt. Das thet dermenſch die weyl er lebt. vnd beſaß nach dyeſem leben das ewig leben.Bant Bernhart ſpricht. Maria es iſt diials ein wuͦnſamer kuß wen̄ du dich hoͤrſt gruſſen mit dem engliſchen gruß Aue Waria. darumb ſpricht er wir ſullen zu dir geen vnd ſullen dich gruſßen die ſchoͤnſten ob allen frawen. vnd ſprechen. Aue maria.Eines mals wz ein ſundigerritter dē ryetſein ſun das er in einen orden koͤm dz thet ervnd da er drey iar in̄ dem orden was geweſenDa ſprach er zu dem abbt. ich bin an d̓ barmhertzigkeyt gottes nahēt verzagt vō meinergroſßen ſund wegen. dy beken̄ ich baß inn dēorden dan̄ in̄ der welt. vnd da er in̄ dem leydēwas da erſchyn im vnſer liebe fraw vn̄ troſtin guͤtlichen vn̄ ſprach. ſy wolt im vmb ir kinderwerben ablaß aller ſeiner ſunden. da ward