Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXXXVIIIr
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Pdxlxxxjdi

Orothea die heyligſiunckfraw iſt geborn von edlem geſchlecht von einē edlen Roͤmer derhieß mit dē namen Vorus vnd was ein Ratherr zu Rom. vnd ir muter hieß Thea. vn̄ wzauch geborn von dem edlen blut der ratherrēzu Rom. Vnd zu einen zeytē. da hub ſich eingroſſer krieg gegen den criſten dz man ſy ſerdurchechtet in̄ dē Roͤmiſchē land. da wolt dorus den abgoͤttern nicht opffern. wan er wasein criſten. vnd gedacht im er wolt entrinnenvon Rom auß der ſtat. vnd wolt hinder im lafſen all ſein hab erb vn̄ eygen. als er auch thet.vnnd machet ſich auff mit ſeiner haußwirtinThea vnd ſchifften in̄ das kunigreych Capadocia vber das meer mit zweyen toͤchtern. dieein hieß Criſten vnd die ander Caliſten. dyehet er auch getaufft vnd criſten gelauben gelert. Oarnach kam er in̄ die ſtat Ceſarea. in̄ d̓ſelben ſtat gewan er ein heyliges toͤchterlein.das taufft ein heyliger biſchoff. vnnd hieß esDorothea. nach dem namen ires vaters vndirer muter. wan̄ ſy hettē es gar lieb. Da warddas kind ſchyer erfullet mit dē heyligē geyſt.vnd lebet fridlich vnnd tugentlich. vnnd waskeuſch. vnd ward d̓ geſchrifft wolgelert. ſy wzauch zuchtig. vnd was zumal ſchon. vnd furtraff alle iunckfrawen mit der ſchone in̄ d̓ ſelben gegent. vnnd was ſenfftmuͤtig. vnnd hettgot von gantzem hertzen lieb. vnd vaſtet vndbetet vil. vnd was gar weyß. vnd wz auch volkummen an d̓ lieb vnſers herren Ieſu criſti. vn̄trug zwu kron. eine von irē keuſchen leben. dyandern von irer marter. Das reyn heylig vndſelig leben das das edel kind dye lieb Iunckfrawlſant Dorothea furt. das mocht der boͤßgeyſt nit geleyden. vnd entzundet dem richterFabricio in̄ d̓ ſelbē ſtat ſein gemuͤt dz er groſſe lieb zu ir gewan. vnnd hett ſy gern zu einereelichen frawen gehabt. ꝓnd ſandt ſein erbrebotſchafft zu iren freunden. vnd bat ſie fleyſſig. das ſie im die iunckfrawen geben. wan̄ erhett groſſe lieb zu ir. vn̄ gehieß ir groß gut onalles widergelt. vnd begert nichts anders vonir dan̄ das ſy ſein gemahel were. Da das ſantDorothea hort do was er ir gar vnwerd. vndverſchmehet in vnd alles ſein gut vn̄ alle weltliche luſt recht als ein ſtaub. vn̄ ſprach offenlichen. Ich wil keinen gemahel habe. wan̄ ich

ſten herren. Das ſaget man dem Richter dasin ſant Dorothea verſchmehet het. vnd das ſyein criſtin were. Da ward er zornig. vn̄ ſaß zugericht vnd hieß ſy fur in bringen. vnd da ſyefur in kam da ſprach er zu ir. Du ſolt vnſerngoͤttern opfern. ſo behuͤteſt du dich ſelber vorvil peyn. vnd wirſt nit getoͤdtet. Da ſprach ſie.Got der in̄ dem hymel iſt hat auß ſeinē goͤtlichen mund geſprochen. Ou ſolt got deinē herren anbetē. vn̄ ſolt im allein dienē. vn̄ hat auchgeſprochē durch dē prophetē Dauid. Alle goͤtter d̓ heyden das ſeind boͤß geyſt. allein d̓ iſr d̓war got d̓ beſchaffen hat hymel vn̄ erdē. aberdy goͤtter dy du vnd dein geleych ereſt dy vermugen nichts. wan ſy ſeind gemacht von denhenden irer werckmeyſter von holtz vnnd vonſteyn vn̄ von anderm metall dy heyſt du die lebentigē goͤtter. Syhan wy ſy leben. Sy habēaugen vnd ſehen mit. oren vnd hoͤren nit. ſy haben hend vnd greyffen nit. fuͤß vnd muge nitgeen. es iſt auch kein red noch ſtym̄ in iren kelē nit. Alſo iſt es mit dir auch alldyweyl du niterkenneſt den ware got hymels vn̄ d̓ erdē einſchoͤpffer. ſo biſt du in geleych. vnd mit geſehende augē biſt du blind. vn̄ geeſt zu in in̄ dieewigen verdannuß. Nun erkenn ſelber wembillicher zu dienē ſey dē hymliſchē ewigē gottd̓ hymel vnd erden beſchaffen hat. vnd vntoͤdlichen iſt. od̓ den goͤttern dy nichtz vermugenvnd toͤdlich ſind. Da ſprach Fabricius. Dorothea du biſt gar geſchwetzig vn̄ meynſt michauch zubetriegen als die andern mit deinē geſchmyrten worten. Ich ratt dir dz du dē goͤttern opfferſt oder du muſt gar vil leyden. Daſprach ſy. du kanſt mich nymmer darzu bringen dz ich den boͤßen geyſten opffer dy ir wonung haben in̄ den vppigen bildē. vnd dy gelebt habenlals die tyer. vnd erkenten gott irenſchoͤpffer nit die weyl ſy lebten d̓ da geſchaffen hat den hymel vnd die erden. vnd dz meervn̄ alles dz dz darinnē iſt. darum ſo brinnen irſel in̄ der ewigfen peyn. Da ward d̓ richter zornig vnnd hieß ſant Dorothea in wallendes oͤlſetzen. da halff ir got das ir nye keyn leyd geſchah. vn̄ wz ir recht ob ſy mit edlē balſam goſalbet wer. vn̄ da ſy ſah dz vnſer herrdz zeychēan ir getan het. da lobt ſy in mit freude vn̄ dācket im d̓ genadē. dz zeychē ſahē vil heydē vn̄wurden da von zu criſtem gelauben bekert. daward d̓ richter zornig vn̄ ſprach ſie het es mit