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Legenda aurea, deutsch
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CLXXXVIIIr
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Franciſcen

.CLXXXVIII.

Oa kamen vil ſchwalben vnd flugen zu im vn̄irrten in das in das vock nicht gehoͤren mochtDa ſprach er zu in. Liebē ſchwalben meyn liebē ſchweſtern lat ewer ſchallē. wan̄ es iſt zeytdas ich predigen ſol. da ſchwigē ſie all. da prediget er auß. vn̄ wen er den fogeln rufft ſo flugen ſie im zu der hend. Eins mals da ſaß er in ſeiner zelle. Da wznahent bey ſeinē venſter ein veygenbaum darauff ſaß ein vogel das was ein heym vn̄ ſang.Da zwang ſant Franciſcū die liebe dye er zuden creaturē het das er dem vogel zu hort. vn̄ſprach. fleug her du liebes vogelein. da flog esauff ſeinen rock vnd ſchweyg ſtill. da ſprach erzu dem vogel. Nū ſing du vil liebes vogeleindem zu lob der dich geſchaffen hat. Da ſanges im froͤlichen auff d̓ ſchoß biß das er im vrlaub gab. Der lieb heylig was got gehorſamvnd vnterterig. Iu einem mal da gieng er zu ſeinen geſellēda funden ſie einen beuttel vol pfenning. Daverſchmehet er dz gut. da het es ſein geſell geren genummē. vnd het es den armen leutē geren gegebē. Da ſprach ſant franciſcus. wir ſollen kein gut nicht nemen dz nicht mit recht vnſer iſt. Da bat in ſein geſell mit vleyß das er indas gelt ließ nemen. das er es armē leutē gebDa ſprach ſant Frāciſcus ſein gebet mie ernſtzu got. vn̄ hieß ſein geſellen den beuttel nemē.vnd da er in auff thet da wz ein ſchlang darin̄Da ſprach er zu ſeinē geſellen. nun ſihe liebergeſell wie dz zergencklich gut des boͤßen geyſtes vergifft iſt. Nun was ein brud̓ des ſelben mals d̓ hettvil anfechtung von dē boͤßen geyſt dz was imgar leyd vn̄ gedacht in ſeinē hertzen. Ach lieber herr das mir ſant frāciſcus etwas mit ſeyner hand ſchribe ſo vergiēg mir villeycht meinanfechtung. vnd dorſt im doch auß ſcham dasnicht offenbaren. das erkant ſant franciſcusin dem geyſt. vn̄ ſprach zu dē ſelbē brud̓. Sunbring mir papir federn vn̄ tinttē. wan̄ ich mußetwas ſchreyben got zu lob. da wz d̓ brud̓ garfro vn̄ bracht im wes er bedorfft. vn̄ er ſchrybim einē brieff vn̄ ſprach zuͦ im. du ſolt dē brieffbehaltē biß an deinē tod. dz thet er. vn̄ behieltden brieff. da vergieng im all ſein anfechtung.Da ſant frāciſcus ſterbē wolt da gedacht id̓ brud̓ dē er dē brieff geſchribē het. ach moͤchtwmir ſein rock werdē ſo wer ich fro. dē gedack

weſt er aber als bald vn̄ ſprach zu im. wen̄ ichgeſtirb ſo hab dir meinē rock. da ward er fro.Eines mals da luͦd ein reycher man ſantfranciſcū vnd ſprach zu im. Iſß mit mir wasich dir gib durch got des bit ich dich. vnd dasthet er. vn̄ dy weyl er zu tiſch ſaß da kam einerfuͤr den tiſch d̓ wz im gar veind vmb ſein predig. vn̄ het in gern geſchēdet. vn̄ bat ī dz er imein almuſen geb. da gab er im ein tiech vō einēcapaunē das behielt er biß an dē andern tag.da ſant franciſcus prediget. da nā er dz tiechvn̄ ſprach. Seht wy er euch betreugt. mā ſagter ſey heylig ſeht was eryßt. das tiech gab ermir nechtē auß ſeiner ſchuſſel vō einē capaun̄Der ſchandē achtet er nit durch got der halffim auch dz dz fleyſch zu viſchen ward vnd̓ ſeinē hendē. Da ſprach dz volck du haſt boͤßlichauff in gelogen. Da erſchrack d̓ boͤß man garſer. vn̄ bat in dz er im das vergeb. da ward derviſch wider zu fleyſch. Sant franciſcus weynet gar ſer an ſeynerandacht dz er bloͤd augen gewan. da baten inſein bruͤd̓ dz er nit als ſer weynet dz er ſein geſiht icht verluͤre. Da ſprach er. Wir ſullen desliechtes als vaſt nit ſchonen das wir nuͦr mitden tyerē gemeyn habē. wir ſuͤllē nach dē ewigen liecht werben. wan̄ im was goͤtlicher troſtlieber dan̄ das er das weynen ließ. Eins mals wz ſant franciſcus gar kranck.doch wan̄ er weyn mocht gehabē d krefftigetin gar ſer wol. da kam er in ein ſtat da wz keynweyn innen. da bracht man im ein waſſer daruber macht er ein creutz in dē namen gottes.da ward dz waſſer zu gutē weyn. von dē weynward er gar ſtarck. Sant franciſcus bat ſeinēgeſellē dz er in vor den leutē ſchuͤlt. vn̄ ſprach.daran lern ich tugend vnd demuͤtigkeit. dz teter nit geren vn̄ tet es doch vn̄ ſprach zu im. dubiſt ein rechter bauer vnd ein vnnutzer kauffman. da ward er gar ſer fro. vn̄ ſprach. nun londir got du ſagſt mir dy rechtē warheit. er gedacht ſtetigklichē an got. vn̄ dē engel ſant michel het er ſund̓lichē lieb. vn̄ machet im ein vigilg an ſeinē abent von ſeiner hochzeyt. Vnd̓weylen iaget in d̓ geyſt gottes auff einē berg.da belib er viertzig tag vnd betet vnd weynetgot zu lob. Iu einem mal was er auff dem berg vorſant Michels kirchen vnd het ſein hertz vō aller welt kert vn̄ godacht iungklichē an got vn̄