Iuliana
CCCIIII
Vliana die lieb heylig iunckfraw iſt geborn gar vō edlem geſchlecht. vnd was ein criſtin.vn̄ het got lieb. vnnd dienet im mit vleyß. mitbeten. mit faſten. mit wachen vnd mit vil and̓guter vbung. vn̄ gab gar vil durch gottes willen vnd begrub dy totten criſten.¶ Zu den ſelbigen zeyten was Maximianuskeyſer der durchechtet die criſten ſer wann erwas ein heyden vnd ir vater wz auch ein heyden. aber Iuliana was ein criſtin vnd behieltdie gebot gottes. Da ſy zu iren tagen kam dagelobt ſie ir vater einē furſten der hieß Eulogius d̓ wz auch ein heyden. Vn̄ da die iunckfraro hort dz man ſy hingelobt het. da ſprachſy zu irē gemahel. Ich bin ein criſtin. vnd wiltdu das ich dich nem ſo laß dich tauffen vndgelaub an vnſern herren Ieſum criſtū ſo wilich thun was du wilt. wo du aber dz nit thuſtſo wil ich dein nit vnd da der furſt das hort.da erſchrack er gar ſer vnnd ſaget irem vaterwie ſy geredt het. da was irem vater gar leyddas ſy ein criſtin was. vnd meynt er wolt ſyemit guten worten vberreden. vnd ſprach zu irſie ſolt den abgoͤttern opffern ſo hett ſy großreycheyt. wunn vnd ere biß an ir end. vnd hetgroß freud vnd ſeld auff erden. vn̄ wurdē allir freund von irendwegē geeret. wolt ſy aberiren gelauben nicht laſſen ſo wurd ſie ſer geſchmecht vnd wurd gar vil darum̄ leyden. vndſprach ſie ſolt glaubē als ir voruord̓n gelaubthettē. vn̄ thet ſy das nit ſo wurd ir ſel verlore.Auch ſo ſchont mā. ſprach er. deines adels nitmā toͤdtet dich darum. ſo betrubſt du mich vn̄dein muter ſer da mit. vn̄ verſundeſt dich damit an vns das du ewiglichen verlorn biſt. vn̄haſt auch vnſer goͤtter zorn. Darumb ſo volgmir vnd deiner muter als lieb wir dir ſein.¶ Darnach ſprach ſant Iuliana zu irem vater. du ſolt dir nit gedencken das ich mein ſeldurch deinen willen woͤll verlieſen vnd meinefreunden ere/ damit kauffen. da von mein ſelewiglichen gepeyniget wurd. dauon wil ich d̓welt reycheyt nicht nemē fur die kron d̓ ewigkeyt die allen criſten von got iſt bereyt vnd dyewig freud dy nymmer zergeet. vnd wer ewrēgoͤttern dienet der iſt ewiglich verlorn. wannſy vermugen keyn gut. darum ſolt du lieber vater an meinen got gelauben der gibt dir nachs ewig leben. Das thet irē va-
ter zorn das er ſy von irem gelaubē nit mochtbringen. vnd ſchlug ſy gar ſer. dennoch wz ſieſteet an got. vnd da er ſah das er ſy von iremgelauben nit mocht bringen. da antwurt er ſieirem breutigam vn̄ ſprach zu im. Ich hab dirmein tochter gelobt dye ſpottet vnſer goͤtter.dauon nym ſy zu dir vnd bring ſy da von mitlieb od̓ mit leyd wy du wilt. da furt er dy iūckfrawen in ſein hauß vn̄ ſprach zu ir. Iulianamein liebe fraw laß deinen gelauben vn̄ volgdeinen freunden ſo wil ich thun all zeyt wasdir lieb iſt. Da ſprach ſy du ſolt an vnſern herren Ieſum criſtum gelauben ſo wil ich dir gehorſam ſein. vnd thuſt du das nicht ſo wil ichdich zu keinem gemahel haben. vnnd wil vmbmeinen gelauben geneſen oder ſterbē wy gotwil. Da ſprach er. wurd der Reyſer innen dasich an deinen criſtū gelaubet er ertoͤdtet michzuhādt. Da ſprach Iuliana. Forchteſt du denkeyſer der ein toͤdtlicher menſch iſt. ſo ſolt dumir nit verubel haben das ich den vntoͤtlichēgot fuͤrcht der ein keyſer iſt vber all keyſer. vn̄d̓ des hymels vnd der erden gewaltig iſt. vnddes reych nymmer zergeet den wil ich all zeytlieb haben. vnd wil ſein nit verlaugnē darumſo thu mir was du wilt dein lieb iſt gar verloren. Da ward Eulogius gar zornig vnd hießdy iunckfrawen nackent abzyehen vn̄ hieß ſiebey den zoͤpffen auff hencken. vnnd hieß ſieſchlahen mit gerten das dz blut von ir ran dzleyd ſy gar gedultiglichen. vnd ſo ſy ye veſtergeſchlagē ward ſo ſy ye ſteter an got wz. darnach hieß er ir wallendes bley auff ir haubtgyeſſen. da halff ir got dz ir die hitz nit ſchadet. dz thet im zoru vn̄ hieß ſy in̄ einē kerckerlegen vnd verſchmydet ſie mit groſſen bandēdes leydens was ſie gar fro. vnd dancket gottag vnd nacht vnd betet mit groſſer andacht.Darnach zu mitternacht da erſcheyn ir d̓ teufel in̄ einer geſtalt eines engels vnd ſprach zuir. Iuliana du ſolt fro ſein. wan̄ ich bin ein engel gottes vnd hat mich got der almechtig zudir geſandt vnnd hat dir emboten Ee du dichtoͤdtē laſßeſt ſo ſolt du ee den abgoͤttern dienen vnd opffern. Da weynet ſy. vnd ward ir irhertz gar ſchwer. vnd ſprach. O wee herr gotſol ich den abgoͤttern opffern vnnd ſol zu geſpoͤtt werdē. vn̄ zweyfelt ob er ein engel wer.vnd bat vnſern herren dz er ſy vor den abgoͤttern behuͦttet vnd ſie nit zu geſpoͤt ließ wer-