Druckschrift 
Legenda aurea, deutsch
Seite
CLXXXIIIr
Einzelbild herunterladen
 

deicha

CLXX XIII-

weg mein diener geweſen des laß in geniſſenvnd knyet fur got den richter. vn̄ ſprach. Herrerbarm dich vber in. vnd laß in ſein ſund in dēfegfeuer buſſen etwan lang. vnd gib im darnach die ewigē freude. des geweret in got genedigklichen. Da furen dy veind von dannenvnd wurden gar zornig. Darnach da giēg einſchoͤner iūgling zu ſant Ieronymus vn̄ ſprachmich hatt Petrus patricius d̓ Romer der dirvleyſſigklichen gedienet hat. zu dir geſendet.vnd begert von dir das du im vmb dē almechtigen got einen ſun erwerbeſt. da ſprach vnſerherr. wz du von meinē ſun ſant Ieronymo begereſt dz ſol geſchehen. vnd damit erwachet d̓eynſidel. vn̄ dancket dē almechtige gott ſeinergenaden. vnd dē heyligen herren ſant Ieronymo. Vnd hoͤret darnach dz Theodonius vnd.Antonius an dē ſibenden tag verſchyden wa-

ren vnd gewan auch Petrus patricius einenſun den het im ſant Ieronymus erworbē. darumb ſo ſollen wir dem lieben herren ſant Ieronymo vleyſſigklichē dienen. vn̄ anruffen vmballe die gebrechen die vns anligen an ſel vnndan leyb. das mag er vns vmb got wol erwerbēwann er verzeyhet in keyner zeytlichen bete.Nun bitten wir den lieben herren ſant Ieronymū den groſſen lerer das er vns als groſſegoͤtliche genad vnd weyßheit erwerbe damitwir got erē nach ſeinē lob. vnd nach vnſer ſeletroſt. vnd vns verleych vnſers lebens ein gutzende. vnd dz wir nach dyſem leben zu d̓ ewigēweyßheit kummen dy got ſelber iſt. vnd da mitim freud vnd wonung haben Amen.Von ſant hemigio

ynes mals da wz dzland zu franckreich in groſſem leyden. wann die Teutſchen pranntenes vnd raubten es dz des landes vil wuͤſt lag. Nun was ein cleuſner zu der ſelben zeyt d̓bat got lang vmb des landes frid. vnd d̓ cleuſner was blindt. Da erſcheyn im der engel gottes eines mals in dem ſchlaff. vnnd ſprach zuim. Die fraw Cylina die wirt einen ſeligē ſungebere der ſol heyſſen Remigius. wan̄ er wirtgottes freundt. vnd dyſes land wirt ſelig vonſeiner ſeligkeit. vnnd da der cleuſner erwachetda was er fro. vnd gieng zu der frawen. vnndſagt ir was im der engel kund hett gethan. dzwas der frawen vngelaublich. wann ſie iz alt

Da ſprach er mit hat der engel gottes das zieinem warzeychen gegeben das du ein heyliges kind geberen ſolt. vn̄ wan̄ du im die milchgibſt ſo ſol ich ir vber meine augen ſtreychē ſwird ich geſehent. Da ward die fraw eins kindes ſchwanger vnd gewan darnach einē ſchoͤnē ſun. Da ward ſie gar fro vn̄ ſeuͤget es leyblichen. vnnd beſtreych der cleuſner ſein augenmit der milch. da wurden ſy im clar vnd ward̓wol geſehent. Da dancket dy fraw dē alitigen got ſeiner genaden vnd frewet ſich deszeychens ſer. vnd hofft es wurd alles an denkind volbracht das der engel von im verkuͤndthet. Darnach tauffet man das kind. vnd hieſes ktenigus. da nin dztind geruchs dzer