Ioſaphat vnd Barlaam
.CCIIX.
In d̓ weyl entſchlieff d̓ lieb Ioſaphat vndſah ein ſchoͤne wyſen die was mit allerley bluͦmen gezyret. vn̄ dy baum vn̄ die eſte gabē ſuſſen don. vn̄ dy frucht d̓ baumē waren luſtiglichē anzeſehē vn̄ begirlichē zueſſen. vn̄ dz weter was ſchoͤn. vnnd was ein guter ſuſſer geſchmack da vnd ſtundē ſtuͦll da dy waren vongolde vnd von edelm geſteyn. vnd waren zyrlich wolbereyte bett da. vn̄ warē klare lauterewaſſer da. darnach ſah er ein ſtat. vn̄ dy maurd̓ ſelbē ſtat wz von feynē gold vnd ſcheyn garklerlichē. vn̄ in̄ d̓ ſtat hort er ein hymliſch loblichs geſang das keyn toͤdlich ore nye gehorthet. vn̄ ein ſtym̄ ſprach zu im. dy ſtat iſt d̓ ſeligen. Darnach wolt man in vō dannē furē. dabat er dz mā in da ließ. da ſprachē ſy. er muͤßtmit groſſer arbeyt dar kummē. da furt mā inan ein vnſaubre ſtat die ſchmecket gar vbel. vn̄ſagten im das wer ein ſtat d̓ boͤßen vn̄ d̓ vngerechten. Darnach erwachet Ioſaphat. vn̄ verſtund ſich wol dz die ſchoͤn d̓ iunckfrawen dyvnſauber ſtat wer dz ſy ſer ſchmecket vn̄ d̓ ſelſchedlich wer. vn̄ bezeychnet ſich aber mit dēzeychē des heylige creutzes. da vergieng im d̓luſt den er het zu d̓ iunckfrawen. da kamē dieboßen geyſt wid̓ zu dē zaubrer. dz tet im zorndz ſie nichts geſchafft hettē. Da ſprachen ſiewen̄ wir in ye zu geluͤſt reytzten. ſo thet er dzcreutz fur ſich. ſo muſtē wir bald fliehē. da wzdē zaubrer gar leyd. vn̄ gieng mit dē kunig zuIoſaphat vn̄ hofft dēnoch er brecht in vō ſeine vngelauben. vnd ſagt im vil wie vnrecht erhet. da ſagt er in als vil von criſtē gelaubē alſo dz ſich d̓ zaubrer bekant in ſeinē vngelaubē vn̄ bekeret ſich vn̄ ließ ſich tauffen. vn̄ dienet got biß an ſein ende mit vleyß.¶ Da nū d̓ kunig ſah dz wid̓ er noch nyemātſeinē ſun mocht bringē von ſeinē gelaubē. Dateylet er ſein reych mit im nach ſeiner freundtrat. vn̄ wywol Ioſaphat von gantzē hertzē in̄die wuͤſt begert. ſo nā er doch dz reych eī weylauff von des gelaubens willē dz er in da vonmocht gemere. ¶ Nach dē als d̓ kunig ſeinreych von ſeinē ſun geteylt het. vnd Ioſaphatin̄ ſein land kam. da thet im got die genad d̓alle menſchē geſund wurdē die zu im kamvnd gieng im gar wol in allē ſachen an ſan leyb. vnd meret ſich ſein lob vn̄ ſeingroſſen ſeldē. vn̄ nam großlichen zu.lichē gut vn̄ an demuͤtigkeit. vn̄ ward
weyt gebreytet aber ſeines vaters lob ere vn̄geluͤck dz verſchwand zu allē zeytē vn̄ nā ymmer ab. dz mercket der kunig vn̄ verſtund ſichwol das ſein ſun ſein geluck von got het. Derlieb Ioſaphat meret criſten gelaubē ſere. vndbawet vberal in ſein ſtete vil gotzheuſer. vnderhohet das heylig creutz darin̄. vn̄ bat auchgot teglichē dz er im huͤlff das ſein vater bekert wurde. vn̄ bat in offt das er ſich tauffenließ vnd ein criſten wuͤrd. vnd bat ſeinē vaterals lang vntz dz er ſich tauffen ließ. Da gaber ſeinem ſun alles ſein reych auff. vnd buſſetſein ſund mit groſſer rew. vnd nam ein ſeligsende das erwarb im ſein ſun vmb got.Darnach bracht Ioſaphat dz gantz kunigreych zu criſtē gelaubē vn̄ lebet tugētlich vn̄heyligklichē mit allē menſchē. vn̄ ſprach da zudē volck. Ir ſollet Barachiam an meiner ſtatzuͦ einē kunig habē. wan̄ ich wil nimnrer kunigſein. da was dē volck leyd vn̄ ſprachē. wir wollen keinē andern herrē noch kunig haben dan̄euch. da floch er offt heymlichē ſo brachtē ſiein wid̓ heym. vn̄ zuletzſt entran er in doch. vndda er auff den weg kam da gab er ſein kuniglichs kleyd eine armen menſchen vn̄ leget ſeinkleyd an. Der lieb Ioſaphat leyd gar vil. vndthet im der boͤß geyſt gar vil zu leyd. Etwannſtund er vor im. vnd troet im mit einē bloſſenſchwert. vn̄ ſprach zu im. Laß ab od̓ ich ſchlahe dich zutod. etwan̄ ſo erſcheyn er im in einergeſtalt als dy wildē tyer vnd ſchrey forchticlichen. ſo ſprach er. Herr mein got kum̄ mithilff. vn̄ gieng alſo in d̓ wuͤſt wol zivn̄ her. vn̄ ſucht ſeinē meyſter bin nit vindē. Daruach kantes fur ein hole. dy