Thayſis
Mc.
ewigen peyn der helle vnb ir ſind zu lon. Daſprach ſy ya. Da ſprach d̓ munich. Eya thayſisauff dem weg biſt du ſeyder du bekenneſt dasgot die ſund alſo ſer richt. vnnd den guten alsgroſſen lon gibt in den ewigē freudē. ſo merckwie dich dein ſund vberwundē haben. vnd gedenck daran das du vil menſchē zuͦ ſundē haſtbracht vnd zu peyn der helle.¶ Da kam d̓ heylig geyſt mit ſeinen genadenvnd erleuchtet der frawen hertz mit ſeinē goͤtlichen liecht. vnnd gab ir als groß rewvber irſund das ſy bedacht ſy weryetzund verdamptin der helle peyn. den̄ dy hoffnūg die ſy zu gothet dy enthielt ſie das ſy nit verzaget. vn̄ vielfur des munichs Pafuncius fuͤß. vnd ſprachzu im. ſeyd̓ mich dein erbarmung geſuͤcht hatſo bit ich dich das du got fur mich biteſt. wan̄ſein guͤt iſt als groß dz er mich durch dein gebet geru zu genadē leſt kūmē. da ward er derfrawe rew fro vn̄ ſprach. Liebe fraw ſteeaufvn̄ rewom dē boͤßen geyſt ſein wonūg. wan̄ dirhilfft got noch zu genade. Da ſprach ſy. vaterich wil dir gern volgē all zeyt. beyt nur eī weylbiß ich mein geding bericht. vn̄ nā vrlaub vond̓ welt. vn̄ trug alles das ſy het. kleyd̓ fuͤrſpāg.vnj vingerlein. wan̄ ſy was reych vnd macht einfewr. vn̄ verbrēnet es als. vn̄ ſprach. wolher alle dy mit dē ich geſūͤd hab. wan̄ mir iſt es leydvn̄ ſehēt wie ich dē gut thu dz ich vō euch genūmē hab. vn̄ da dz ding als verbran da ließſy ir freund. vn̄ gieng zu dē gutē man̄. vn̄ gelobet im in got mit veſtem eyd dz ſy im alle zeytwolt gehorſam ſein. vn̄ alles das thun dz er ſyhieß. da wz d̓ munich ein weyſer man vn̄ woltdz ſy irē luſt mit rechtē lebē erleſcht. vn̄ ſagt irvil wie ſy ir ſund mit ſtrengē lebē buſſen ſolt.ſo huͤlff ir got das ſie nit mer ſundet. ¶ Darnach bracht ſy d̓ munich zu einē frawecloſter.vn̄ tet ſy in ein kleyne zell vn̄ verſchlug dye tur.vn̄ legt ein zeychē daran das nyemāt zu ir einmocht kūmē. vn̄ ließ ein kleynes venſterlein indye zell vnd hieß ir all tag nuͦt ein mal waſſerbringē vn̄ brott gebē. vn̄ hteß ir des nit genuggebē. dz leyt ſy gern. vn̄ bat in dz er ſy betē lernet. da ſprach er. dein mund iſt alſo boͤß dz dudē name gottes nit da mit ſolt nennē. vn̄ deinaugen ſeind alſo ſundig das du den hymel damit nit ſolt anſehē. du ſolt dich nit gegē im kerē vnj er ſprach. Herrd̓ mich geſchaffē hat er-
mer ſprechē. damit giēg er vō ir. da ſprach diefraw dz gebet an vnd̓laß mit groſſer rew. vndbetet mit weynēdē augē. wan̄ ſy het ir fegfeuer lieber hie dan̄ dort. alſo belib dy fraw dreyiar in volkūmer buͤß. vn̄ nach dē dreyē iaren ſaget pafuncius dē heyligē antonio vō d̓ frawēdz ſy ir ſunde drey iar gebuſſet hett. vn̄ ſprachzu im. Lieber vater hat dir got nit kund getandz er ir ir ſund vergebē hab. da ſprach antonius. wir ſullē gott mit ernſt darūb bittē. vn̄ ſagtſeine iungern allē vō d̓ frawen. vn̄ ſprach zu inbittēt got alle dz er vns kund tuͦ ob er d̓ fraweir ſund hab vergebē. dz thetē ſy all. vn̄ rufftengot mit ernſt an. ¶ Nun wz ein heyliger māvnd̓ dē d̓ hieß Paulus. vn̄ wz ſant antonio iuger auch einer d̓ ward ī dē hymel entzuckt. vijſah eine ſchoͤnē ſtuͦl des huͤtē drey iunckfraweda ward im vō got kund gethan. vn̄ ſprach einſtym̄. dy erſt iunckfraw iſt forcht vor der hellepeyn. dy ander iunckfraw iſt ſchand d̓ ſund. dydrit iſt lieb d̓ gerechtigkeit. da gedacht im paulus d̓ ſchoͤn ſtuͦl d̓ dort ſteet dē wirt antoniusbeſitzē. Da ſprach aber ein ſtym zu im. Paulēvernym mein red recht dē ſtuͦl dē du ſiheſt dēwirt dy ſunderin thayſis. vmb dy ſchwern hertē buß dy ſie mit groſſer gedult gehalten hatbeſitzē. des geſihtes wz paulus gar fro. vn̄ ſaget es antonio vn̄ pafuncio. da dancktē ſy gotvn̄ giengē bald zu d̓ zelle. vnd namē Thayſisherauß. Da ſprach ſye. Eya herr laß mich hyndy weyl ich leb. wan̄ ich wil gern durch got leyden. da ſprach pafuncius zu ir. gee auß d̓ buͦß.wan̄ got hat dir dein ſund vergebē. Da ſprachdy frars zuͦ im. vater du ſolt wiſſen ſeyd̓ dz ichhereyn kam dz ich mein ſund all tag beweynethab mit groſſem ernſt. vn̄ dy ſund ſeind on vnderlaß vor meinē augē geweſen. da ſprach erzu ir. dein forcht hat dir gottes barmhertzigkeit erworben. des ſolt du got dancken. vn̄ ſoltauß d̓ zell geen des wz im die fraw gehorſamvn̄ gieng auß d̓ zel. darnach lebt ſy nuͦr funffzehen tag. vnd ſtarb in eine gutē furſatz. vndin einē guten leben vnd fur ir ſel zu den ewigēfreuden. Nun helff vns die heylig fraw ſantThayſis vmb got erwerben das wir hie menſchen werdē nach ſeinē lob. vnd mugē beſitzēnach dyſem leben dz ewig leben Amen.¶ Von ſant larcus dem