Brtegxet
ſchweſtern ire rucken zuſammen binden vnndhieß ſy verbrennen. da furen ir ſel zu den ewigen freuden. Darnach hieß der Richter ſantOorotheam aber fur in bringen vnnd hett ſygern von dē gelauben bracht. vn̄ ſprach zu ir.Sag an Vorothea wielang wilt du vns auffzyhen mit deinen zauberliſten. Eintweder betvnſer goͤtter an oder ich heyß dir das haubtabſchlahen. Da ſprach ſye froͤlichen zu demRichter. Nymwar alles das du wilt das wilich gern leyden durch dy lieb gottes vn̄ durchmeinē gemahel. in̄ des ſchoͤnen garten wil ichmich ewiglichen frewen. vnd wil darinne dyeſchoͤnen opffel brechen vnd die zarten roſen.Da das der richter hort da ward er gar zornig. vnd hieß ſie mit ſtecken in ir antlitz ſchlahen das ſie als iemerlichen ward das ſy nyemant erkennen mocht vnd leget ſie da wid̓ in̄den kercker.In dē andern tag hieß ſy der richter aberfur in bringen. da waren ir aber all ir wundengeheylt von der genad gottes. Da gebot derrichter das man ir das haubt abſchlug. Darufft ſie mit lautter ſtym̄ vnnd ſprach. O duliebhaber der ſel ich danck dir das du mir gerufft haſt zu deinem breutbett vnd da man ſyauß der ſtat furt. Da ſah ſie Theophilus derdes Richters ſchreyber was. vnd gedacht andie red die ſy vor mit dem richter gethan hettda ſy ſprach. Sy wolt ſich frewen mit irem gemahel. vnd wolt in ſeinem garten die ſchoͤnenroſen brechen vnd die ſuſſen opffel vnd redetgar ſpoͤttiglichen mit ir vn̄ ſprach. Dorotheawenn du inn den garten kumbſt zu deinē gemahel ſo ſendt mir der ſuͤſſen opffel vnd derſchoͤnen roſen. Da ſprach ſy. das wil ich getenthun. Aber Theophilus het keynē gedanckendas ſie das gethun moͤcht. vnnd do man ſantDorotheam an die ſtat bracht do man ſy enthaubten wolt. do bat ſy mit groſſem ernſt. füralle die dy ir marter erten vnd die ſy anrufftēdas ſie gott erloͤſt von allem irem trubſal. Iudem andern mal bat ſie got das er die ſelbenmenſchen wolt behuͤtten vor allen ſchanden.Su dem dritten mal vor groſſer armut. Zu dēvierden mal das er ſy erloͤſt vor falſchen zungen. Iu dem funfften mal. bat ſie gott das erin geb ein rechte rew an irem end vnnd ablaßirer ſund. Iu dē ſechſten mal bat ſie vmb alleſchwanger frawen die ſy anrufften in irer ge
burt. das in got iren ſchmetzen ringert vnndin mit lieb vō irer geburt hulff. Iu dem ſibenden mal bat ſie fur alle die dy in fewers oderwaſſers noͤtten weren. vnd ſie anrufften dasden got zuhilff koͤme wenn ſie iren namen anrufften. Alzuhandt da ſy die gebet volbrachthett. Da kam ein ſtym̄ von hymel die ſprach.Rum̄ her mein außerwelte. kum̄ her mein lieber gemahel. wann alles das du gebeten haſtdes biſt du gewert. Darnach neyget ſich ſantDorothea vnder das ſchwert. do erſcheyn irein ſchoͤnes zartes kindlein das wz gekleydtmit purper. vnd gieng barfuß. vn̄ het ein krauſes herlein. vnd an ſeinē gewand waren allenthalben geſtrewet guldine ſternlein. das ſelbezart kindlein trug in ſeiner handt ein ſchoͤneskoͤrblein. darinn waren drey roſen vnnd dreyoͤpffel. Da ſprach ſant Dorothea. Herre meiner ich bit dich das du das koͤrblein bringeſtTheophilo dem ſchreyber. vnd zuhandt wardſant dorothea enthaubt. da fur ir ſel froͤlichen zu den ewigen freuden vnd zu irem gemahel in das hymelreych da hat ſy ewige freudDa ſant Dorothea gemartert ward da zaltman nach criſti geburt zweyhundert iar vn̄ in̄dem ſibenvndachtzigſten iar an dē achtē tatdes monats Februarij.Iu den zeyten do ſtund Theophilus in̄ dēpalaſt des richters. da kam das zart kindleindas alſo ſchoͤn gekleydet was mit purper. vndgieng zu Teophilo dem ſchreyber vnd zoh inheymlich an ein ort vnnd ſprach zu im. Nymdie roſen vn̄ die oͤpffel dy hat dir vnſer ſchweſter Dorothea geſandt auß dē paradeyß iresgemahels. vnd zuhand verſchwand das kindvor ſeinen augen. da gewan Theophilus reivber ſein ſund. vnd ward getaufft vnnd lobetgot. vnd prediget den waren gelauben d̓ wirdigen iunckfrawen ſant dorothea vnd ſprachIeſus criſtus iſt allein gewaltig vnd vermagalle ding. wan er hat in dem kalten monat Februario in dem alles erdtrich yetzundt gefroren iſt. ſeiner lieben dienerin roſen vnd opffogeſandt. ſo man ſunſt wed̓ gruͤnß graß nochkraut vindet. Vō d̓ red vn̄ predig dy theophilus thet von dē ſchoͤnē zeychē ward nahēt dygantz ſtat bekert. Da dz Fabricius b̓ richterhoͤret vnd ſah. da ward er gar zornig vnd gebot das man theophilo noch groſſer marteranlegen ſolt dan̄ ſaont dorethecn do man nui