BoI Nant
Uden zeytē des keyſers Claudi da wurden dy criſtenmenſchen ſchwerlich gepeynigt vndIetoͤdt. Da ſagt man dē keyſer das Dalentinus auch ein criſten wer. da hieß er in gef angen vnd gebuͦndē fur in bringen vnnd ſprachzu im alſo. Valentine warumb gelaubſt du ancriſtum d̓ im ſelber keyn hilff mocht gethun.Dyen vnſern goͤttern vnd bet ſy an dy mugēdir gehelffen das du kumbſt zu groſßer wirdigkeyt. Da antwort Valentinus dem keyſervn̄ ſprach. Weſteſt du was mein got den gebdie an in gelauben vnnd in liebhaben du lieſfeſt die abgoͤtter vn̄ gelaubteſt an meine gottwan̄ er gibt vns ere vnd freud. da ſprach deskeyſers herren einer zu im. Valentin meynſtdu das vnſer goͤtter die ere vnd das gut vermugen ſo haſt dn war. da ſprach er neyn. wan̄ich weyß kein gut von in zuſagen ſy warē mēſchen als wir vnd trugen neyd vnd haß in̄ irēhertzen vnd muſten ſterben vnd ſeind vmb irſund zu der hell gefaren darin̄ werdē ſie ewiglich gepeyniget. dy red thet in allen zorn.¶ Darnach ſprach d̓ keyſer zu im. Sag miriſt Criſtus ein warer gott wy iſt dem das iches nit weyß. da ſprach ſant Valentin. va aufmeinē eyd. es iſt criſtus der war got. vn̄ dienteſt du im vn̄ gelaubteſt an in ſo zergiēg deinreych nymmer. vnd wurd dir nach dyſem lebēdas ewig leben. Da ſprach der keyſer zu denRoͤmern. Hoͤret alle. wy weyßlich vnnd rechtredt d̓ menſch. Da wurden die furſten zornigvnnd ſprachen zu dem keyſer. biſt du auch bekert vnd gelaubſt an der criſten got. vns habēvnſer eltern von kintheyt auff einē gelauben
gelert den ſellen wir behalten. da beualh manſant Valenten einē furſtē d̓ legt in gefangē.das leyd er gedultiglich. vn̄ da man in in̄ desfurſten hauß gebracht da het er gott in ſeinēhertzen vnd ſprach. Herr Ieſu criſte d̓ du biſtdas war liecht erleucht dz hauß mit allen inwonern das ſie dich warn gott vnd menſchenerkennen. da was ein iunckfraw da. dy wz eynes furſten tochter dy was blind vn̄ wz iremvater gar lieb. da ſprach der furſt Valentin.du haſt vns offt geſagt von criſto der ſey daswar liecht vnd thu ſemen freundē vil genadēMag er meinē blindē kind ſeine augen widerentzundē ſo wil ich dir volgen vn̄ wil an criſtūgelaubē vn̄ wil mich laſßen tauffen. da wardſant Valentin gar fro vnd ſprach ſein gebetmit andacht zu gott da gab er d̓ iunckfrawenzwey ſchoͤne augē. da ließ ſich d̓ furſt tauffenvnd alles ſein geſind vnd lobten vnd ertē got¶ Es was ein man zu Rom der kund gar vilkunſt vn̄ wz gar ein weyſer man d̓ het einē ſund̓ hieß Sinceron d̓ was drey iar ſiech gelegē.vn̄ kunt im kein artzt gehelffen. da bat er ſantValentin. dz er ſeine ſun geſundt machet ſowolt er ſich laſſen tauffen. da ſprach ſant Valentin ſein gebet zu got. da kam ein liecht in̄ d̓nacht von got dz leuchtet als dy ſun̄. da wardd̓ ſiech geſunt. da wurdē ſy gar fro vn̄ dācktegot vn̄ ſant Valētin irr genadē. vn̄ gelaubtēan vnſern herrē Ieſum criſtū vn̄ empfiēg dentauff mit allē ſeine geſind. Das ſaget man dēReyſer. da ward er zornig vn̄ hieß ſant Valētin ſer mit ſtecken ſchlahen. vn̄ nach ſollicherpeynigug do hieß er im ſein haubt abſchlahē.Von ſant Iuliana