Von ſant
kantzel vnd ſagt von ſant Elßbeten heyligemleben vnd von irem ſeligen ende. vnnd ſprach.Wein herr der biſchoff d̓ wil. wem ein zeychēfeſchehen ſey das er es offenlich kunde auffeinen tag den legt er vber vier wochen. Da d̓tag nun kam. da kamen gar vil menſchen dardie lam vnd blind waren geweſen vnnd die irkind tot bey in funden hetten dy ſchwurē deseyd das ſant Elßbet die zeychen an in gethāhet. des macht der biſchoff vnd meyſter Cōrat hantfeſt. vnd ſandten die dem babſt Gregorio der het ſant Aßbeten leben vor wol bekant. vnnd het ir meyſter Conraden zu einembeychtiger gebē. vnd da nun d̓ babſt die botſchafft vernam da geweret er ſy froͤlich. vnndſandt zwen Cardinal vnd funff biſchoff mitin zu biſchoff Seyfrid. Da kam d̓ keyſer Friderich auch dar zu vnd vil furſten vnd herrenvnd erhuben ſy erlichen vnd andechtigklichēvn̄ keyſer Fridrich ſatzt ir ſein kron auff. Dzgeſchach nach irem tod vier iar dz man ſy erhub vnd geſchahen vil zeychen vnd alle dy gegenwertig waren die wurdē all geſundt welcherley ſiechtum̄ ſie hettē dy wurdē alles desgewert des ſie begerten vnd baten. Dy armewurden reych. die betrubten wurden ſelig. dieauch da warē die horten all die engel frolichen ſingen.Es was ein fraw in Engelland einßvndzweyntzig iar geſeſſen mit einē man̄ dy gewunen nie keyn kind. Da ir der man nun geſtarbda was ir leyd. vnd kleydet ſich demutigklichin grawes gewand. vnd ſchneyd ir har ab. vn̄nam ir zwelff arme mēſchē zu kinden. die kleydet vnd ſpeyſet vnd beherbergt ſy in irē haußvnd zroug in ir hende vnd ir fuͤß. vnd wo ſy einarmes mēſch ſah dē gab ſie eī almuͦſen durchgot vnd durch ſant Elßbeten willen. wann ſiehet ſie vor allen dingen lieb. vnd vor allen heyligen vnd vergaß ir ſelten in irem hertzen. vn̄gedacht all zeyt an ir heyliges lebē. nun ſtarbdie fraw als es got wolt. Da klagt mā ſy garſere. da ryet der frawen beychtiger. mā ſolt ſyzu ſant Elßbeten grab bringen. vnd ſprach ſyhat ſich dar gelobt. Da brachten ſy ir freunddahin. da ſy nun dar kamen da rufftē ir freūdſant Elßbeten an mit groſſem ernſt. da wardſy zuhand wider lebentig vn̄ ſprach. Wol mirwan̄ ich hab geruet auff ſant Elßbeten bruſtDamach wolten ſie jr freund wider heyn ha
ben gefurt da wolt ſy nit mit in wann ir wardkund gethan das ſie zu Altenburgk beleybenſolt. da lebet ſy dennocht funffzehen iar ſeliglichen vnd ſchwig allweg dan nuͦr ſo ſy beychten ſolt. Da fraget ſie ir beychtiger warum̄ ſyſchwig. da ſprach ſie. da ich auff ſant Elßbetebruſt ruet. da het ich alſo groſſen luſt vn̄ freudvnd wil trachten wie ich die gewinne vnd dyeewigen freud.¶ Darnach zugen ir freund wider heym genEngelland. da kam in ein blind̓ man dē fragten ſie wan̄ er gieng. da ſprach er ſpotlichen.ich gee von einer Elßen da von ſagt man mirſy wer heylig. ich gelaub aber an ſy nicht. wanich bin bey irem grab geweſen das reut michgar ſer. wann mir iſt wirſer dan̄ vor. Da ſagtēſie im von d̓ frawen die ſiben wochen tod wzgeweſen. Da ſprachen ſie. Gee wider zu iremgrab ſo wirſt du geſundt oder ſy hilfft dir wydu wilt. Da ſprach er. ſy hatt mich eins geefftſy efft mich nymmermer. vnd kam darnach zumeyſter Conraden vn̄ ſagt im auch wie im geſchehē were. Da ſprach er. gee wid̓ zu irē grabſo wirſt du geweret nach deiner ſeel heyl. Daſprach d̓ blind. wie heyſt ir ob ir mich auch betruget das ich euch genennē kund. Da ſpracher gee zuͦ meinē kind ſant Elßbetē. vnd bit ſiemit ernſt das ſy dir helff dz du geſehent werdeſt. vn̄ ſprich meyſter Conrad ir meyſter habdich dar geſandt. Da knyer der blind mā furin nyder vnd ſprach. Herr bit fur mich das esmir wol gee ſo wil ich ſant Elßbeten dienē dyweyl ich lebe. vnd gieng zu irē grab vn̄ ſprachHeylige fraw ſant Elßbet hilff mir dz ich geſehe durch deines lieben Beychtigers willenmeyſter Conrads der mich her geſandt hatt.Alſo lag er in andacht auff irem grab vn̄ entſchlieff ſuſſigklich. vn̄ da er erwachet da geſah er gar wol vnd ward gar fro. vnd ſprachtFraw ſant Elßbet du heyliges weyb. ich wiltbey dir beleyben die weyl ich leb. vn̄ ward einguter menſch.¶ An dem andern tag da man ſant Elßbetēerhaben het vnd den ſarch auff thet da ir heyliges gebeyn innen lag darauß gieng ein guter edler geſchmack als der all apotheken hetauff gethan die da weren. vnnd man ſah außirem gebeyn oͤl tropffen recht als der taw iſtauff dem graß. vnd das oͤl iſt lauter vnd zartvnd heylſam.