Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CCCXXXVIIv
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Bdrtet

kind c. ſ. Ror l.xtv. do ronnden in

vnd kam ein groſſer erdbidem das der ſelbenſtat ein michel teyl nyder viel vn̄ erſchlug zwērattherren. da ſchrey das volck alles vn̄ ſprachzu dem richter. Der groß erdbidē iſt darumbkummen dz man die iunckfrawē alſo vnſchuldiglichen martert. Da erſchrack der Richtergar ſer vnd hieß ſant Agatha aber in̄ den kercker legen. da was die heylig iunckfraw verbrunnen vnd gebraten auff den kolen das ſieſich kaum geregē mocht. Da ſie in̄ den kerckerkam. da ſprach ſy. Herre Ieſu criſte der michfeſchaffen hat vnd mich enthalten. dz ich diepeyn vberwunden hab vnd der mir meinhertzkeuſch behalten hat der empfahe mein geyſtinj ſein hend vnd in ſein barmhertzigkeyt. vndmit den worten gieng ir ir ſel auß vnnd fur zuden ewigen freuden. Darnach kamen die criſten vnd begrubenſie mit groſſer wirdigkeyt. vnnd die weyl manſy begrub. da kain gar ein ſchoͤner iūgling dēgiengen mer dan̄ hundert kind nach die warēals ſchoͤn gekleydet das man iren geleychennye mer geſehen het. vnd der iungling der invorgieng d̓ het ein mermelſteynine taf elninnder handt dÿ leget er zu ſant Agatha haubtē.damit verſchwandt er vnd die kind alle. Dalaſen ſie die tafel. daran ſtund geſchribē. Nentem ſanctam ſpontaneam honorem deo et patrie liberatōem. Das ſpricht zu teutſch. Mitirem heyligen willigen gemuͤt hat ſie gott geeret vnd gedienet vnd wirt das land durch ſybeſchirmet. Nach dem als das volck die tafeln geleſen hett vnnd den ungling vnnd dieſchoͤnen

ein geſthenhccten. de gin den ij ire hertzenentzundet das ſie ſich bekerten zu criſtem gelauben. vnd erten die iunckfrawen. vnd hettēſie lieb vnd alſo ward das land furbaß durchir verdienen wol beſchirmet. Es erten auch dyIuden vnd heyden die iunckfrawen bey iremgrab. durch ir heyligkeyt vnd durch dy zeychēdie ſie thet. Darnach wolt der Richter nachſant Agatha gut reytē. da kam er zu einē waſſer. da beyß ſich ſein pferd mit einem andernpferd als greulichen das es in in̄ das waſſerwarff. da ſtarb er. vnd weſt nyemant wo ſeynleychnam hin kam. das het er an der heyligeniunckfrawen ſant Agatha verdienet. vn̄ vberein iar darnach da man ir hochzeyt begientda het mā ein tuch vber ir grab gebreytet. vn̄an dē ſelben tag do gieng ein groß fewer außdem berg der da lag gegen der ſtat. vnd verſchmeltzet holtz vnd ſteyn vnnd was inn dasfewer kam. Da hetten die heyden groß hoffnung zu ſant Agatha vnd getrawtē ir wol ſyhülff in vnd lieffen zu irem grab. vnd namendas tuch herab das darob lag vnd hielten esgegen dem fewer. da keret ſich dz fewer alsbald von der ſtat. da wurden ſy gar fro vnndlobten die iunckfrawen vmb dz groß zeychē.vnd hetten ſy furbas aber lieber dann vor.Heylige iunckfraw ſant Agatha wir bittēdich durch dein marter. das du vns v̄ deinēgemahel Ieſum chriſtū erwerbeſt das er vnshie menſchen mach nach ſeinē lob vn̄ vns darnach helff zu im in̄ dz ewig leben Amen.Von ſant Borothea